5. Einsteigerseminar für Vorphilatelie – 19.-21.4.2013 – Zell am Moos

19.-21.4.2013 – Zell am Moos, Dorferwirt am Westufer des Irrsees

Zum dritten Mal in Folge fand dieses Seminar am Irrsee mit mehr als 30 angemeldeten Teilnehmer/innen  statt. Es nahmen 12 Mitglieder des DASV teil, sowie interessierte Philatelist/innen aus Österreich und Deutschland. Traditionell begann das Seminar inoffiziell bereits am Freitag. Es wurden im Vorfeld stundelang bis spät in die Nacht hinein Belege gesichtet, Wissen ausgetauscht und Interpretationen betreffend „schwieriger“ Briefe diskutiert.

Die Seminarteilnehmer/innen wurden pünktlich am Samstag um 09.30 von Herrn Dir. Hubert JUNGWIRTH und Herrn Günter BAURECHT begrüßt. Zur Freude aller Anwesenden waren der Präsident des Verbandes Österreichischer Philatelistenvereine (VÖPh) Mag. Anton TETTINEK und als Teilnehmer der Leiter des Referates Gesamtphilatelie Dr. Wolfgang WEIGEL anwesend. Dies zeigt welche Bedeutung diesem Seminar beigemessen wird und drückt eine hohe Form der Wertschätzung aus. Herr Hubert Jungwirth wurde vom Präsidenten mit der Ehrennadel um die Verdienste der Österreichischen Philatelie ausgezeichnet.  Beide Vertreter des VÖPh überbrachten Grußworte und somit war das Seminar eröffnet.

Nachdem im Vorjahr über die europäische Transitpost referiert worden war, stand heuer das österreichische Postwesen im Zentrum der Vorträge. Referent Günter Baurecht führte die Teilnehmer/innen behutsam – es waren heuer neben bereits „erfahrenen“ Vorphilatelist/innen auch einige Neueinsteiger beim Seminar –  in die Paar´sche Erblehenspost ein. Johann Babtist von Paar trat in den Dienst Erzherzog Karls und wurde 1564 Hofpostmeister in Graz. Er wurde  1573 zum obersten Postmeister für ganz Innerösterreich ernannt. 1596 erfolgte die Verleihung des innerösterreichischen Hofpostmeisteramtes durch Ferdinand II als erbliches Lehen an Johann Babtist von Paar. Die Briefe waren selten taxiert (Franko- und Portovermerke) und es ist davon auszugehen, dass nur wenige Briefe einen Taxierungsvermerk aufweisen. Frühe Taxierungen sind um 1622 bekannt.

Johann Christoph von Paar kaufte 1622 das Wiener Hofpostamt von Jakob Magno und wurde damit oberster Hofpostmeister von Wien. Hans Christoph von Paar erhielt 1622 den erblichen Lehensbrief von der Hofkanzlei über das oberste Hofpostmeisteramt. Damit waren die Paars zuständig für die Organisation des Postwesens der österreichischen Erblande, dem Erzherzogtum Österreich, dem Königreichen Ungarn, Böhmen und den inkorporierten Provinzen mit Ausnahme von Schlesien. Nur Tirol, Vorarlberg und die Vorlande blieben unter Taxis-Hoheit. Am 7. Mai 1661 kam es zu einem Schiedsspruch von Kaiser Leopold I über die Brieftaxen. Die Taxen in den habsburgischen Gebieten betrugen: 3 Kreuzer für den einfachen Brief, 6 Kreuzer für den doppelten Brief, usw., Briefe mit 6 Kreuzer sind bereits selten, Briefe mit 9 Kreuzer sehr selten und höhere Taxen sind sehr, sehr selten. Diese Taxen galten bis 1722. Briefschreiber hatten zwei Möglichkeiten die Briefgebühr zu entrichten: Portobriefe – Der Empfänger zahlt die Gebühr –  und Frankobriefe – Der Absender zahlt die Gebühr. Auf Auslandsbriefen findet sich häufig die Bezeichnung ½ Franko, damit ist ein grenzfrankierter Brief gemeint. Die Gebühr bis zur Grenze musste in der Paar´schen Periode im Voraus bezahlt werden.

