Die „Francis Kiddle Medal 2023″ geht an den DASV

Ihnen allen dürfte sicherlich unsere in 2021 überarbeitete, völlig neu gestaltete Homepage www.dasv-postgeschichte.de bekannt sein (auf der Sie sich gerade befinden). Die langwierige intensive Arbeit der Projektgruppe unter Leitung von Michael Dick wurde nunmehr mit einer hohen internationalen Auszeichnung prämiert: Die FRANCIS KIDDLE MEDAL 2023 der FEPA (also des europäischen Verbandes) für die innovativste philatelistische Website geht an den DASV.

Ihr

Klaus Weis

„Postgeschichte live“ in Ulm 2023 – Deadline für den Posthorn-Wettbewerb

Sammler aus der ganzen Welt konkurrieren auf der Internationalen Briefmarken-Börse in Ulm jedes Jahr um die begehrten „goldenen, silbernen und bronzenen Posthörner“, welche in sechs verschiedenen Kategorien vergeben werden. Dabei handelt es sich um nichts Geringeres als die Internationale deutsche Meisterschaft der Postgeschichte. Eine Vorqualifikation ist nicht erforderlich.

Melden Sie sich doch einfach mit Ihrem posthistorischen Exponat zu diesem renommierten und beliebten Ausstellungswettbewerb an – selbst wenn Sie noch nicht auf internationaler Bühne zu Ehren gekommen sein sollten. International erfahrene Juroren werden Ihnen bedarfsweise Rede und Antwort stehen. Die Deadline endet am 15. Juli 2023.

Bei der „Postgeschichte live“ ist übrigens schon der ein oder andere spätere Top-Aussteller „geboren worden“ …

Rückschau auf die IBRA vom 25.-28. Mai 2023 in Essen

Es ist vollbracht, all die Anstrengungen haben sich gelohnt – das Ergebnis: 66 Länder aus der ganzen Welt waren in Deutschland vertreten. Wer persönlich anwesend war, konnte sich über eine sehr gelungene und gut angenommene Veranstaltung freuen. Hierzu möchte ich sehr herzlich BDPh-Präsident Alfred Schmidt und dem gesamten IBRA-Team gratulieren!!

Gratulieren möchte ich ebenso allen DASV-Mitgliedern, die mit ihren sehenswerten Exponaten zum Erfolg der Weltausstellung beigetragen haben – ob große oder kleinere Medaillen, ohne Ihre Exponate wäre diese Show keine (Spitzen-)Show gewesen …

Großgoldgewinner aus den Reihen des DASV auf der Bühne beim unterhaltsamen IBRA-Festabend: Dr. Martin Camerer, Karlfried Krauß und Hotze Wiersma (5. – 7. v.l.) …

sowie Klaus Weis (ganz links), der spätere Gewinner des Grand Prix National BDPh-Präsident Alfred Schmidt und Werner Schäfer (5. und 6. v.l.).

Der DASV-Auftritt bei der Weltausstellung in Essen war Motivation genug, die Präsentation des DASV-Standes nach zeitgemäßen marketingtechnischen Gesichtspunkten in signifikanter Weise zu verbessern. Die kürzlich arrangierte Kooperation mit dem innovativen italienischen POST HORN MAGAZINE, vertreten durch ihren Herausgeber Dr. Claudio Manzati (links auf der Leiter), trug erheblich zur Finanzierung der Projektentwicklung bei, für den Druck der Werbemittel konnte einmal mehr ein privater Sponsor gefunden werden. Elisa Volpato, Mediengestalterin aus Verona, sorgte für die hervorragende grafische Umsetzung, wodurch zweifellos besondere Eyecatcher entstanden sind.

