Startseite  Pfeil  Aktuelles
Aktuelles
Rückschau
Was ich Ihnen mitteilen möchte ...

Liebe Freunde der Postgeschichte,

„… arm, aber sexy …“ sagte einst ein ehemaliger Regierender Bürgermeister. Dieses Zitat ist jedenfalls zu ergänzen um „… und so immens reich an derlei vielfältigen Attraktionen …“. Wer noch nicht dagewesen war, wird wie meine Frau und ich festge-stellt haben, dass allein der touristische Faktor die Reise in die Bundeshauptstadt mehr als wert war.

Berlin bot den vermutet idealen Rahmen für ein gut besuchtes DASV-Frühjahrestreffen vom 06. bis 09. April 2017. Um die 60 Teilnehmer waren der Einladung gefolgt. Unser Dank geht an Organisator Hans-Joachim BÜLL für sein zielführendes und gut zusammengestelltes Programm …

Die Wahl eines stilgerechten „Spreedampfers“ war – trotz „Nordsee-Wetter“ – ein gelungener Einstieg ins Tourismus-Programm. Ein besonderes Highlight wurde für den Nachmittag an-geboten: eine exklusive, kostenlose und vor allem überaus kompetente Führung durch das Museum für Kommunikation durch den „Hausherrn“ Dr. Veit DIDCZUNEIT. Die Erwartungen der Teilnehmer konnten dabei voll und ganz erfüllt werden. Eine museumspädagogisch her-vorragend inszenierte Darstellung der Geschichte der Kommunikation, erstklassige Exponate zur Nachrichtenbeförderung wie auch philatelistische Preziosen bis hin zur legendären Schatzkammer haben diesen Besuch zu einem unvergessenen Ereignis werden lassen.

Das nachstehende Gruppenfoto zeigt einen Teil der Besucher des Frühjahrestreffens:

Obere Reihe: Eberhard Lautsch, Rudolf Buschhaus, Friedrich Meyer, Hans-Albert Bremer, Dr. Hans-Bernhard Rhein, Christian Auschra, Hans-Joachim Schwoon, Hans-Joachim Büll, Michael Lenke. Mittlere Reihe: Klaus Weis, Karlfried Krauss, Michael Ehrig (Neu-Präsident des Berliner Philatelistenklub von 1888 e.V.), Prof. Dr. Hartmut Fuess, Thomas Höpfner, Die-ter Fullrich mit Gattin, Martin Strack, Dr. Heinrich Conzelmann, Michael Dick, Hans-Joachim Holz, Frau Bauer. Untere Reihe: Horst Warnecke, Arnim Knapp, Renate und Christian Sprin-ger, Christoph Gläntzer, Wolfgang Bauer, Dr. Veit Didczuneit.

Tag 1 endete mit dem DASV-Festabend im stilvollen Restaurant „Reinhard‘s“ im Berliner Nikolaivierteil. Eine gute Gelegenheit zur Verleihung der DASV-Plakette 2017 an unser überaus verdientes Mitglied Arnim KNAPP für seine besonderen Leistungen zum Wohle des Deut-schen Altbriefsammler-Vereins e.V. – insbesondere für die imagefördernde Organisation von Ausstellungsteilnahmen des DASV, die Organisation von DASV-Treffen und seine langjährige Vorstandstätigkeit.

Am Samstag hieß es für Philatelisten und Gäste zurück ins Museum für Kommunikation, die Mitgliederversammlung stand an. Nach Entlastung des Vorstandes konnte in Anbetracht der stabilen Haushaltslage u.a. beschlossen werden, dass der Mitgliedsbeitrag im kommenden Jahr erneut nicht erhöht werden muss …

In besagtem Rahmen fand auch die Ehrung von Michael DREYDORFF für seine 25-jährige Mitgliedschaft statt.

Bild links zeigt (v. l.) die Referenten des Vortragsprogramms Wolfgang BAUER und Karlfried KRAUSS nebst Organisator Hans-Joachim BÜLL und Dr. Veit DIDCZUNEIT vor einem Pa-rade-Exponat des Museums – einer in sämtliche Einzelteile „zerlegten Postkutsche“.