1680, 29. Mai, Aulendorf-Linz – Nachsendebrief vom Graf von Königsegg in Aulendorf (Württemberg) über die Böhmerwaldroute nach Prag. Der Brief wurde auf der Strecke Aulendorf nach Rötz (Retz) von der Reichspost Thurn und Taxis befördert, es wurde jedoch keine Taxe angeschrieben. In Retz übernahm die Paar´sche Post den Weitertransport bis Prag. In Prag wurde der einfache Brief mit „3“ Kreuzer Porto für Retz-Prag belastet. Der Brief wurde nicht zugestellt, sondern nach Wien weitergeleitet. In Wien neuerlich Porto von „3“ Kreuzer für Prag Wien, wiederum keine Zustellung und Weiterleitung nach Linz. In Linz wurde noch einmal ein Porto von „3“ Kreuzer für Wien-Linz angesetzt. Es ist anzunehmen, dass der Empfänger in Linz 9 Kreuzer bezahlte.

 

Erst 1722 kam es zur  Inkammerierung (Verstaatlichung)  der Post. Die Paars verloren die habsburgische Erblehenspost nach fast 100 Jahren, blieben jedoch oberste Postmeister als höchste Beamte. Es wurde die Seltenheit von handschriftlichen Postformularen und Rezepissen vor 1700 hingewiesen.

Herr Jungwirth referierte über die alte Tiroler Post. Als Gründungsjahr der Tiroler Post ist die Eröffnung einer durchgehenden Post zwischen Mecheln bei Brüssel und Innspruck anzusehen. Das Tiroler Postwesen unterstand den Tiroler Taxis und wurde erst 1769 von der k.k. Post abgelöst. 1777 wurden die vorderösterreichischen Posten an die Reichspost verpachtet. 1806 besetzte Bayern Tirol und übernahm das Postwesen. 1810 wurde Tirol in einen illyrischen, einen bayrischen und einen italienischen Teil aufgeteilt.

Weiters wurden die Grundbegriffe der Vorphilatelie allen Teilnehmerinnen – entweder als Wiederholung oder als Einstieg – nähergebracht und besonders Taxkorrekturen, Botenbriefe, Halbfrankobriefe an gebührenbefreite Empfänger und Parteibriefe ab 1722 besprochen und Ex-Offo-Briefe vor (-31.5.1817) und nach der Halbfrankozeit und der Begriff Portofreiheit und Pauschalierung diskutiert. Zu den Begriffen Pauschalierung, journalisierte Briefe, und Portofreiheit wurde ein geeigneter Einstieg angeboten, allerdings bedarf es noch einiger Seminare und Quellensuche um eine vertiefende Klärung zu ermöglichen.

Ich möchte mich bei Herrn Baurecht und Herrn Jungwirth bedanken, die wieder viel Zeit investierten, ein ausgezeichnetes Seminar hielten und ein informatives Skriptum erzeugten. Dadurch gelang die  Festigung und Vertiefung der vorphilatelistischen Grundbegriffe und es wurde ein wesentlicher Beitrag für bevorstehende Analysen und Klärungen vieler offener Fragen geleistet. Danke, Danke, Danke!

Die Unterbringung beim Dorferwirt am Westufer des Irrsees bot – trotz schlechter Witterungssituation – ein angenehmes Ambiente und trug entsprechend zum Gelingen des Seminars bei. Erst am letzten Tag zu Mittag konnte die Terrasse bei Sonnenschein genutzt werden. Ich freue mich schon auf weitere Seminare in den kommenden Jahr

Die “DASV´ler“  von links nach rechts: Dr Heinrich Stumvoll, Heribert Kaufmann, Josef Adam , Paul Kainbacher, Dipl.Ing. Andreas Grünewald, Alex Schramek, Mag. Walter Klinger, Günter Baurecht (Referent), Dr. Andreas Myskiw, Dr. Robert Fecher, Dir. Hubert Jungwirth (Referent), Dr. Martin Auinger.

Walter Klinger, wr.klinger@aon.at, Spillern © 2013

Mitgliederversammlung 2013 vom 05. bis 07. April 2013 in Marburg

Das DASV-Frühjahrestreffen 2013 wird in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Forschungsgemeinschaft Sachsen vom 05. bis 07. April 2013 im Ringhotel Bellevue in 35096 Wolfshausen bei Marburg stattfinden.

