Info zum DASV-Frühjahrestreffen in Maastricht 2019

DASV FRÜHJAHRSTAGUNG 4-7. APRIL 2019 – EINE EINLADUNG NACH MAASTRICHT

Maastricht, die Stadt römischen Ursprungs, die historisch schon immer eine wichtige Bedeutung im internationalen Wandel hatte, und auch in der jüngsten europäischen Geschichte eine wichtige Rolle gespielt hat beim weiteren Ausbau der internationalen Zusammenarbeit und europäischen Integration Fläche 60,07 km². Einwohnerzahl: ca. 122.000

Als Vertrag von Maastricht wird der Vertrag über die Europäische Union bezeichnet, der am 7. Februar 1992 im niederländischen Maastricht vom Europäischen Rat unterzeichnet wurde. Er stellt den bis dahin größten Schritt der europäischen Integration seit der Gründung der Europäischen Gemeinschaften (EG) dar. Maastricht ist eine sehr international orientierte Stadt, nicht nur wegen der geographischen Lage oder den rund 20.000 Studenten, sondern auch wegen 87 internationale Institute, sowie 115 ausländische Unternehmen.

Aber Maastricht ist auch:

  • Die Gastronomische Hauptstadt der Niederlande: ca. 500 Lokale, zahlreiche Delikatessengeschäfte und über 150 Restaurants: 3 Restaurants mit insgesamt 4 Michelin-Sternen.
  • Die 2. Hotelstadt der Niederlande / 2. Fremdenverkehrsstadt der Niederlande / 2. Denkmalstadt der Niederlande: 1661 Denkmäler, 2 Basiliken und über 50 Kirchen
  • Top-Shoppingstadt: ca. 500 Geschäfte. Bekannt und sehr beliebt aufgrund der zahlreichen Fachgeschäfte und besonderen Boutiquen.
  • Im äußersten Süden der Niederlanden gelegen, direkt an der Grenze zu Belgien, und unweit der deutschen Grenze, ist die geographische Lage ideal.
  • Gute Autobahn- und Zugverbindungen, sowie die nahegelegene Flughäfen von Düsseldorf, Köln, Weeze, Maastricht/Aachen, Amsterdam und Brussel, sollten die Anreise einfach gestalten lassen.

DONNERSTAG, 4.4.2019

Empfang zur Mittagszeit am Weingut ‚Apostelhoeve‘ für die bereits früher anreisende Gäste. Lassen Sie sich überraschen, was der burgundische niederländische Süden mittlerweile an Wein hervorgebracht hat.

Nachmittags geht es dann ‚underground‘. Der naheglegene St. Pietersberg ist berühmt für seine untererdische Gängen. Unter professioneller Führung wird ein Einblick in die bewogene Geschichte geboten. Es besteht die Möglichkeit das Abendessen in märchenhafter Umgebung zu genießen.


FREITAG, 5.4.2019

Für die bereits angereiste Gäste besteht am Freitagmorgen wahlweise die Möglichkeit gemeinsam eines der Museen zu besuchen, oder z.B. sich die Stadt vom Boot aus schon mal anzuschauen, oder den Start ins Wochenende nach eigener Vorstellung zu gestalten und zu genießen.

Nachmittags findet eine Stadtführung statt, wo wir die schöne Stadt Maastricht besser kennenlernen werden, wobei wir gleichzeitig die lokale Gastronomie in mehreren Etappen und Stationen entdecken werden.

Abschluß des abends in einem der vielen gemütlichen lokalen Etablissements. Je nach Temperaturlage, draußen oder drinnen.

SAMSTAG, 6.4.2019

Der Samstag steht morgens und mittags ganz im Zeichen der DASV-Mitgliederversammlung, sowie postgeschichtliche Vorträge. Die Versammlung wird in klassische Ambiente in unmittelbarer Nähe vom Hotel stattfinden.

Für die Begleitung, besteht am morgen die Möglichkeit an einer gemeinsamen Führung durch das Bonnefantenmuseum für alte und zeitgenössische Kunst teilzunehmen.

Mittags wahlweise ein praktischer ‚hands-on‘ Workshop in die geheime Kunst der Herstellung des berühmten Limburger ‚Vlaai‘s, bei der ältesten noch funktionierenden niederländischen Wassermühle, oder freie Gestaltung.

Der gemeinsame festliche Abschluß des Samstagabends findet mit einem Abendessen in ganz spezieller Ambiente in Maastricht statt. Nähere Angaben zum Standort werden zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht verraten..!

SONNTAG, 7.4.2019

Wenn auch die Abreise am Sonntag bevorsteht, besteht immer noch die Möglichkeit den Tag weiter nach eigener Gestaltung zu nützen, z.B. Mit Shopping oder ein Boutique-Bummel in Maastricht, oder einen Ausflug zu anderen Highlights in unmittelbarer Nähe:

Das schöne Valkenburg, oder das 3-Länder-Dreieck sind nur einen limburger Steinwurf entfernt.
Amsterdam, Delft, Den Haag, Utrecht oder viele andere niederländische Sehenswürdigkeiten sind in etwa 2 Stunden zu erreichen.

Oder vielleicht doch ein Besuch an Belgien (Brüssel? Oder etwas weiter entfernt Antwerpen, Gent,

Hans Wilderbeek, März 2018

Internationale Briefmarkenbörse Sindelfingen 2018

Einladung zum Abend des DASV mit Freunden Donnerstag, den 25. Oktober 2018, ab 19.00 Uhr im „Reiterstüble“ in Sindelfingen, Albrecht-Dürer-Str. 15 zeitnahe Anmeldung beim DASV-Präsidenten (s.u.)

und zum

Großen Festabend des DASV zu Gast: „Nederlandse Academie voor Filatelie“ Freitag 26.10.2018, 19.00 Uhr im „Hotel Mercure“,
mit musikalischer Begleitung und Kalt-Warm-Buffet –
zeitnahe Anmeldung beim DASV-Präsidenten (s.u.)

Klaus Weis
Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.
Tel. 07244 558550
praesident@dasv-postgeschichte.de

DASV-Frühjahrestreffen 2018 in Klagenfurt

Liebe Freunde der Postgeschichte,
das DASV-Frühjahrestreffen kann man getrost als gelungene Veranstaltung bezeichnen. Der weite Weg nach Klagenfurt am Wörthersee hatte sich in mehrerlei Hinsicht gelohnt. Zahlreiche Aussteller aus den Reihen des DASV nutzten die günstige Gelegenheit, ihre Exponate auf Rang 1 oder Rang 2 zu zeigen und dafür mit einem wahren „Goldregen“ belohnt zu werden. Bei der ÖVEBRIA 2018, der bedeutendsten Wettbewerbsausstellung Österreichs hat „Team DASV“ eine Marke gesetzt.

 

Mit einer von insgesamt sieben Großgold-Medaillen für DASV-Mitglieder im Rang 1 wurde auch unser „Vorzeigewerk“ – das Festbuch „75 Jahre DASV“ – ausgezeichnet.

