DASV-Frühjahrstagung vom 5. bis 7. Mai 2023 in Bozen
Nach einigen Jahren kann Südtirol wieder zu einem Treffen des DASV einladen (man erinnere sich an die schönen Treffen in Brixen und Kaltern). Im kommenden Jahr wird das Frühjahrstreffen in der Landeshauptstadt Bozen stattfinden, und zwar vom 5. bis 7. Mai 2023. Bozen ist sowohl mit dem Auto über die Brennerautobahn als auch mit der Bahn sehr gut erreichbar. Es gibt auch interessante direkte Flugverbindungen mit Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Zürich (www.skyalps. com).
Programm der Frühjahrstagung als PDF-Download
Als Tagungshotel ist das im Herzen der Altstadt liegende renommierte Hotel Stiegl vorgesehen (www.scalahot.com). Als Tagungsort ist das Merkantilmuseum unter den Bozner Lauben vorgesehen, wo der historischen Auktionssaal bzw. der prächtige Ehrensaal zur Verfügung stehen wird.
Dort wird zu dieser Zeit übrigens eine besonders interessante Sonderausstellung stattfinden, die auch postgeschichtliche Anknüpfungspunkte enthält. Zudem befindet sich dort der berühmte Nachlass des Handelshauses Georg Anton Menz, der allen Postgeschichtlern bestens bekannt sein sollte (dort werden noch ca. 250.000 Briefe aufbewahrt). Der DASV wird eine Sonderführung erhalten und die berühmten Musterbücher bewundern können.
Es wird natürlich für ein ansprechendes kulturelles und gastronomisches Rahmenprogramm gesorgt werden, wobei die Vorzüge der Gastronomie und der Südtiroler Weine nicht zu kurz kommen werden.
Ich freue mich, euch in Bozen begrüßen zu können!
Euer Thomas Mathà (thomasmathabz@gmail.com)

Zu den bevorstehenden Veranstaltungen bei der „Postgeschichte live“ in Ulm kann ich durchweg positive Nachrichten vermelden. Mit deutlich mehr als 300 Rahmen und vielen qualitativ hochwertigen Exponaten aus Belgien, Deutschland, Italien, der Schweiz und Österreich ist der Ausstellungswettbewerb um die goldenen, silbernen und bronzenen Posthörner zweifellos gut angenommen. Für den DASV-Literaturpreis scheinen ebenfalls bestens qualifizierte Kandidaten vorhanden zu sein.
meinschaft Sachsen im Bund Deutscher Philatelisten. Sein Interesse für die klassische Philatelie wird durch die väterliche Sachsensammlung geweckt. Bereits in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts begann Vater Horst Knapp (1918 – 1984) gezielt eine Sammlung aufzubauen, die international preisgekrönt wurde. Seine Sammlung bestach durch Proben, Essays, die größten Einheiten, Ersttagsbriefe, Auslandsfrankaturen weltweit, Telegramme und andere einzigartige Besonderheiten. Darüber hinaus gilt Horst Knapp als einer der Wegbereiter der modernen Postgeschichte. Der Name Knapp und das Sammelgebiet Sachsen sind untrennbar miteinander verbunden. Nach dem Tod des Vaters führt Arnim Knapp die Sammlung mit nicht minderem Enthusiasmus weiter. Ein Schwerpunkt ist das Thema der Vereinheitlichung und damit einhergehend Vereinfachung der europäischen Post mit der Schweiz und deren Beförderung über die Alpenpässe, den italienischen Staaten, Frankreich und Großbritannien. Sein Vortrag widmet sich einer besonders seltenen postalischen Verwendungsart des Königreiches Sachsen – Streifbandsendungen und Drucksachen aus Sachsen in die Schweiz, vice-versa und im Transit durch die Schweiz.
Auch Jürgen Herbst ist Briefmarkensammler seit seinem 6. Lebensjahr. Er konzentriert sich seit Ende der 1960er Jahre auf das Sammelgebiet Alt-Sachsen mit den Schwerpunkten Drucktechnik, Postgeschichte und Stempelkunde. Und um besonders spannende Stempel Sachsens geht es in seiner Präsentation – nämlich die vermutlich ältesten deutschen Sonderstempel. Zumindest gelten die beiden philatelistisch im Vordergrund stehenden „Sonderstempel“ als älteste ihrer Art. Gesprochen wird in diesem Zusammenhang auch von „Gelegenheits-“ oder „Zusatzstempeln“. Zweifelsfrei erwiesen ist, dass sie in Postexpeditionen auf den jeweiligen Festplätzen verwendet wurden. Nicht nachgewiesen und deshalb neuerdings umstritten ist die potenzielle Veranlassung ihrer Herstellung durch die sächsische Postverwaltung. Das allerdings haben sie gemeinsam mit der Mehrzahl aller von sächsischen Postanstalten benutzten Stempelgeräten. Der Vortrag von Jürgen Herbst beschäftigt sich aber nicht nur mit der Frage der privaten oder postalischen Veranlassung dieser Stempel, sondern setzt einen Schwerpunkt auch auf die seinerzeitige Bedeutung der beiden Großereignisse, die überhaupt erst zum Gebrauch dieser Stempel geführt hatten.
– die Associazione Italiana di Storia Postale (AISP), die italienische Vereinigung für Postgeschichte. Angelo Teruzzi wohnt seit 1986 in Mailand, wo er umgehend begann, die philatelistischen Zirkel des AISP zu besuchen. Dabei begeisterte er sich sofort für die Sammlung von postalischen und philatelistischen Dokumenten der alten italienischen Staaten. Seine besondere Begeisterung galt dabei dem Königreich Lombardei-Venetien und dem Königreich Sardinien – Staaten, die das Thema seiner Hauptsammlung wurden. Sein in englischer Sprache gehaltener Vortrag “The postal relations between the Kingdom of Sardinia and the Austrian Empire 1844-1861” wird sich vor allem mit den weniger bekannten Aspekten der verschiedenen Abkommen befassen, die den Austausch von Korrespondenz zwischen den beiden Staaten ermöglichten und durch die die Weiterleitung oder die Ankunft von Korrespondenz im Ausland oder aus dem Ausland ermöglicht wurde. Zusätzlich zu den Briefen werden verschiedene Postdokumente präsentiert, wie Drucksachen, Einschreibebriefe und unzureichende Porti, Telegramme, Beschwerden, Briefe aus dem benachbarten Umkreis mit ermäßigtem Tarif und Briefe der vorübergehenden Besetzung des so genannten „Oltre Po mantovano“.