Hotel-Restaurant-Café Bellevue
Hauptstr. 30, 35096 Wolfshausen bei Marburg. Tel. 06421/7 90 90, Fax 06421/79 09 15
Internet: www.bellevue-marburg.de
E-Mail: info@bellevue-marburg.de

Hinweis: Sie erreichen das Hotel jetzt über die neue Zufahrt „Weimar (Lahn)-ROTH“.
Folgen Sie bitte nach dem Abfahren der Beschilderung nach Wolfshausen. Sie werden auf die Parallelstraße zur B3 geleitet und erreichen Wolfshausen durch die neue Unterführung am Ortsrand.
Wichtig: Bitte nicht nach Navigationssystem fahren. Die neue Straßenführung ist in den meisten Systemen noch nicht verfügbar. Bitte beachten Sie die Eingabe in Navigations-systeme Ziel: Hauptstraße 30, 35096 Weimar (Lahn)-Wolfshausen.

Programm:

  • Freitag 5. April 2013
    Anreise, Abendessen im Hotel, ca. 19:00 Uhr, Speisen nach Karte
  • Samstag 6. April 2013
    – 9:00 Uhr Tagungsbeginn
    – DASV Formalien bis ca. 12:00 Uhr
    – Mittagspause bis 14:00 Uhr
    – Ab 14.00 Uhr gemeinsame Vorträge DASV und FG-Sachsen
    1. „Stempelentwicklung im Churfürstentum und Königreich Sachsen“
    2. „Der landgräflich hessen-darmstädtische und herzoglich
    sachseneisenachische Samtwagen-Kurs“, Vortrag von Heinrich Mimberg, DASV
    – Persönliche Philagespräche und Börse
    – Gemeinsamer Festabend im Hotel ca. 19:00 Uhr, Sektempfang und Menü (Buffet)

    Damenprogramm: ca. 9:30 Uhr Ausflug nach Marburg mit eigenen PKWs, Kulturprogramm

  • Sonntag 7. April 2013
    Vormittag: Gemeinsame Stadtführung in Marburg (wenn Bedarf besteht) oder Wanderung durch die Altstadt auf das Marburger Landgrafen-Schloss (wer Lust hat) oder Besuch des Mathematikum in Gießen Öffnungszeiten 10:00 bis 19:00 Uhr (Wenn Führungen stattfinden?)

Mitgliederversammlung am 6.4.2013 um 9:00 Uhr

Tagesordnung

  1. Begrüßung und Eröffnung Genehmigung des Protokolls zur Jahreshauptversammlung 2012 in München (nachzulesen im Rundbrief 494)
  2. Berichte des Vorstandes (nachzulesen in diesem Rundbrief)
  3. Berichte der Kassenprüfer
    3.1  für den Schatzmeister
    3.2  für den Rundsendedienst
  4. Entlastung der Vorstandsmitglieder
  5. Beschlussfassung über den Mitgliedsbeitrag für 2014
  6. Ehrungen
  7. Festlegung von Tagungsorten
    7.1  Herbsttreffen 2013
    7.2  Frühjahrestreffen 2014
  8. DASV-Bibliothek
  9. Anträge
  10. Verschiedenes

Postgeschichte live in Sindelfingen

Die „Postgeschichte live“ im Rahmen der 30. Internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen hat in diesem Jahr in einem besonderen Maße ihren Stellenwert als wichtigste postgeschichtliche Veranstaltung im mitteleuropäischen Raum unter Beweis gestellt. Der Besuch bzw. die Teilnahme einer starken italienischen Delegation der befreundeten „Associazione Italiana Di Storia Postale” (AISP) hatte einen überaus positiven Einfluss auf verschiedenste Veranstaltungen. Für die Initiative und das „Strippenziehen“ im Hintergrund darf ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bei unserem Mitglied Dr. Thomas MATHÁ aus Bozen bedanken:

Die Sonderschau mit musealen Exponaten von Alberto BOLAFFI zur Entwicklung der Schriften und der Kommunikationsgeschichte war schlicht und ergreifend atemberaubend. Ich habe mich dabei ertappt wie ich mit offenem Munde dastand, als mir der Inhaber des traditionsreichen und namhaften italienischen Briefmarkenhandels- und Auktionshauses höchstpersönlich die an sich selbsterklärend beschriebenen Preziosen nahebrachte. Ein für mich unvergesslicher Augenblick …