Ein Ergebnis von 91 Punkten für ein Exponat in der Literaturklasse ist zweifellos eine bemerkenswerte und eine alles andere als alltägliche Bewertung (im Bild von links Heinrich MIMBERG nebst Jurypräsident Dr. Gerald HESCHL und Organisator Dr. Hadmar FRESACHER). Allen Ausstellern möchte ich an dieser Stelle zu ihren teilweise herausragenden Erfolgen herzlich gratulieren. Enttäuschte Gesichter habe ich jedenfalls bei dieser Veranstaltung nicht feststellen können. In der Rückschau kann man unser Konzept mit der Anbindung an die Ausstellung als durchweg gelungen betrachten.

 

Aber auch die mitgereisten Partner sind zweifellos auf ihre Kosten gekommen. Die attraktive Tourismusregion Kärnten zeigte sich bei bestem Wetter mit sommerlichen Temperaturen. Unser Dank gilt in diesem Zusammenhang unserem Mitglied Dr. Hadmar FRESACHER nebst Gattin Christl, die dem „DASV-Tross“ besondere Beachtung schenkten, ein tolles Programm mit einem Einführungsvortrag zu Klagenfurt anboten und zudem für eine Einladung zu einem großen Empfang bei der Bürgermeisterin der Kärntner Landeshauptstadt sorgten.

Ein ganztägiger Ausflug mit dem Bus ermöglichte u.a. den Besuch keltisch-römischer Ausgrabungen und ein faszinierendes Panorama auf dem Magdalensberg, welches nur noch durch das „Erklimmen“ des 67 m hohen Pyramidenkogels (im Bild oben) getoppt werden konnte. Die abschließende Fahrt auf dem Wörthersee rundete das Programm bestmöglich ab.

Die Mitgliederversammlung 2018 in Klagenfurt bzw. die Vorstandswahlen sorgten ohne eine einzige Gegenstimme für Kontinuität: der neue Vorstand entspricht exakt der vormaligen Besetzung. In diesem Zusammenhang möchte ich mich an dieser Stelle für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Mein Dank gilt ebenso meinen verdienten Vorstandskollegen für deren Bereitschaft, sich weiterhin gemeinsam mit mir für die Belange des DASV engagieren zu wollen.

Die Wahl für das nächstes Frühjahrestreffen fiel auf Maastricht vom 04. bis 07. April 2019 nahe der deutsch-niederländischen Grenze. Eine diesbezügliche PowerPoint-Präsentation findet sich auf der DASV-Website.

Der „gesellschaftliche Höhepunkt“ des Frühjahrestreffens war die Teilnahme am Festabend der ÖVEBRIA 2018 mit einem ausführlichen Palmares. Dies war gleichzeitig die ideale Plattform, unser österreichisches Mitglied Magister Klaus SCHÖPFER in seiner Heimat und der „Heimat des SAVO“ (der „Mutter“ des DASV) mit der SAVO-Plakette 2018 auszeichnen zu können. „On top“ gab es noch eine eloquent und sehr persönlich vorgetragene Laudatio vom Präsidenten der A.I.E.P. – Dr. Thomas MATHÁ (Bildmitte).

Wenn schon Österreich, dann richtig. Insofern folgten Arnim KNAPP und meine Wenigkeit im Anschluss an die Veranstaltungen in Kärnten einer Einladung von Günther STELLWAG (im Bild rechts) nach Wien. Unser Mitglied hatte uns in seiner Eigenschaft als Obmann zu einer sogenannten „Großen Vorlage“ beim Österreichischen Philatelistenkub Vindobona – dem Eliteverein des Alpenstaates – eingeladen. Mit unseren Vorträgen zur Entwicklung der badischen Ortsabstempelungen 1723 – 1871, zur Ballonpost aus dem eingeschlossenen Paris nach Sachsen von 1870/71 und zur Transpazifik-Mail zwischen 1837 – 1880 scheint es auch unter Berücksichtigung nichtphilatelistischer Aspekte gelungen zu sein, das Niveau darstellen zu können, auf welchem ambitionierte Postgeschichtler aus den Reihen des DASV ihre Sammlungen bearbeiten. Das Feedback zu diesen imagefördernden Vorträgen war jedenfalls sehr positiv und Interesse an einer DASV-Mitgliedschaft logische Folge. Nicht unerwähnt lassen möchte ich das überaus attraktive  historische Ambiente des renommierten Café Landtmann, welches einen stilvollen Rahmen für diese Veranstaltung bot. Das war Wien pur – genau so  wie man es sich vorstellen mag.

DASV-Frühjahrestreffen 2018 in Klagenfurt

Liebe Freunde der Postgeschichte,
das DASV-Frühjahrestreffen kann man getrost als gelungene Veranstaltung bezeichnen. Der weite Weg nach Klagenfurt am Wörthersee hatte sich in mehrerlei Hinsicht gelohnt. Zahlreiche Aussteller aus den Reihen des DASV nutzten die günstige Gelegenheit, ihre Exponate auf Rang 1 oder Rang 2 zu zeigen und dafür mit einem wahren „Goldregen“ belohnt zu werden. Bei der ÖVEBRIA 2018, der bedeutendsten Wettbewerbsausstellung Österreichs hat „Team DASV“ eine Marke gesetzt.

Mit einer von insgesamt sieben Großgold-Medaillen für DASV-Mitglieder im Rang 1 wurde auch unser „Vorzeigewerk“ – das Festbuch „75 Jahre DASV“ – ausgezeichnet.

Ein Ergebnis von 91 Punkten für ein Exponat in der Literaturklasse ist zweifellos eine bemerkenswerte und eine alles andere als alltägliche Bewertung (im Bild von links Heinrich MIMBERG nebst Jurypräsident Dr. Gerald HESCHL und Organisator Dr. Hadmar FRESACHER). Allen Ausstellern möchte ich an dieser Stelle zu ihren teilweise herausragenden Erfolgen herzlich gratulieren. Enttäuschte Gesichter habe ich jedenfalls bei dieser Veranstaltung nicht feststellen können. In der Rückschau kann man unser Konzept mit der Anbindung an die Ausstellung als durchweg gelungen betrachten.

Aber auch die mitgereisten Partner sind zweifellos auf ihre Kosten gekommen. Die attraktive Tourismusregion Kärnten zeigte sich bei bestem Wetter mit sommerlichen Temperaturen. Unser Dank gilt in diesem Zusammenhang unserem Mitglied Dr. Hadmar FRESACHER nebst Gattin Christl, die dem „DASV-Tross“ besondere Beachtung schenkten, ein tolles Programm mit einem Einführungsvortrag zu Klagenfurt anboten und zudem für eine Einladung zu einem großen Empfang bei der Bürgermeisterin der Kärntner Landeshauptstadt sorgten.