Vorstandsmitglieder des DASV am Stand in Essen: Im linken Bild links Peter Platz, der zahlreiche Veranstaltungen inklusive Festabend in gekonnt professioneller Weise moderierte und rechts Michael Lenke. Im rechten Bild von links Christian Auschra, Horst Warnecke, Michael Dick und Dr. Heinrich Conzelmann. Es fehlen nur der mit Juryaufgaben betraute Thomas Höpfner und Schriftleiter Heinrich Mimberg, die beide ebenfalls vor Ort zugegen waren.

Herzliche Grüße

Ihr Klaus Weis

Rückschau auf das DASV-Frühjahrstreffen in Bozen 2023

Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Postgeschichte,

wenige Wochen vor der Briefmarken-Weltausstellung IBRA 2023 in Deutschland ein DASV-Frühjahrestreffen in Bozen abzuhalten, war meinerseits trotz des verlockenden Angebotes mit etwas Skepsis verbunden, doch die Entscheidung hat sich als goldrichtig erwiesen. Der Tourismus-Hotspot lockte mehr als 40 Teilnehmer in die Südtiroler Landeshauptstadt und Dr. Thomas Mathà sorgte für eine hervorragende Umsetzung des ohnehin schon hochattraktiven Programms. Dafür gebührt ihm unsere höchste Wertschätzung!!

Anfahrtswege an die 1.000 km, wer diese Mühen auf sich genommen hatte, wurde reichlich belohnt. Bozen als Tourismus-Attraktion – das ist quasi 2 + 2, doch mit einem vor Ort exzellent vernetzten Dr. Thomas Mathà als Organisator eine klassische Win-win-Situation.

Traumhaftes Wetter, Sonne satt, der Regen kam erst als wir gingen – Herz, was willst du mehr? Somit hat sich diese Veranstaltung nahtlos in die Top-Frühjahrestreffen des DASV eingereiht.

Im Rahmen der gut besuchten Mitgliederversammlung im historischen Merkantilmuseum kam es auch heuer zu einem hilfreichen und sachdienlichen Gedankenaustausch.

Vorphilatelistisches Entertainment und Vortragskunst vom Feinsten brachte der durch bemerkenswert gute Fachreferate geprägte philatelistisch-postgeschichtliche Nachmittag:

Dr. Joachim Helbig beim Vortrag mit idealem Lokalbezug

Dr. Martin Camerer mit neuen Erkenntnissen im Rahmen des Postvertrags Österreich-Toskana 1839-51 nach, aus und über Deutschland.

Das historische Merkantilmuseum in Bozen bot darüber hinaus einen ausgezeichneten Rahmen zu Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften für

Monika Barz

Arnim Knapp

Michael Schewe

Die SAVO-Plakette 2023 wurde in diesem faszinierenden Ambiente an Dr. Thomas Mathà verliehen.

 

Was gibt es noch zu berichten?

Abendveranstaltungen – amikal und stilvoll, u.a. in der „Löwengrube“, dem ältesten Gasthaus Bozens, welches als origineller Veranstaltungsort für die Verleihung der prestigeträchtigen SAVO-Plakette 2022 an Hotze Wiersma (im Bild neben seiner Ehefrau Inge) diente.

Dass ein niederländischer Postgeschichtler quasi quer durch Europa reist, um diese Auszeichnung persönlich in Empfang zu nehmen ist ein guter Beleg für die hohe Wertschätzung, welche diese besondere Auszeichnung immer wieder erfährt.
Die Laudationes für Dr. Mathà und Hotze Wiersma finden Sie im Rundbrief.

 

Strahlende Gesichter gab es ebenso beim exklusiven Besuch des berühmten Menz-Archives, welches an gleicher Stelle untergebracht ist:

… während sich die Begleitpersonen in den sehenswerten Gärten von Schloss Trauttmannsdorf, dem „schönsten Garten Italiens“ 2015, vergnügten.

Abschließender Hinweis: das nächste Frühjahrestreffen wird im Mai / Juni 2024 in der „Rattenfänger-Stadt“ Hameln im Einzugsgebiet von Hannover stattfinden. Auf ein Wiedersehen freuen sich zahlreiche Teilnehmer des denkwürdigen Treffens in Bozen …

Herzliche Grüße,

Ihr Klaus Weis

 

Alle Fotos stammen im Übrigen aus den Quellen des Ehepaares Peter und Nina Platz und von Klaus Weis.