Bei den internationalen deutschen Meisterschaften der Postgeschichte war der Glanz der „glorreichen alten Zeiten“ zu spüren. Die Teilnehmer der AISP warteten hier mit Spitzenexponaten auf und die Jury unter Leitung unseres Mitgliedes Dr. Gerald HESCHL aus Pörtschach hatte Schwerstarbeit zu leisten, da in jeder Klasse leider nur ein „goldenes Posthorn“ vergeben werden kann. Zahlreiche Posthörner wanderten so verdientermaßen nach Italien – es sei unseren Freunden von der AISP herzlich gegönnt …

Der im Rahmen der Posthornvergabe verliehene – mit 250.- € dotierte – Sonderpreis für Literatur ging heuer an das „Museo di Tasso e della Storia Postale“ in Cornello Camerata für das dreisprachige Werk „I TASSO E LE POSTE D‘EUROPA“. Somit kann der DASV erstmals das ehrenwerte Engagement einer gemeinnützigen Einrichtung für Postgeschichte unterstützen.

Mit Paolo ZAVATTONI aus Mailand war die AISP auch im Symposium der „Postgeschichte live“ bestens vertreten. Ebenso sympathisch wie kompetent reihte sich dieser Vortrag nahtlos in die exzellenten Referate der DASV-Mitglieder Dr. Martin CAMERER aus Würzburg und Georg MEHRTENS aus Bremen ein. Rundum zufriedene Gesichter und wohlwollender Applaus von zeitweise bis zu über 50 Zuhörern im Symposium. Um dem unerwartet großen Platzbedarf gerecht zu werden, mussten sogar die Sitzgelegenheiten aus dem Juryraum herhalten …

Auch die Neugestaltung des DASV-Standes wurde gut angenommen. Gerade die klare Trennung zwischen der obligatorischen „Verkaufsecke“ und dem Präsentations- bzw. Kommunikationsbereich mit einer gemütlichen Sitzgruppe lud zum Verweilen ein und führte bei dem ein oder anderen Gläschen Sekt oder Wasser zu interessanten Gesprächen wie auch zum Gewinn neuer Mitglieder …

… und da waren ja auch noch die Abendveranstaltungen: der erste intensivere Kontakt zwischen den Mitgliedern der AISP und des DASV hatte sich bereits am Donnerstagabend in der alteingesessenen Gaststätte „Zum Hirschen“ in Sindelfingen ergeben. Mit ca. 50 Gästen war dieser gemütliche Abend weit mehr als ein „Warm up“ …

Am gemeinsamen, internationalen Festabend des DASV mit der „Associazione Italiana Di Storia Postale” (AISP) und der „Royal Philatelic Society London” (RPSL) gab es ebenfalls ein „volles Haus“. Es war schon ein – im wahrsten Sinne des Wortes – bewegender Moment, als sich über 100 Gäste im Saal aus eigenem Antrieb erhoben, um einem Toast auf die „Royal“ zu folgen und mit einem Gläschen Sekt anzustoßen …

v.l. Klaus Weis (DASV-Präsident), Brian Trotter (Präsident RPSL),
Angelo Simontacchi (Präsident AISP), Alberto Bolaffi

Die persönliche Anwesenheit der amtierenden Präsidenten der „Royal Philatelic Society London“ – Brian TROTTER – wie auch des amtierenden Präsidenten der „Associazione Italiana Di Storia Postale“ – Angelo SIMONTACCHI – in Verbindung mit der Anwesenheit zahlreicher prominenter Philatelisten und Postgeschichtler wie auch der Inhaber namhafter Briefmarkenauktions- und Handelshäuser verlieh dem DASV-Abend eine ganz besondere Note, um nicht zu sagen einen eigenen philatelistisch-gesellschaftlichen Glanz. Ein hervorragender Rahmen, um den Präsidenten des DASV zum Ehrenmitglied der AISP zu ernennen – eine weitere Stärkung der guten Beziehung zwischen diesen beiden wichtigen postgeschichtlichen Vereinigungen, für welche ich mich aus meiner Sicht nur nochmals ganz herzlich bedanken kann.