Ein ganztägiger Ausflug mit dem Bus ermöglichte u.a. den Besuch keltisch-römischer Ausgrabungen und ein faszinierendes Panorama auf dem Magdalensberg, welches nur noch durch das „Erklimmen“ des 67 m hohen Pyramidenkogels (im Bild oben) getoppt werden konnte. Die abschließende Fahrt auf dem Wörthersee rundete das Programm bestmöglich ab.

Die Mitgliederversammlung 2018 in Klagenfurt bzw. die Vorstandswahlen sorgten ohne eine einzige Gegenstimme für Kontinuität: der neue Vorstand entspricht exakt der vormaligen Besetzung. In diesem Zusammenhang möchte ich mich an dieser Stelle für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Mein Dank gilt ebenso meinen verdienten Vorstandskollegen für deren Bereitschaft, sich weiterhin gemeinsam mit mir für die Belange des DASV engagieren zu wollen.

Die Wahl für das nächstes Frühjahrestreffen fiel auf Maastricht vom 04. bis 07. April 2019 nahe der deutsch-niederländischen Grenze. Eine diesbezügliche PowerPoint-Präsentation findet sich auf der DASV-Website.

Der „gesellschaftliche Höhepunkt“ des Frühjahrestreffens war die Teilnahme am Festabend der ÖVEBRIA 2018 mit einem ausführlichen Palmares. Dies war gleichzeitig die ideale Plattform, unser österreichisches Mitglied Magister Klaus SCHÖPFER in seiner Heimat und der „Heimat des SAVO“ (der „Mutter“ des DASV) mit der SAVO-Plakette 2018 auszeichnen zu können. „On top“ gab es noch eine eloquent und sehr persönlich vorgetragene Laudatio vom Präsidenten der A.I.E.P. – Dr. Thomas MATHÁ (Bildmitte).

Wenn schon Österreich, dann richtig. Insofern folgten Arnim KNAPP und meine Wenigkeit im Anschluss an die Veranstaltungen in Kärnten einer Einladung von Günther STELLWAG (im Bild rechts) nach Wien. Unser Mitglied hatte uns in seiner Eigenschaft als Obmann zu einer sogenannten „Großen Vorlage“ beim Österreichischen Philatelistenkub Vindobona – dem Eliteverein des Alpenstaates – eingeladen. Mit unseren Vorträgen zur Entwicklung der badischen Ortsabstempelungen 1723 – 1871, zur Ballonpost aus dem eingeschlossenen Paris nach Sachsen von 1870/71 und zur Transpazifik-Mail zwischen 1837 – 1880 scheint es auch unter Berücksichtigung nichtphilatelistischer Aspekte gelungen zu sein, das Niveau darstellen zu können, auf welchem ambitionierte Postgeschichtler aus den Reihen des DASV ihre Sammlungen bearbeiten. Das Feedback zu diesen imagefördernden Vorträgen war jedenfalls sehr positiv und Interesse an einer DASV-Mitgliedschaft logische Folge. Nicht unerwähnt lassen möchte ich das überaus attraktive  historische Ambiente des renommierten Café Landtmann, welches einen stilvollen Rahmen für diese Veranstaltung bot. Das war Wien pur – genau so  wie man es sich vorstellen mag.

Internationale Briefmarkenbörse Sindelfingen 2017 – Postgeschichte Live

Kaum zurück aus London ging es weiter zu den postgeschichtlichen Tagen anlässlich der Briefmarkenbörse in Sindelfingen. Hier spielt der DASV seit vielen Jahren eine tragende Rolle und fungiert als Zugpferd der „Postgeschichte live“. Durch die Einladung gleichgesinnter internationaler philatelistischer Vereinigungen ergibt sich zwangsläufig eine Bereicherung der ohnehin schon hochklassigen Veranstaltung mit dem internationalen Symposium für Postgeschichte und dem Ausstellungswettbewerb um die „bronzenen, silbernen und goldenen Posthörner“ – der internationalen deutschen Meisterschaft der Postgeschichte. Dazu kümmert sich der DASV um ein niveauvolles Angebot für die Abendveranstaltungen.

So fuhr eine gutgelaunte Truppe am Donnerstagabend per gecharterten Bus ins „Culinarium“ nach Altdorf, um ein letztes Mal die kulinarische Kunst des Hauses genießen zu dürfen. Die Lokalität wird leider Gottes zum Jahresende aufgegeben. Nachfolger wird eine Bierkneipe, so dass uns diese Option für 2018 nicht mehr in dem für unsere Zwecke gewünschten Maße zur Verfügung stehen wird.

Besonderer Gast des DASV bei der „Postgeschichte live“ in Sindelfingen war in diesem Jahr die I.P.H.F. („International Postal History Fellowship“), eine internationale Vereinigung von Spitzen-Postgeschichtlern mit hochelitären Ambitionen.

Weitere Erläuterungen zu dieser auf zehn Personen begrenzten „Fellowship“ ließen sich beim DASV-Festabend bei einer kurzen Rede von James van der LINDEN (im Bild links mit Thomas HÖPFNER) in Erfahrung bringen.

Das freitägliche Symposium der „Postgeschichte live“ war exklusiv mit Referenten der I.P.H.F. besetzt. Mag es manchem vielleicht schwer gefallen sein, der Fülle an tiefgreifenden Informationen von Magister Klaus SCHÖPFER (Österreich) und Dr. Robert ABENSUR (Frankreich) zu folgen, so lockerte Dr. Thomas MATHÀ (Italien) in seiner bekannt eloquenten Art mit einem sozialphilatelistisch geprägten Vortrag das Symposium in idealer Weise auf. In der Rückschau lässt sich feststellen: ein gelungener, hochklassiger Vortrags-Mix bei einer erneut gut besuchten Veranstaltung. Auf ein Neues in 2018 …

Zurück zum DASV-Festabend, der in diesem Jahr unter dem Eindruck mehrerer besonderer Ehrungen stand: Zunächst wurde der als „Vielschreiber mit besonderem Stil“ bekannte, seit mehr als 25 Jahren auf höchstem Niveau aktive Schriftleiter der Arbeitsgemeinschaft Baden, Rainer BRACK aus Offenburg (im Bild unten), mit der SAVO-Plakette 2017 geehrt. Die von mir verfasste Laudatio ist im Rundbrief nachzulesen.

Auf Wunsch des gleichnamigen DASV-Ehrenmitgliedes wurde die neu geschaffene „Dr. Heinz Jaeger Medaille“ ebenfalls im stilvollen Rahmen des DASV-Abends verliehen. Bei den Glücklichen handelte es sich um die DASV-Mitglieder Eckart HORNBERGER und wiederum Rainer BRACK (und das unmittelbar vor seinem 75. Geburtstag). Zu all den Auszeichnungen wie auch zum Jubiläum meine herzlichen Glückwünsche.

„Versüßt“ wurde die immer wieder gut angenommene Abendveranstaltung im Hotel Mercure durch die preisgekrönte Violinistin Anja GERTER aus dem badischen Weingarten – einer früheren „Miss Baden-Württemberg“ mit Laufsteg-Erfahrung. Nach dem letztjährigen phantastischen Auftritt des Harfen-Duos „Harpalando“ eine erfolgreiche Fortsetzung zur Bereicherung des Festabends mit niveauvoller Live-Musik.