Vorschau auf das Symposium „Postgeschichte live“ in Ulm 2023

Am Freitag, den 27. Oktober 2023 findet in Ulm wieder das Internationale Symposium der „Postgeschichte live“ statt. Folgender Programmablauf ist geplant:

13.00 – 13.15 h Eröffnung und Einführung Klaus Weis
13.15 – 14.00 h „Die erste Postkarte der Welt – Ungarn 1869“ Dénes Czirok RDP, Zalaegerszeg (H)
14.15 – 15.00 h „Postgebühren für nicht oder unzureichend frankierte Briefe zwischen Sardinien-Italien und Österreich 1844-1875“ Angelo Teruzzi, Mailand (I)
15.15 – 16.00 h „Bedeutende Internationale Paketpost – vom Pre-UPU-Chaos zum UPU-System“ Prof. Dr. Henrik Mouritsen RDP, Oldenburg (D)
16.00 – 16.30 h Schlussdiskussion und Resümee Klaus Weis

Rückschau zur „Postgeschichte live“ in Ulm 2022

Liebe Mitglieder, liebe Freunde der Postgeschichte,

der Neustart der Internationalen Briefmarkenbörse in Ulm ist in idealer Weise gelungen. Die bereits im Vorfeld entwickelte Zuversicht war nicht unbegründet: volle Messehallen vom ersten Tag an, zufriedene Gesichter bei Messemachern und Handel und ein Publikum, dass offensichtlich die Sehnsucht nach Philatelie zum Anfassen in der gewünschten Art und Weise gestillt bekam …

Veränderungen bringen Chancen – diese Formel trifft in besonderem Maße auf die Veranstaltungen bei der Neuauflage der Internationalen Briefmarkenbörse in Ulm wie auch der „Postgeschichte live“ in Ulm zu. An der ein oder anderen kleineren Stellschraube wird für die Zukunft noch zu drehen sein, doch die allermeisten die dort waren, haben richtig Lust auf mehr bekommen …

Drei Jahre hatte die Delegation der Belgischen Akademie für Philatelie auf ihre Teilnahme an der „Postgeschichte live“ warten müssen. Doch allem Anschein nach hatte der Besuch in Ulm viel Freude bereitet wie die Fotos vom Begrüßungsabend in einem historischen Ulmer Brauhaus belegen.

Der DASV-Festabend im etwas außerhalb gelegenen Hotel Seligweiler erfuhr einen großen Zuspruch. Knapp 90 Gäste, darunter Teilnehmer aus neun verschiedenen Nationen. So etwas hatte es schon lange nicht mehr gegeben. Die Teilnahme von Peter Cockburn, dem Präsidenten der Royal Philatelic Society London zeigt darüber hinaus, welche Wertschätzung und welches Interesse der Internationalen Briefmarkenbörse bzw. der „Postgeschichte live“ in Ulm auch auf der anderen Seite des Ärmelkanals entgegengebracht wird.

Nach langer Durststrecke bot der DASV-Festabend endlich den gebührenden Rahmen für die Verleihung der bedeutenden SAVO-Plakette 2020 an Werner Schindler und der SAVO-Plakette 2021 an Karlfried Krauß. Nicht zuletzt sorgte Singer-Songwriter Dejan Perica für dezente Unterhaltung und für die gewünschte Wohlfühlatmosphäre.

Das Symposium der „Postgeschichte live“ hatte ein breites Spektrum im Angebot: mit Briefpost der Thurn & Taxis führte uns Prof. Dr. Mark Bottu aus Belgien zurück bis ins 16. Jahrhundert, Dr. Heinrich Conzelmann erläuterte ebenso gekonnt Maßnahmen zur Beschleunigung des transatlantischen Postverkehrs mit den USA vor 1900 und last but not least wusste BDPh-Präsident Alfred Schmidt mit Auslandsbriefen von Preußen zur Markenzeit zu interessieren.