Mein Fazit zu Sindelfingen 2012: eine rundum gelungene, von unserem Mitglied Projektleiter Jan BILLION und seinem Team bestens organisierte „Postgeschichte live“, bei der sich der DASV und seine Mitglieder zuhause gefühlt haben. Gerne werde ich mich auch in Zukunft für die gute Sache und den Standort Postgeschichte in Sindelfingen engagieren …

Dem erfreulichen Mitgliederzuwachs von Sindelfingen folgte in Mainz der Mitgliedsantrag des Chefredakteurs der SBZ, Hans SCHWARZ. Die Mitgliedergemeinschaft ist stolz darauf, neben dem Präsidenten der AISP Angelo SIMONTACCHI und dem „Sieger aller Klassen“ von Sindelfingen Angelo TERRUZZI nun einen weiteren prominenten Autor in seinen Reihen aufnehmen zu dürfen. All den Genannten wie auch den Nichtgenannten „Neuen“ ein herzliches Willkommen im DASV …

Klaus Weis
Präsiden

Österreich – Ein Eldorado der Postgeschichte

Auf Initiative unserer Mitglieder G. Baurecht, H.Jungwirth und Dr.H.Nemec fanden wieder zwei hochklassige Seminarwochenenden in Österreich statt.

20. bis 24. April Einsteigerseminar für Vorphilatelie

Die Titulierung dieser Veranstaltung am Irrsee als Einsteigerseminar ist Understatement pur. Die Krönung einer vierteiligen Seminarreihe behandelte folgende Themen:

  • G. Baurecht – Die Anfänge der europäischen Transitpost bis 1800
  • H. Jungwirth – Allgemeines zur Transitpost nach dem Wiener Kongress & Transitpost aus dem Westen und dem Süden

Den Referenten gelang es sowohl das Verständnis für die Entwicklung der grenzüberschreitenden Post zu vermitteln, als auch Taxierungen an praktischen Beispielen transparent zu machen.

 
Die Referenten und Organisatoren G.Baurecht und H.Jungwirt


Die Teilnehmer am Irrsee

Für die Möglichkeit in diesem Rahmen das Projekt Postverträge des DASV vorstellen zu können bin ich den Organisatoren dankbar. Dank dem Beitritt dreier neuer Mitglieder zu unserem Verein für internationale Postgeschichte stellten wir mit 13 DASV – Mitgliedern bei 25 Teilnehmern die knappe Mehrheit.

Besonderer Dank gilt den Herren Baurecht und Jungwirth, die sich auch noch bereit erklärten im nächsten Jahr wieder eine Seminarreihe zu den Grundlagen der Vorphilatelie zu starten. Nur durch solche lobenswerten Initiativen kann es uns gelingen, neue Interessenten für unser faszinierendes Hobby zu gewinnen.

17. bis 20. Mai Transpölten

An diesem verlängerten Wochenende trafen sich wiederum 24 Freunde der Postgeschichte aus ganz Europa, um die hochkarätigen Vorträge zu hören, zu diskutieren und sich in freundschaftlicher Runde wohl zu fühlen.

Das Seminarprogramm:

  • F. Pietz – Die Entwicklung des Frachtfuhrwesens Teil 2
  • H. Haslauer – Salzburg am Ende seiner über 1000 Jahre währenden Eigenständigkeit
  • M. Amplatz – Französische Militärpost in Italien
  • H. Jungwirth – Von den neu regulierten Postkursen der südwestlichen Monarchie und den 33 Maßnahmen zu ihrer Beschleunigung
  • F. Puschmann – Die Paarsche Post 1624 – 1722
  • R. Egger – Die Zeit der bayerischen Besetzung in Österreich Teil 1
  • J. van der Linden – Historische Grundlagen des Postverkehrs Belgien – Österreich bis 1875
  • H. Stumvoll – Venedig als Transitort (15. – 18. Jhdt.) Teil 1

Ein solch geballte Ladung postgeschichlichen Wissens zum „Mitnehmen“ ist außergewöhnlich und eine Bereicherung für jeden Teilnehmer.

Einen Vortrag möchte ich aus meiner Sicht besonders erwähnen. Schon als H. Stumvoll nicht nur das normale Glas Wasser vor seinen Rednerplatz stellte – sondern eine ganze Karaffe, ahnte ich „Schlimmes“. Der dann folgende Vortrag (natürlich in herrlichem österreichischen Dialekt) in einem Mordstempo stellte alleine meine Aufnahmefähigkeit auf eine schwere Probe. Sein Humor gepaart mit Begeisterung, Fachwissen und tollen Belegen war eines von vielen Highlights. Seine besonderen Bezüge zur „Erotik in der Postgeschichte“ sollen mir für meine zukünftigen Vorträge ein Ansporn sein.