Die bezaubernde, virtuose Künstlerin glänzte dabei mit ihrem reichhaltigen Repertoire von klassischen bis hin zu modernen Stücken. So waren selbst Interpretationen zu aktuellen Songs aus den Hitparaden zu hören, welche teilweise als Hintergrund-Musik präsentiert wurden. Mein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang unserem generösen Mitglied Franz-Josef BRAND, der die komplette Gage der Künstlerin übernahm.

Der Höhepunkt des Abends war sicherlich die Verleihung der höchsten DASV-Auszeichnung – der Prof. Dr. Hans A. Weidlich-Plakette – an den weit über die deutschen Grenzen hinaus bekannten Rumänien-Experten Fritz HEIMBÜCHLER RDP aus München.

Der „hochdekorierte“ Sympathieträger (in der Bildmitte) gehört zweifellos zu den europäischen Top-Philatelisten seiner Zeit. Beim DASV-Festabend wurde er über seine herausragenden philatelistischen bzw. postgeschichtlichen Forschungsergebnisse hinaus insbesondere als internationale Führungskraft für die Verbreitung und Förderung der Rumänien-Philatelie geehrt. Für Interessierte ist die von Thomas HÖPFNER verfasste Laudatio im weiteren Rundbrief nachzulesen.

Es geht fast schon „zum guten Ton“, dass zahlreiche DASV-Mitglieder beim Ausstellungswettbewerb um die internationalen deutschen Meisterschaften der Postgeschichte erfolgreich waren und eines der Posthörner mit nach Hause nehmen durften. All diesen „Wettkämpfern“ – ob in Sindelfingen oder anderswo – gehört unser Respekt, denn der Aufwand ist oftmals beachtlich und der Erfolg oder die Zufriedenheit mit dem Ergebnis nicht garantiert.

Der im Rahmen der Posthorn-Verleihung vergebene DASV-Literaturpreis ging in diesem Jahr an Hans-Joachim SCHWOON für sein Buch „Briefsammlungen im Königreich Hannover“. In seiner Laudatio erläuterte DASV-Vizepräsident Thomas HÖPFNER ausführlich und gut nachvollziehbar die Entscheidung für die Preisvergabe an das Erstlingswerk des Autors.

(Fotos Heinrich MIMBERG)

Klaus Weis  FRPSL
Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.

Internationale Briefmarkenbörse Sindelfingen 2017

Einladung zum

„Abend des DASV mit Freunden“

(Donnerstag, 26.10.2017, 19.00 Uhr im „Culinarium“ in Altdorf,
gemeinsame Abfahrt mit gechartertem Bus um 18.30 Uhr vor Hotel Mercure – begrenzte Teilnehmerzahl – zeitnahe Anmeldung bei mir direkt s.u.)

und zum

„Großen Festabend des DASV

zu Gast: International Postal History Fellowship“
(Freitag 27.10.2017, 19.00 Uhr im Hotel Mercure,
mit musikalischer Begleitung und Kalt-Warm-Buffet –
zeitnahe Anmeldung bei mir direkt unter Tel. 07244 558550
oder per Mail an praesident@dasv-postgeschichte.de)

Klaus Weis
Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.

Ein unvergesslicher Auftritt des DASV bei der Royal Philatelic Society in London am 12. Oktober 2017

Text und Bilder: Wolfgang Maassen

Als Journalist tendiert man entweder leicht zu weitreichender Zurückhaltung oder zuweilen auch – wenn man sehr beeindruckt ist – zum Gegenteil. Letzteres ist hier der Fall, weil einfach das, was nicht nur der Berichterstatter, sondern auch bis zu 200 Besucher am 12. Oktober 2017 im altehrwürdigen viktorianischen Heim des Londoner Nobelvereins – er ist mit bald 150 Jahren der älteste der Welt! – erleben durften, selbst für britische Verhältnisse jedem Vergleich standhielt, gar übertraf.

Angesagt war ein sog. „13 Uhr-Display“. Also eine Ausstellung, die in den Räumen des Vereins, die zwar zahlreich, aber für Ausstellungszwecke sehr begrenzt sind, zu besichtigen war. Solche Displays finden monatlich mit wechselnden Themen statt. In der Regel sind es einzelne Aussteller, zuweilen auch Studiengruppen, die Auszüge aus ihren Sammlungen zeigen. Meist gibt es ein oder mehrere Blätter, seltener ein kleines Pamphlet, das der Besucher mitnehmen kann, um das Gezeigte noch besser einordnen zu können. Übliche Besucherzahlen liegen wohl bei 50 bis 100 Besuchern, wobei 100 schon eher die Ausnahme sind. Aber 150 oder gar noch mehr? Das gab es wohl noch nie.

Dieses Mal war alles anders, was sich auch in den Worten des früheren Präsidenten der RPSL, Frank Walton, widerspiegelte, der seinen Gesamteindruck in die Worte fasste: „The whole DASV display was truly wonderful! Another great day at the Royal” („Die gesamte DASV-Schau war wirklich wundervoll. Ein weiterer großer Tag für die Royal“).

Einer der Besucherräume der RPSL. Hier haben sich Philatelisten aus aller Welt schon immer wohl gefühlt.

Wenn man sich fragt, wie es dazu kommen konnte, muss man sicherlich etwas ausholen. Der DASV resp. sein Vorgängerverein, die 1933 gegründete SAVO, hatte bereits im Gründungsjahr sechs Mitglieder aus Großbritannien. Möglicherweise war dies eine Folge der Kontakte, die Heinrich Köhler nach England hatte: Er wurde zwar erst 1935 Mitglied der SAVO, war aber bereits 1932 mit der Zeichnung der „Roll of Distinguished Philatelists“ geehrt worden. Man kannte und schätzte ihn – in England (dort lebte auch seine älteste Tochter), aber auch bei der SAVO. Später kamen weitere britische Mitglieder dazu. Dann begann der Krieg und vieles ging auseinander, was vorher eng verbunden war.

Gruppenbild mit Damen: Die DASV-Reise- und Ausstellergruppe.

In den ersten Nachkriegsjahrzehnten waren es in der Regel einzelne deutsche Philatelisten, die ihre privaten Kontakte zu englischen Freunden und zur Philatelie Großbritanniens pflegten. Heute (Stand: 2016/17) bilden sie mit 131 Mitgliedern aus Deutschland die drittstärkste Mitgliedergruppe in der RPSL (noch vor Australien mit 93); die zweitgrößte Gruppe kommt aus den USA (308) und an erster Stelle stehen verständlicherweise die Briten selbst (901), die allerdings derzeit in der „Royal“, wie sie von ihren Mitgliedern liebevoll genannt wird, insgesamt nur noch 40 Prozent aller Mitglieder stellen. Heute hat die Royal Philatelic Society London etwas über 2200 Mitglieder.