Der mit 250 € dotierte DASV-Literaturpreis 2022 ging an Jürgen Herbst für sein „epochales Werk“ Handbuch der sächsischen Frankomarken sowie deren Entwertungen. À propos Literaturpreis: bei der vierten Auflage der ArGe-Literaturausstellung in Verbindung mit dem mit jeweils 250 € dotierten Rauhut-Förderpreis für Literatur war der DASV erneut erfolgreich – und zwar mit zwei ersten Plätzen in der Kategorie „Printliteratur – Zeitschriften“ wie auch in der Kategorie „Elektronische Literatur – Websites“.

Ist das nicht ein phantastisches Ergebnis? Allen die hierzu ihren Beitrag geleistet haben mein Dankeschön und meine Anerkennung. Dies gilt ebenso unserem Mitglied Jürgen Herbst zum Gewinn des DASV-Literaturpreises wie auch allen Gewinnern der begehrten goldenen, silbernen und bronzenen Posthörner, waren doch ausgesprochen hochklassige Exponate am Start, welche es der Jury nicht immer leicht gemacht hatten.

Herzliche Grüße,

Klaus Weis

 

Der neue Standort – die Messehalle in Ulm.

Dieses Angebot kann sich sehen lassen!!

Der neue Projektleiter
der „Postgeschichte live“.

Die Teilnehmer des Begrüßungsabends für die Belgische Akademie für Philatelie.

Die Teilnehmer des Begrüßungsabends für die Belgische Akademie für Philatelie.

Das besondere Souvenir
für die belgischen Gäste kam offenbar gut an.

Drei Jahre waren seit dem letzten DASV-Festabend anlässlich der „Postgeschichte live“ vergangen.

Peter Cockburn, der Präsident der Royal Philatelic Society London zu Gast beim DASV-Festabend.

Prof. Dr. Mark Bottu, der Leiter der belgischen Delegation.

Moderations-Profi Peter Platz
in Aktion.

Wilma Droemont – „zarte 98 Jahre“.

Eine Überraschung für den
Präsidenten von der „Schaile-Family“.

Die SAVO-Plakette 2020 für
Werner Schindler.

Die SAVO-Plakette 2021 für Karlfried Krauß.

Peter und Judy Cockburn.

Zwei begeisterte „Präsidenten-Gattinnen“ beim Tanz.

Singer-Songwriter Dejan Perica.

Jurypräsident Thomas Höpfner bei der Verleihung der Posthörner.

Der strahlende Sieger der hartumkämpften Klasse 4.2 heißt Angelo Teruzzi.

Einer der Einführungsrahmen der diversen Posthorn-Klassen.

Neumitglied Luc Selis mit dem Goldenen Posthorn
in der Klasse 4.5

DASV-Literaturpreis für
Jürgen Herbst.

Die Teilnehmer der belgischen Delegation.

Peter Platz, Dieter Schaile und Alfred Schmidt – sichtlich zufrieden …

DASV-Frühjahrstagung vom 5. bis 7. Mai 2023 in Bozen

Nach einigen Jahren kann Südtirol wieder zu einem Treffen des DASV einladen (man erinnere sich an die schönen Treffen in Brixen und Kaltern). Im kommenden Jahr wird das Frühjahrstreffen in der Landeshauptstadt Bozen stattfinden, und zwar vom 5. bis 7. Mai 2023. Bozen ist sowohl mit dem Auto über die Brennerautobahn als auch mit der Bahn sehr gut erreichbar. Es gibt auch interessante direkte Flugverbindungen mit Berlin, Hamburg, Düsseldorf und Zürich (www.skyalps. com).