Diese lebendige Veranstaltungsreihe der Organisatoren G.Baurecht und Dr.H.Nemec hat sich einen Spitzenplatz in der europäischen Postgeschichtsszene erobert und alle Teilnehmer freuen sich schon auf das nächste Jahr.

Text von R. Buschhaus – Fotos von Dorothea Haslauer


Die siebzehn Mitglieder des DASV in Transpölten


Auch der kulinarische und gesellige Teil kommt nicht zu kurz

27.10.2011 Messe Sindelfingen

27.10. bis 29.10.2011 – wieder mit postgeschichtlichem Symposium und einem Informationsstand des DASV und vieler weiterer Arbeitsgemeinschaften. In diesem Rahmen findet auch das Herbstreffen des DASV statt.

Achtung: Donnerstag bis Samstag

Das diesjährige PGL-Symposium wird am Freitag, den 28.10.2011, zwischen 13.15 und 17.00 Uhr im „Forum Mauritius“ (wie gehabt) im 1. OG der Messehalle mit folgendem Programmverlauf stattfinden:

13.15 bis 13.30 Uhr Eröffnung und Einführung

13.30 bis 14.15 Uhr Vortrag von Friedrich MEYER (D-Heilbronn):  „England über Bremen – der erste  Postvertrag des Königreichs Hannover mit dem Ausland“

14.30 bis 15.15 Uhr Vortrag von Hubert JUNGWIRTH (A-Gries am Brenner):  „Reisen mit der k. k. Fahrpost“

15.30 bis 16.15 Uhr Vortrag von Dr. Thomas MATHÁ (I-Bozen):  „Transitpost Altdeutsche Staaten und Schweiz nach Süditalien 1815-1852″

16.30 bis 16.45 Uhr Kurzvortrag von R. Buschhaus (D-Duisburg): „Das Projekt Postverträge des Deutschen Altbriefsammlervereins e.V. (DASV)“

16.45 bis 17.00 Uhr Schlussdiskussion

Leitung des Symposiums: DASV-Präsident Klaus WEIS. Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos.

Transpölten 2011

So macht Postgeschichte einfach Spass!

Vom 2. – 5. Juni fand in Wilhelmsburg bei St. Pölten das 6. Seminar für europäische Transitpost statt – von Hubert Jungwirth dereinst griffig „Trans – Pölten“ getauft. Das postgeschichtliche Seminarprogramm war am Freitag und Samstag. Die Liste der Vorträge zeigt das breite Spektrum der Themen, die Referenten sprechen für sich.

  • F. Pietz – Fuhrmannsbriefe Teil 1
  • G. Heschl – Triest – Overland mail
  • H. Kühn –  Die Militärgrenze Teil 2
  • M. Amplatz – Courier de Rome (von den Anfängen bis Napoleon)
  • J. Van der Linden – Der Streit zwischen der Familie Paar und Thurn und Taxis
  • F. Puschmann – Die Grazer Stadtpost
  • T. Matha – Briefpost im Transit durch Altitalien 1815 – 1852
  • H. Kaufmann – Der Postverkehr zwischen Konstantinopel und Wien in der 1. Hälfte des 19. Jhdt.
  • K. Schöpfer – Das österreichische Postsystem und die Veränderungen durch die italienische Einigung 1859 – 1862

Die gute Stimmung, die freundschaftlichen Kontakte und die vielen Fachgespräche veranlassten die meisten Teilnehmer sowohl einen Tag früher anzureisen, als auch bis Sonntag zu bleiben. Die gute und aufmerksame Bewirtung und die zwanglosen gemeinsamen Mahlzeiten bildeten einen schönen Rahmen für die vielen Stunden angeregter Diskussionen über alte Briefe, schöne Sammlungen und die Fußballkunst der Österreicher.

Die Veranstalter G. Baurecht, H. Jungwirth und Dr. H. Nemec haben hier einen tollen Cocktail der Postgeschichte kreiert und es hat einfach Spaß gemacht, dabei zu sein.

R. Buschhaus

Gemeinsame Frühjahrstreffen des DASV und der FORGE Sachsen

Bei herrlichem Wetter trafen wir uns mit unseren Freunden diesmal in Celle. Die Nachtwächterführung durch die sehr gut erhaltene Altstadt am Freitag endete in einer urigen Kneipe. Gelernt haben wir, dass das Celler Wappen blau – weiß ist, wie bei den Bayern – nur nicht so kleinkariert.