Ein Foto für das Erinnerungsalbum: DASV-Präsident Klaus Weis mit Dieter Michelson, der – zeitnah zum Oktoberfest – deutsches Flair mit seiner bayerischen Kleidung einbrachte. Passend gekleidet auch seine Frau Birgit.

Das war nicht immer so, zumindest nicht in diesen Proportionen. Sie haben sich erst in den letzten Jahren deutlich in diese Richtung entwickelt. Der IBRA 1999 und 2009 sind gewisse „Anschubkräfte“ zu verdanken, sicherlich auch der regen und aktiven ArGe Großbritannien, besonders aber der Internationalen Briefmarken-Börse in Sindelfingen und den dortigen DASV-Aktivitäten. Dieter Michelson, Repräsentant der RPSL für Deutschland, verstand es geschickt, zwei „Königskinder“ zusammenzubringen. Und so war es auch 2017 fast schon Tradition, dass die RPSL mit einem eigenen Stand zur Messe in Sindelfingen dabei war, Mitglieder begrüßte und neue gewonnen werden konnten, die sich dann bei einem Empfang der RPSL, inszeniert und unterstützt vom Auktionshaus Heinrich Köhler, trafen. Es kam zusammen, was zusammen gehört.

Weltraritäten erwarteten sie – wie z. B. in den ersten beiden Rahmen zu sehen

Der beeindruckende Part der Messe in Sindelfingen, der Schwerpunkt Postgeschichte mit Forum, Ausstellungen und Goldenen Posthörnern, fasziniert seit Jahren zahllose Philatelisten im In- und Ausland. Das sprach die englische Philatelie an, die bereits bei vorhergehenden STAMPEX-Ausstellungen vielfach deutsche Aussteller einlud, sich zu beteiligen. Deutsche Philatelie – in England schon immer bestens gepflegt von der „Germany and Colonies Philatelic Society“ – war plötzlich wieder „in“. Allem „Brexit“ zum Trotz fokussierten vormalige RPSL-Präsidenten wie Brian Trotter, Chris King und Frank Walton, unterstützt von Bill Hedley und vielen anderen ihre Blickrichtung auf den Kontinent, zumal auf Deutschland. Klaus Weis erinnerte in seiner späteren Rede an das Jahr 2014, als die RPSL Gast und Partner bei „Postgeschichte live“ gewesen sei. Mit dem damaligen Präsidenten Chris King seien Joseph Hackmey, Alan Holyoake und viele andere angereist. Letzterer – und dies sei bis heute unvergessen – hielt einen beeindruckenden Vortrag über die ersten Briefmarken der Welt. „Dies war geradezu ein magischer Moment in der Geschichte unseres Vereins. Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals nach einem Vortrag ‚standing ovations‘ gegeben hätte“, hob Weis hervor. 2014 wurden Chris King und zwei Jahre später Patrick Maselis während der Internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen mit der bedeutendsten nicht jährlich verliehenen Ehrung des DASV, der „Prof. Dr. Hans A. Weidlich-Plakette“ für ihre internationale Führungsarbeit und philatelistische Forschung ausgezeichnet.

Schulter an Schulter drängelten sich Philatelisten an den Rahmen

Mit dem zuvor erwähnten nunmehrigen ersten „ausländischen“ neuen Präsidenten der RPSL, Patrick Maselis, kam erst recht Bewegung ins Spiel. Er lud den DASV persönlich ein, sich mit einer Briefmarkenschau bei der RSPL am Devonshire Place 41 zu präsentieren. Eine einmalige Gelegenheit, nicht nur neue Welten kennen zu lernen, sondern auch neue Freunde zu gewinnen.

Arnim Knapp (oben) war Schriftleiter des Ausstellungskataloges,
André Schneider (links) von der Firma Heinrich Köhler gab ihm das Design.Ergebnis: Ein wundervolles hochwertiges Produkt.

Der DASV bereitete diesen Auftritt fast schon generalstabsmäßig vor. Er lud seine Mitglieder zu einem längeren Wochenende nach London ein und er gewann 33 aus dem Kreise der Mitglieder, in bis zu zwei Rahmen jeweils ihre Kostbarkeiten zu zeigen. Die Namen der Aussteller liest sich wie das who is who der Philatelie. Folgend dem Ausstellungskatalog sind dies Christa Grobe, Joseph Hackmey, Erivan Haub, Eberhard Kleinert und Arnim Knapp, die einzelne Weltraritäten, wie man sie kein zweites Mal so zusammen sieht, in den Eröffnungs-rahmen zeigten. Mit dabei waren außerdem: Christian Auschra, Wolfgang Bauer, Dr. Thomas Berger, Prof. Dr. Mark Bottu, Dr. Martin Camerer, Dr. Heinrich Conzelmann, Franz Josef Günne-wig, Peter Heck, Fritz Heimbüchler, Jürgen Herbst, Thomas Höpfner,  Karlfried Krauss, Karl Louis, Patrick Maselis, Dr. Thomas Mathà, Friedrich Meyer, Dieter Michelson, Rolf Rohlfs, Michael Schewe, Werner Schindler, Alfred Schmidt, René Simmermacher, Christian und Renate Springer, Georg Størmer, Klaus Weis, Paul Wijnants und Dr. Hans Wilderbeek.

Robin Pizer (links) sprach für die RPSL das traditionelle Dankeswort,

 

Peter Cockburn (rechts) ergänzte dies mit seinen humorvollen Ausführungen

Es würde zu weit führen, jedes einzelne Exponat hier zu würdigen. Dies macht der speziell zu dieser Veranstaltung vom Auktionshaus Heinrich Köhler in edler werthaltiger Form produzierte Ausstellungskatalog weit besser. Die Welt der Philatelie, aber auch die verschiedenen Sammelansätze, wurden abgedeckt und dies derart interessant, dass von 13 bis 17 Uhr sich ständige faszinierte Besucher zwischen den Rahmenreihen fast schon drängelten, sich von den Ausstellern ihre Sammlungen erklären ließen und einfach nur begeistert waren, von dem, was sie dort erstmals zu Angesicht bekamen. Das war ein völlig anderes „feeling“, als man es bei herkömmlichen Ausstellungen gewohnt ist. Statt Rahmenwälder, die kaum ein Mensch besichtigt, waren es in London vielleicht nur 60 Rahmen, aber die fanden Anklang und Bewunderung. Ebenso der von André Schneider vom Auktionshaus Köhler gestaltete Hardcover-Katalog, der für jeden Besucher kostenlos war – solange der Vorrat reichte. Am Ende waren sie alle weg, denn jeder wollte natürlich ein Exem-plar dieses wertvollen Buches haben.
Traditionell beendete ein „vote of thanks“, ein Dankeswort eines RPSL-Mitgliedes eine solche Schau, dieses Mal gesprochen von Robin Pizer, der mit seiner Ansprache den Nerv der Zuhörer voll und ganz traf, als er u.a. ausführte:

„Die Broschüre, die dieses Display begleitet, ist hervorragend, indem sie auch die Geschichte der SAVO und deren Übergang in den DASV nach dem Zweiten Weltkrieg schildert. Eines möchte ich gerne ergänzen: Seit 1935 wird die SAVO-Plakette für besondere Verdienste um die postgeschichtliche Forschung verliehen  . . .  Diese SAVO-Plakette wurde bis heute erst zwei Briten, Robson Lowe 1948 und Fred Goatcher 2009, zuerkannt.