Programm der Frühjahrstagung als PDF-Download

Als Tagungshotel ist das im Herzen der Altstadt liegende renommierte Hotel Stiegl vorgesehen (www.scalahot.com). Als Tagungsort ist das Merkantilmuseum unter den Bozner Lauben vorgesehen, wo der historischen Auktionssaal bzw. der prächtige Ehrensaal zur Verfügung stehen wird.

Dort wird zu dieser Zeit übrigens eine besonders interessante Sonderausstellung stattfinden, die auch postgeschichtliche Anknüpfungspunkte enthält. Zudem befindet sich dort der berühmte Nachlass des Handelshauses Georg Anton Menz, der allen Postgeschichtlern bestens bekannt sein sollte (dort werden noch ca. 250.000 Briefe aufbewahrt). Der DASV wird eine Sonderführung erhalten und die berühmten Musterbücher bewundern können.

Es wird natürlich für ein ansprechendes kulturelles und gastronomisches Rahmenprogramm gesorgt werden, wobei die Vorzüge der Gastronomie und der Südtiroler Weine nicht zu kurz kommen werden.

Ich freue mich, euch in Bozen begrüßen zu können!

Euer Thomas Mathà (thomasmathabz@gmail.com)

4. DASV Tag der Postgeschichte

Der dritte „Tag der Postgeschichte“ am 24.9.22 war wieder einmal die Möglichkeit, sich mit drei hochinteressanten Themen zu beschäftigen. Und den eigenen postgeschichtlichen Horizont zu erweitern. Diejenigen, die sich die Vorträge anschauen möchten, finden sie auf der DASV Homepage.

Jetzt steht der vierte „DASV Tag der Postgeschichte“ an, der am 10.12.22 erneut von 15.00 bis 18.00 Uhr stattfinden wird. Unser Partner ist diesmal die Arbeitsgemeinschaft Preußen, deren 1. Vorsitzender Peter Gaefke sehr erfreut über den entsprechenden Vorschlag war. Immerhin gehört Preußen in philatelistischer Hinsicht zu den wichtigsten Altdeutschen Staaten und hat auch im DASV einen festen Platz. Die Partnerschaften wollen wir fortsetzen und sind jederzeit offen, mit Arbeitsgemeinschaften oder philatelistischen Institutionen darüber zu reden.

Hier ist das Programm am 10.12.22:
– Heinrich Mimberg, 1866: Wenn politische Veränderungen bei Orten mit dem gleichen Namen zu postalischen Problemen führen
– Karlfried Krauss, Primärquellen zur preußischen Postgeschichte mit Briefbeispielen
– Bernd Zanker (ArGe Preußen), Fahrpost Preußen-DÖPV Teil 1  1.7.1850-30.6.1858

 

Einwahldaten zum Zoom-Meeting „4. DASV-Tag der Postgeschichte“

Einwahl-Link

Meeting-ID: 896 8412 4389
Kenncode: 72662

Wir wünschen allen Referenten viel Erfolg und allen Zuhörern viel Spaß.

„Postgeschichte live“ in Ulm vom 27. bis 29. Oktober 2022

Zu den bevorstehenden Veranstaltungen bei der „Postgeschichte live“ in Ulm kann ich durchweg positive Nachrichten vermelden. Mit deutlich mehr als 300 Rahmen und vielen qualitativ hochwertigen Exponaten aus Belgien, Deutschland, Italien, der Schweiz und Österreich ist der Ausstellungswettbewerb um die goldenen, silbernen und bronzenen Posthörner zweifellos gut angenommen. Für den DASV-Literaturpreis scheinen ebenfalls bestens qualifizierte Kandidaten vorhanden zu sein.

Der obligatorische DASV-Festabend wird am Freitag, den 28. Oktober 2022, um 19.00 Uhr im „Hotel Seligweiler stattfinden. Von der Leistungsfähigkeit des Hauses konnte ich mich vor Kurzem persönlich überzeugen.