Die Hauptversammlung am Samstag Vormittag behandelte die Regelarien zügig. Lebhafte Diskussionen über die zukünftige Einbindung unseres Vereins in Verbände prägten diese HV.

Der Nachmittag gehörte den interessanten postgeschichtlichen Vorträgen über die eigentlich gar nicht existierende Feldpost von Braunschweig und die sächsische Bahnpost im Transit. Fachsimpeln, alte Briefe und einige gute Anregungen zur zukünftigen Gestaltung von Ausstellungen begleiteten den Nachmittag.

Beim gemeinschaftlichen Festabend wurde Dieter Jaretzky für 50 Jahre Mitgliedschaft im DASV geehrt.

Geprägt von den freundschaftlichen Kontakten und der guten Stimmung (besonders in der Damenriege) freuen wir uns alle auf das nächste Frühjahrstreffen in München.

Frühjahrstreffen mit Mitgliederversammlung 2011

Frühjahrstreffen 2011 des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.

und unserer Freunde von der

Forge SACHSEN

15. – 17. April 2011 im Tryp Hotel, Fuhrberger Straße 6, 29225  Celle

Freitag, 15. April

  • bis 16 Uhr Anreise der Teilnehmer, Eintreffen im Hotel
  • 17.30 Uhr Begrüßungsveranstaltung im Hotel
  • 19.00 Uhr Gemeinsames Abendessen im Hotel
  • 20.00 Uhr Stadtführung mit dem Celler Nachtwächter
  • Anschließend Gemütliches Beisammensein im Tryp Hotel

Sonnabend, 16. April

  • 9:30 Mitgliederversammlung des DASV (Tagesordnung s. u.)
  • 12.30 Uhr Mittagspause
  • 14.00 Uhr Postgeschichtlicher Nachmittag mit  Vorlagen und Besprechungen von Belegen, (bitte interessante Briefe mitbringen), Zeit zum Klönen und Stöbern in den Rundsendeauswahlen des DASV  – dazwischen

Postgeschichtlicher Vortrag von Rolf-Dieter Jaretzky: „Besonderheiten der Braunschweiger Feldpost“

  • 19.00 Uhr Festabend im Tryp Hotel
  • Rahmen- (Damen-) Programm: 10.00 Uhr ab Hotel mit einer Stadtführung

Sonntag, 17. April

  • Vormittags Individueller Besuch des Bomann-Museums, Schlossplatz 7
    oder des Celler Schlosses, Schlossplatz 1, Öffnungszeiten 10 – 17 Uhr

Zur Einstimmung auf Celle der Link zur Städteseite: www.celle-tourismus.de

Einladung zur Mitgliederversammlung 2011

Im Namen des Vorstandes möchte ich alle Mitglieder des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V. fristgerecht zur Mitgliederversammlung am

Samstag, den 16. April 2011, um 09.30 Uhr,
im Tryp Hotel in 29225 Celle, Fuhrberger Straße 6

sehr herzlich einladen. Nutzen Sie die Gelegenheit und diskutieren Sie persönlich mit den (Vorstands-)Mitgliedern über die Belange unseres Vereines.

Tagesordnung

  1. Begrüßung und Eröffnung
    Genehmigung des Protokolls zur Jahreshauptversammlung 2010 in Hechingen
    (nachzulesen im Rundbrief 486)
  2. Berichte des Vorstandes (nachzulesen im Rundbrief)
  3. Berichte der Kassenprüfer
    3.1  für den Schatzmeister
    3.2  für den Rundsendedienst
  4. Entlastung der Vorstandsmitglieder
  5. Beschlussfassung über den Mitgliedsbeitrag für 2012
  6. Ehrungen
  7. Festlegung von Tagungsorten
    7.1  Herbsttreffen 2011
    7.2  Frühjahrestreffen 2012
  8. Anträge
  9. Verschiedenes (Postvertrags-Projekt, Arbeitsgruppen, Aktuelles aus dem VPhA u.a.)

Anträge zur Tagesordnung richten Sie bitte bis zum 01.04.2011 schriftlich an Klaus Weis, Bruchsaler Str. 10, 76356 Weingarten.

Weingarten, im Februar 2011

Klaus Weis
Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.