Die Publikation beschreibt nicht nur die Exponate, sondern ebenso die Biografien ihrer Aussteller. Wir sehen den Umfang der Forschung, der Sammlungen und der Publikationen von Artikeln und Bücher, die uns deutlich machen, welch starke Sammlergruppe hier zusammengekommen ist, um uns dieses außerordentliche, gar unglaubliche Display zu präsentieren.
Wir haben einige herausragende Höhepunkte aus zahlreichen weltbekannten Sammlungen zu Europa, aber auch zu Gebieten in anderen Teilen der Welt gesehen, die eine Periode von nahezu 350 Jahren abdecken, beginnend 1570 bis 1918. Ich versuche nicht, einzelne ‚Highlights‘ individueller Objekte der 34 Aussteller hervorzuheben, sondern sage nur, dass wir uns geehrt fühlen, solch außergewöhnliches Material bewundern zu dürfen und ich ende mit den Worten ‚Dankeschön für eine wunderbare Ausstellung‘.“

Patrick Maselis überreichte Dieter Michelson beste belgische Pralinen (links), den Dank des DASV drückte Klaus Weis mit dem DASV-Teller symbolisch aus

Angesichts solch überschwänglicher Worte hatte es RPSL-Präsident Patrick Maselis nicht schwer, in den Chor des Lobes einzustimmen und Klaus Weis, dem Präsidenten des DASV, die Erinnerungsplakette der RPSL für dieses Display unter dem großen Beifall der Zuschauer zu überreichen. Dieser bedankte sich gerührt und überreichte als Gastgeschenk einen Erinnerungsteller des DASV.

Was folgte, lässt sich kurz fassen, auch wenn es den Teilnehmern der Gruppe sicherlich gut im Gedächtnis blieb. Nachdem man zuvor schon die einzigartigen Bibliotheks- und Museumsräume bewundert und Kaffee und Tee im Begrüßungsraum sowie zahllose Gespräche genossen hatte, traf man sich dort erneut zu Wein und „fingerfood“, bevor man sich abends beim sog. „President’s Dinner“, einer Einladung von Patrick Maselis an seine über 80 Gäste, in einem noblen Restaurant wiedersah. Klaus Weis bedankte sich im Namen aller Gäste für diese wahrlich großzügige Geste, einmal mehr für den phantastischen Tag, an dem er zu seinem Erstaunen erlebt hatte, dass der viel beschäftigte Unternehmer Maselis es sich nicht nehmen ließ, selbst die Details des gewählten Menüs zusammenzustellen, den Wein persönlich auszusuchen und gar noch zahllose Kilos belgische Pralinen besorgt hatte. Weis rief die Gäste zu einem Applaus auf, der in dem mündete, was die Engländer gerne als „Standing Ovations“ bezeichnen. Patrick Maselis antwortete zutiefst gerührt, welch besonderes Erlebnis dieses Display für die RPSL gewesen sei und man sah ihm an, dass er es so meinte, wie er es sagte. Es war „ein großer Schritt in Richtung Internationalisierung des DASV“ brachte Dieter Michelson wenig später seine Einschätzung auf den Punkt. Es war aber auch, so könnte man ergänzen, eine große Öffnung der RPSL für die deutsche Philatelie.

„Standing Ovations“ für einen außergewöhnlichen Philatelisten: Patrick Maselis war zutiefst gerührt.

Auf einen Nenner gebracht: Es war eine vorbildliche Veranstaltung, die Modell für weitere sein kann, die allerdings auch viele „Väter“ hatte. Die angesprochenen Aussteller und Präsidenten beider Vereine, das Haus Heinrich Köhler, das die Ausstellungsdokumentation und die Gemeinschaftsplakate produzieren ließ sowie zum ersten Begegnungsabend in einen Pub einlud, last but not least ist Arnim Knapp hervorzuheben, der als Schriftleiter des Buches zum Display, unterstützt von Thomas Höpfner, sich verdient gemacht hat und wohl einer derjenigen war, der dem DASV-Vorstand die Notwendigkeit einer solchen Präsentation vor Augen geführt hatte. Knapps Rolle war aber weit bedeutender: Er hatte sich als Ausstellungsleiter um alle Aussteller gekümmert, Daten, Fakten, Exponate an Land gezogen, ein Job, den Eingeweihte häufig als „Schweinearbeit“ bezeichnen, die er sich gerne – und er strahlte angesichts des Erfolges mit anderen um die Wette – angetan hatte.

Nach dem Ausklang spätestens brauchte man Klaus Weis – er war vorher noch nie in England gewesen und für ihn eröffneten sich völlig neue und liebenswerte Welten – aber auch so manch anderen Mitreisenden nicht mehr zu überzeugen. England und die „Royal“ waren diesen Besuch mehr als wert.

Die DASV-Verantwortlichen Präsident Klaus Weis und der Organisator Arnim Knapp.

Unser Dank gilt Wolfgang Maassen, der bei der Veranstaltung in London anwesend war und diesen Text geschrieb und die Abbildungen hierzu beigesteuert hat – und allen Teilnehmern, die sich auf den Weg nach London zur RPSL begeben hatten.