Ihre Anmeldung zu dieser beliebten Veranstaltung ist aus Dispositionsgründen bis spätestens 15. Oktober 2022 direkt an mich unter praesident@dasv-postgeschichte.de zwingend erforderlich. Zu diesem Anlass wird uns auch der Präsident der Royal Philatelic Society London Peter Cockburn nebst Gattin persönlich die Ehre geben.

Weitere Informationen zur „Postgeschichte live“ inklusive des am Freitagnachmittag stattfindenden Symposiums finden Sie in diesem Rundbrief wie auch auf der Homepage der Messe Sindelfingen unter https://www.briefmarken-messe.de/postgeschichte-live.

Herzliche Grüße,

Klaus Weis

3. DASV Tag der Postgeschichte

Der 3. DASV-Tag der Postgeschichte findet am Samstag, den 24. September 2022 von 15.00 Uhr bis ca. 18.00 Uhr statt.

Los geht es mit dem renommierten Philatelisten Arnim Knapp. Er ist Sammler seit seiner frühen Kindheit und heute 1. Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft Sachsen im Bund Deutscher Philatelisten. Sein Interesse für die klassische Philatelie wird durch die väterliche Sachsensammlung geweckt. Bereits in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts begann Vater Horst Knapp (1918 – 1984) gezielt eine Sammlung aufzubauen, die international preisgekrönt wurde. Seine Sammlung bestach durch Proben, Essays, die größten Einheiten, Ersttagsbriefe, Auslandsfrankaturen weltweit, Telegramme und andere einzigartige Besonderheiten. Darüber hinaus gilt Horst Knapp als einer der Wegbereiter der modernen Postgeschichte. Der Name Knapp und das Sammelgebiet Sachsen sind untrennbar miteinander verbunden. Nach dem Tod des Vaters führt Arnim Knapp die Sammlung mit nicht minderem Enthusiasmus weiter. Ein Schwerpunkt ist das Thema der Vereinheitlichung und damit einhergehend Vereinfachung der europäischen Post mit der Schweiz und deren Beförderung über die Alpenpässe, den italienischen Staaten, Frankreich und Großbritannien. Sein Vortrag widmet sich einer besonders seltenen postalischen Verwendungsart des Königreiches Sachsen – Streifbandsendungen und Drucksachen aus Sachsen in die Schweiz, vice-versa und im Transit durch die Schweiz.

 

Der nächste erstklassige Referent ist Jürgen Herbst, ebenfalls Mitglied der Forschungsgemeinschaft Sachsen und dort für die fachliche Rundbriefredaktion verantwortlich. Auch Jürgen Herbst ist Briefmarkensammler seit seinem 6. Lebensjahr. Er konzentriert sich seit Ende der 1960er Jahre auf das Sammelgebiet Alt-Sachsen mit den Schwerpunkten Drucktechnik, Postgeschichte und Stempelkunde. Und um besonders spannende Stempel Sachsens geht es in seiner Präsentation – nämlich die vermutlich ältesten deutschen Sonderstempel. Zumindest gelten die beiden philatelistisch im Vordergrund stehenden „Sonderstempel“ als älteste ihrer Art. Gesprochen wird in diesem Zusammenhang auch von „Gelegenheits-“ oder „Zusatzstempeln“. Zweifelsfrei erwiesen ist, dass sie in Postexpeditionen auf den jeweiligen Festplätzen verwendet wurden. Nicht nachgewiesen und deshalb neuerdings umstritten ist die potenzielle Veranlassung ihrer Herstellung durch die sächsische Postverwaltung. Das allerdings haben sie gemeinsam mit der Mehrzahl aller von sächsischen Postanstalten benutzten Stempelgeräten. Der Vortrag von Jürgen Herbst beschäftigt sich aber nicht nur mit der Frage der privaten oder postalischen Veranlassung dieser Stempel, sondern setzt einen Schwerpunkt auch auf die seinerzeitige Bedeutung der beiden Großereignisse, die überhaupt erst zum Gebrauch dieser Stempel geführt hatten.