Ergebnisse der DASV-Mitglieder bei der Postgeschichte Live 2017 in Sindelfingen
Gruppe 1: (Postgeschichtliche Sammlungen vor Gründung des Weltpostvereins mit Vormarkenzeit)
Goldenes Posthorn
Streuber, Hans-Otto
Aus Pfälzer Sicht: Die Pfalz und Frankreich im grenzüber-schreitenden Postverkehr (1822 – 1875)
Silbernes Posthorn
Delbeke, Claude
La Belgique et la poste maritime transatlantique 1830–- 1879 (fin U.P.G.)
Bronzenes Posthorn
Böttger, Lars
Die Geschichte des Angloamerikanischen Postvertrages vom 15.12.1848 –
Stepnicka, Dr. Heinrich  Pre-UPU Fahrpost in Lombardy and Venetia
Gruppe 2: (Postgeschichtliche Sammlungen vor Gründung des Weltpostvereins ohne Vormarkenzeit)
Goldenes Posthorn
Berganimi, Adriano
Die selbständige ungarische Postverwaltung (1.5.1867 – 30.6.1875) bis UPU
Silbernes Posthorn
Wightmann, Robert
Postgeschichte der Österr. Post- und Lloyd-Agenturen auf den Ägäischen Inseln
Gruppe 3: (Postgeschichtliche Sammlungen nach Gründung des Weltpostvereins)
Bottu, Dr. Mark Issue Albert I with Kepi (Kandidat)
Forster, Martin Die Gebührenzettel von Freudenstadt
Gruppe 4 + 5: (Stempelstudien, Marcophilatelie und Regionale und Heimatsammlungen)
Goldenes Posthorn
Weis, Klaus
Die Entwicklung der Ortsstempel im späteren Großherzogtum Baden 1723 – 1871
Silbernes Posthorn
Tschernatsch, Heimo
Bezirk Judenburg – Postbelege im Wandel der Zeit
Gruppe 6: (Historische Sammlungen und Spezialsammlungen)
Goldenes Posthorn
Baurecht, Günter
Die 8 Türkenkriege der Habsburger
Silbernes Posthorn
Mimberg, Heinrich
Der Feldzug des VIII. Bundes-Armeecorps von Frankfurt in den Vogelsberg und retour 1866
Böttger, Lars Retour, Parti, Inconnu
Schild, Georges Die Hilfe der Schweiz an vom Krieg getroffenen Zivilisten und an Kriegsgefangenen im 1. WK
Gruppe 7: (Postgeschichtliche 1-Rahmen-Sammlungen)
Silbernes Posthorn
Dorr, Ute
Der Orient-Express von und nach Konstantinopel in der Zeit von 1883 – 1914
Bronzenes Posthorn
Matha, Thomas
Postgeschichte und Archiv des Botanischen Gartens von Bologna
Wruck, Rolf-Dieter P. Transatlantico
Selig, Heinz Die Postexpedition der Familie Gerbracht (1828 – 1848)
Reith, Dr. Wolfgang Der Rhein war die Grenze
Gruppe 8: (Postgeschichtliche Literatur), 10 Teilnehmer
Goldenes Posthorn
Heß, Dr. Wolf
Kuba – Der Dreieckshandel, eine postgeschichtliche Betrachtun
Silbernes Posthorn
Schild, Georges
Die Internierung von ausländischen Militäreinheiten in der Schweiz 1859, 1891, 1916 – 1919, Band 1, zusammen mit Internierung von Militär- und Zivilpersonen in der Schweiz 1935 – 1946, Band 2
Dorr, Dr. Elmar Historische Streifzüge durch die Postgeschichte der Stadt Neustadt an der Haardt – Von den Anfängen bis zur bayerischen Post
Der DASV-Literaturpreis 2017 wurde in Sindelfingen vergeben an
Schwoon, H.-Joachim Die Briefsammlungen im Königreich Hannover

Oldenburg 2017

Liebe Freunde der Postgeschichte,
die bilaterale Ausstellung Dänemark – Deutschland im Rang 1 im reizvollen Oldenburg bot Ende Juli eine gute Gelegenheit, sich wieder einmal auf der national höchsten Ebene im Wettbewerb zu messen und Freunde aus dem In- und Ausland zu treffen. Der DASV war bei der „Oldenburg 2017“ naturgemäß stark vertreten.

Mit 5 Großgold-Medaillen und 6 Gold-Medaillen waren DASV-Mitglieder in der Wettbewerbsklasse besonders erfolgreich. Dr. Jan MAZANEK stellte das beste Exponat in der prestigeträchtigen Postgeschichte-Klasse. Klassensieger bei der Literatur wurden die DASV-Rundbriefe der Jahrgänge 2015 und 2016, eine weitere Goldmedaille gab es für das Festbuch „75 Jahre DASV“ – ein herausragendes Ergebnis und eine schöne Bestätigung der hervorragenden Arbeit unseres Schriftleiters Heinrich MIMBERG. Drei weitere Großgold-Medaillen gingen zudem an DASV-Mitglieder in der „Champions Class“, wobei Michael SCHEWE mit seinem Exponat „Königreich Sachsen – König Johann Ausgabe“ in einer spannenden und offenen Einzelabstimmung von 13 Juroren den „Grand Prix Oldenburg 2017“ gewinnen konnte. Meine herzlichen Glückwünsche gelten allen Wettkämpfern, wenngleich wohl nicht jedermann mit seinem Ergebnis zufrieden war.

Das nachstehende Foto entstand beim Festabend der Ausstellung:


Von links: Arnim und Heidemarie KNAPP (mit der Kalckhoff-Medaille), Heidrun und Michael SCHEWE (mit dem Grand Prix), Harold E. PETER (Präsident der German Philatelic Society aus Tucson / Arizona – ebenfalls Teilnehmer der „Champions Class“) mit Gattin sowie Klaus und Sabine WEIS. Foto von „Hausfotograf“ Heinrich MIMBERG.

Im Übrigen stellte Erich FRÜTEL mit dem Thema „Hitler-Ganzsachen als Notmaßnahmen nach dem II. Weltkrieg“ das beste Exponat bei den Ganzsachen. Besonders bemerkenswert ist darüber hinaus die Ehrung unseres früheren DASV-Vizepräsidenten Arnim KNAPP mit der Kalckhoff-Medaille – eine hohe Auszeichnung des Bundes deutscher Philatelisten e.V. für besondere Verdienste auf dem Gebiet der deutschsprachigen philatelistischen Literatur. Auch hierzu meine „offizielle“ Gratulation.

Klaus Weis

Was ich Ihnen mitteilen möchte …

Liebe Freunde der Postgeschichte,

„… arm, aber sexy …“ sagte einst ein ehemaliger Regierender Bürgermeister. Dieses Zitat ist jedenfalls zu ergänzen um „… und so immens reich an derlei vielfältigen Attraktionen …“. Wer noch nicht dagewesen war, wird wie meine Frau und ich festge-stellt haben, dass allein der touristische Faktor die Reise in die Bundeshauptstadt mehr als wert war.

Berlin bot den vermutet idealen Rahmen für ein gut besuchtes DASV-Frühjahrestreffen vom 06. bis 09. April 2017. Um die 60 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt. Unser Dank geht an Organisator Hans-Joachim BÜLL für sein zielführendes und gut zusammengestelltes Programm …

Die Wahl eines stilgerechten „Spreedampfers“ war – trotz „Nordsee-Wetter“ – ein gelungener Einstieg ins Tourismus-Programm. Ein besonderes Highlight wurde für den Nachmittag an-geboten: eine exklusive, kostenlose und vor allem überaus kompetente Führung durch das Museum für Kommunikation durch den „Hausherrn“ Dr. Veit DIDCZUNEIT. Die Erwartungen der Teilnehmer konnten dabei voll und ganz erfüllt werden. Eine museumspädagogisch her-vorragend inszenierte Darstellung der Geschichte der Kommunikation, erstklassige Exponate zur Nachrichtenbeförderung wie auch philatelistische Preziosen bis hin zur legendären Schatzkammer haben diesen Besuch zu einem unvergessenen Ereignis werden lassen.

Das nachstehende Gruppenfoto zeigt einen Teil der Besucher des Frühjahrestreffens:

Obere Reihe: Eberhard Lautsch, R. Buschhaus, Friedrich Meyer, Hans-Albert Bremer, Dr. Hans-Bernhard Rhein, Christian Auschra, Hans-Joachim Schwoon, Hans-Joachim Büll, Michael Lenke. Mittlere Reihe: Klaus Weis, Karlfried Krauss, Michael Ehrig (Neu-Präsident des Berliner Philatelistenklub von 1888 e.V.), Prof. Dr. Hartmut Fuess, Thomas Höpfner, Die-ter Fullrich mit Gattin, Martin Strack, Dr. Heinrich Conzelmann, Michael Dick, Hans-Joachim Holz, Frau Bauer. Untere Reihe: Horst Warnecke, Arnim Knapp, Renate und Christian Sprin-ger, Christoph Gläntzer, Wolfgang Bauer, Dr. Veit Didczuneit.

Tag 1 endete mit dem DASV-Festabend im stilvollen Restaurant „Reinhard‘s“ im Berliner Nikolaivierteil. Eine gute Gelegenheit zur Verleihung der DASV-Plakette 2017 an unser überaus verdientes Mitglied Arnim KNAPP für seine besonderen Leistungen zum Wohle des Deut-schen Altbriefsammler-Vereins e.V. – insbesondere für die imagefördernde Organisation von Ausstellungsteilnahmen des DASV, die Organisation von DASV-Treffen und seine langjährige Vorstandstätigkeit.

Am Samstag hieß es für Philatelisten und Gäste zurück ins Museum für Kommunikation, die Mitgliederversammlung stand an. Nach Entlastung des Vorstandes konnte in Anbetracht der stabilen Haushaltslage u.a. beschlossen werden, dass der Mitgliedsbeitrag im kommenden Jahr erneut nicht erhöhat werden muss …

 

In besagtem Rahmen fand auch die Ehrung von Michael DREYDORFF für seine 25-jährige Mitgliedschaft statt.

Das Bild zeigt (v. l.) die Referenten des Vortragsprogramms Wolfgang BAUER und Karlfried KRAUSS nebst Organisator Hans-Joachim BÜLL und Dr. Veit DIDCZUNEIT vor einem Parade-Exponat des Museums – einer in sämtliche Einzelteile „zerlegten Postkutsche“.

Das nachmittägliche Vortragsprogramm erlebte einen Mix aus Postgeschichte pur von Karlfried KRAUSS zu den „Postverbindungen zwischen Russland und Preußen im 18. und 19. Jahrhundert“ und einem traditionell-philatelistisch geprägten Vortrag von Wolfgang BAUER zu den „Großen Hermesköpfen Griechenlands und ihren Frankaturen 1861 bis 1867“.

Alles in allem ein rundum gelungenes DASV-Frühjahrestreffen 2017 …

Frühjahrstreffen des Deutschen Altbriefsammler-Vereins in Berlin vom 6. bis 9. April 2017

Das nächste Frühjahrestreffen des DASV inklusive Mitgliederversammlung wird am verlängerten zweiten Aprilwochenende in Berlin stattfinden. Für die Organisation haben sich unsere Mitglieder Hans-Joachim BÜLL und Karlfried KRAUß zur Verfügung gestellt.

Unser Mitglied Dr. Veit DIDCZUNEIT – Abteilungsleiter Sammlung im Museum für Kommunikation in Berlin – hat dafür gesorgt, dass die Mitgliederversammlung im Museum für Kommunikation stattfinden kann. Eine persönliche Führung durch das ehrwürdige Haus, der Besuch der Bundeshauptstadt verbunden mit einem attraktiven und sehenswerten Programm sollte Anreiz genug für eine Teilnahme am Frühjahrestreffen sein.

Tagungsort der Mitgliederversammlung ist das Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin-Mitte.

Gemeinsame Unterkunft:
Hotel NH Berlin-Mitte, Leipziger Str. 106-111, 10117 Berlin
Tel.: 030/30203760
nhberlinmitte@nh-hotels.com
www.nh-hotels.com
Zimmer-Reservierung bis zum 15.2 2017 – unter Reservierungs-Nummer: 22.625.652
Reservierungen per E-Mail: reservierungen@nh-hotels.com oder Tel. 030/22380233
Übernachtung 1. Tag 127 Euro, jeder weitere Tag 109 Euro mit Frühstück
Tiefgarage im Hotel, je Tag 22 Euro
Anreise mit der Bahn: vom Hauptbahnhof mit S-Bahn (S5, S7) Richtung Ahrensfelde
oder Strausberg bis Friedrichstraße, dann mit U-Bahn in Richtung Alt-Mariendorf (U 6) bis Stadtmitte.
Das Hotel liegt nur 3 min. Fußweg vom Museum für Kommunikation entfernt – in der Nähe der U-Bahnstation Stadtmitte.
Programm
Donnerstag, 6. April Anreise, Hotel ab 15.00 Uhr
19.00 Uhr: Abendessen im nh-Hotel, Restaurant des Hotels
Freitag, 7. April Vormittag „Auf Berlin-Tour“, Historische Schiffstour ab Friedrichstr./Spree-Ufer, Anlegestelle der Reederei Winkler Berlin
Fahrt durch das historische Berlin, Abfahrt 10.15 Uhr, Dauer etwa 1 Stunde,
Getränke und Imbiss an Bord, es wird original Berliner Currywurst gereicht (Fahrtkosten 14,50).
14.00 bis 16.00 Uhr: Museum für Kommunikation, Leipziger Str. 16.
Führung durch das Museum von unserem Mitglied Dr. Veit Didczuneit
19.00 Uhr: Abendessen, Festabend im Restaurant Reinhard’s, Nikolaiviertel, Poststraße 28 in Berlins historischer Mitte.
Sonnabend 8. April 9.00 Uhr: DASV-Mitgliederversammlung
Museum für Kommunikation, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin-Mitte
Ablauf entsprechend der Tagesordnung, anschließend zwei Vorträge:

  • Karlfried Krauß: Postverbindung Russland – Preußen im 18./19. Jahrhundert
  • Wolfgang Bauer: Die großen Hermesköpfe Griechenlands und ihre Frankaturen 1861 bis 1867
Partnerprogramm: Stadtführung durch Berlins Mitte.
19.30 Uhr, Entrecôte, Schützenstr. 5, 10117 Berlin-Mitte, Am Checkpoint Charlie. Das gemütliche französische Restaurant bietet eine gute Küche zu noch „normalen“ Preisen für Berlin und ist in nicht allzu weiter Entfernung vom Hotel, im langsamen Schritt in 10 min. erreichbar.
Sonntag, 9. April 10:00-12:00 Uhr Besuch des Alten Museums am Lustgarten mit der Antikensammlung. (Pergamonmuseum: Pergamonaltar geschlossen, Baumaßnahmen bis 2020)

Damit unser Mitglied Hans-Joachim Büll rechtzeitig planen kann, melden Sie sich bitte verbindlich zu den Veranstaltungen bis spätestens 10. März 2017 mit Angaben der Personenzahl an, bei:  Hans-Joachim Büll, Karl-Liebknecht-Str. 9, 10178 Berlin, Tel. 030/2413168, joachim.buell@outlook.de