Dieser Zusatzstempel „SÄNGER FEST-PLATZ“ gilt als einer der beiden vermutlich ältesten deutschen Sonderstempel.

Auf Jürgen Herbst folgt der bekannte italienische Philatelist Angelo Teruzzi, der den diesmaligen internationalen Partner des DASV-Tages der Postgeschichte repräsentiert – die Associazione Italiana di Storia Postale (AISP), die italienische Vereinigung für Postgeschichte. Angelo Teruzzi wohnt seit 1986 in Mailand, wo er umgehend begann, die philatelistischen Zirkel des AISP zu besuchen. Dabei begeisterte er sich sofort für die Sammlung von postalischen und philatelistischen Dokumenten der alten italienischen Staaten. Seine besondere Begeisterung galt dabei dem Königreich Lombardei-Venetien und dem Königreich Sardinien – Staaten, die das Thema seiner Hauptsammlung wurden. Sein in englischer Sprache gehaltener Vortrag “The postal relations between the Kingdom of Sardinia and the Austrian Empire 1844-1861” wird sich vor allem mit den weniger bekannten Aspekten der verschiedenen Abkommen befassen, die den Austausch von Korrespondenz zwischen den beiden Staaten ermöglichten und durch die die Weiterleitung oder die Ankunft von Korrespondenz im Ausland oder aus dem Ausland ermöglicht wurde. Zusätzlich zu den Briefen werden verschiedene Postdokumente präsentiert, wie Drucksachen, Einschreibebriefe und unzureichende Porti, Telegramme, Beschwerden, Briefe aus dem benachbarten Umkreis mit ermäßigtem Tarif und Briefe der vorübergehenden Besetzung des so genannten „Oltre Po mantovano“.

Dieses Bild von Admiral Sir Edward Gennys Fanshawe (1814 bis 1906), einem Royal-Navy-Offizier, zeigt die Bucht von Cagliari, der heutigen Hauptstadt Sardiniens, um die Mitte des 19. Jahrhunderts (commons.wikimedia.org)

 

15.00 – 15.05 Uhr Begrüßung und Eröffnung Thomas Höpfner / Peter Platz
15.05 – 15.50 Uhr Streifbandsendungen und Drucksachen aus Sachsen in die Schweiz, vice-versa und im Transit durch die Schweiz – ein Überblick

Eine seltene Dienstleistung und Frankierungsmöglichkeit Sachsens in das Ausland 1856 bis zum Übergang zum Norddeutschen Postbezirk.

Arnim Knapp,
Forschungsgemeinschaft Sachsen im BDPh
16.05 – 16.50 Uhr Die ersten durch Poststempel belegbaren Sonderpostanstalten in Deutschland

Die beiden Stempel vom Leipziger Turnfest und Dresdner Sängerfest gelten als die „ältesten deutschen Sonderstempel“. Der Vortrag beschäftigt sich sowohl mit den Ausgabe-Anlässen als auch der Frage ihres postalischen Charakters. Darüber hinaus wird die spannende Frage behandelt, welchen Stempel ein drittes sächsisches Sonderpostamt führte.

Jürgen Herbst,
Forschungsgemeinschaft Sachsen im BDPh
17.05 – 17.50 Uhr The postal relations between the Kingdom of Sardinia and the Austrian Empire 1844-1861

Angelo Teruzzi will speak of particular aspects of relations especially during the II Independence War and after the annexation by Sardinians of the other ancient Italian States.

Angelo Teruzzi,
Associazione Italiana di Storia Postale
17.50 – 18.00 Uhr Resümee und Verabschiedung Peter Platz / Thomas Höpfner

Einwahldaten zum Zoom-Meeting „3. DASV-Tag der Postgeschichte“

Einwahl-Link

Meeting-ID: 868 9041 2362
Kenncode: 680149

Wir wünschen allen Referenten viel Erfolg und allen Zuhörern viel Spaß.