Das nachmittägliche Vortragsprogramm erlebte einen Mix aus Postgeschichte pur von Karlfried KRAUSS zu den „Postverbindungen zwischen Russland und Preußen im 18. und 19. Jahrhundert“ und einem traditionell-philatelistisch geprägten Vortrag von Wolfgang BAUER zu den „Großen Hermesköpfen Griechenlands und ihren Frankaturen 1861 bis 1867“.
Alles in allem ein rundum gelungenes DASV-Frühjahrestreffen 2017 …

 

 

 

75 Jahre DASV

Liebe Freunde der Postgeschichte,
das Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen des DASV erforderte außergewöhnliche und standesgemäße Veranstaltungen, um diesen bemerkenswerten Anlass in der gebotenen Form zu würdigen. In der Rückschau lässt sich feststellen, dass sich die teilweise sehr arbeitsintensiven Initiativen und Aktivitäten zu den Feierlichkeiten gelohnt haben und deren Realisierung in jeder Hinsicht gelungen ist. All das Geleistete war in besonderem Maße dazu geeignet, das Image des DASV auf nationaler wie auch internationaler Ebene zu fördern. Als Präsident einer der führenden internationalen Vereinigungen für Postgeschichte bin ich stolz auf das Ergebnis und auf die durchweg positive Resonanz, welche uns bis dato erreichte.

Jahre DASV

Was über die gute Erinnerung hinaus bleiben wird ist das neu aufgebaute DASV-Archiv (Auszüge hiervon wurden beim DASV-Salon in einer Sondervitrine gezeigt) und die hervorragende Festschrift zum DASV-Jubiläum. Unser besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang unserem Schriftleiter Heinrich MIMBERG. Auf 288 Seiten findet sich neben zahlreichen wissenswerten Informationen eine optimale Aufarbeitung der DASV-Geschichte und lesenswerte Fachbeiträge unterschiedlichster Couleur. Dank der Finanzierung inklusive der drucktechnischen Umsetzung durch das Auktionshaus GÄRTNER können wir dieses empfehlenswerte Werk für Mitglieder „zum Schleuderpreis“ von 15.– € zuzüglich Versandkosten anbieten. Hierfür geht unser Dank nochmals nach Bietigheim-Bissingen und an die Autoren für ihre kompetenten Beiträge.  Bestellungen hierzu bei Heinrich MIMBERG unter Schriftleiter@dasv-postgeschichte.de.

Für sein Engagement zur DASV-Festschrift und für die Grundlagenarbeit zum Neuaufbau des DASV-Archivs hat der DASV-Vorstand das „ungeschriebene Gesetz“ gebrochen, ein aktives Vorstandsmitglied mit einer vereinsinternen Auszeichnung zu ehren und die DASV-Plakette 2016 folgerichtig an Heinrich MIMBERG verliehen. Diese Überraschung ist bei dem mit weit mehr als 60 Teilnehmern sehr gut angenommenen „Gemeinsamen Abend mit Freunden“ in der Gaststätte „Culinarium“ in Altdorf gelungen. Ein idealer gesellschaftlicher Auftakt in einem ungezwungenen, ansprechenden Ambiente bei bester Laune und guter Verköstigung in einem internationalen Kreis.

Der hochklassige Salon zum DASV-Jubiläum war auf einer Sonderfläche im 1. OG der Messehalle gut platziert. Neben einführenden Informationen und diversen Vereinsurkunden präsentierten hier unsere Mitglieder
Wolfgang BAUER, Günter BAURECHT, Hans-Albert BREMER, Ulrich BRUNKE, Dr. Martin CAMERER, Dr. Heinrich CONZELMANN, Uwe DECKER, Robert FÜRBETH, Dr. Gertlieb GMACH, Fritz HEIMBÜCHLER, Jürgen HERBST, Thomas HÖPFNER, Karl HUBER, Arnim KNAPP, Eberhard LAUTSCH, Patrick MASELIS, Dr. Thomas MATHÁ, Friedrich MEYER, Dieter MICHELSON, Heinrich MIMBERG, Björn ROSENAU, Michael SCHEWE, Klaus SCHÖPFER, Hans-Joachim SCHWOON, Dr. Ernst-Otto SIEGMANN, René SIMMERMACHER, Renate und Christian SPRINGER, Wim STRONKHORST, Klaus WEIS und Dr. Hans WILDERBEEK insgesamt 110 Rahmen mit Exponaten, welche teilweise bereits auf Weltausstellungen zu höchsten Ehren gekommen waren.

Der DASV-Salon zeigte einen idealen Mix zu den vielfältigen Sammelinteressen unserer Mitglieder sowohl im Hinblick auf die geografische wie auch zeitgeschichtliche Einordnung oder (grenz-)übergreifende Themen. All den vorgenannten Ausstellern, wie auch den Organisatoren Arnim KNAPP (der mehrere fremde Sammlungen persönlich nach Sindelfingen brachte) und Friedrich MEYER gilt unsere höchste Anerkennung. Das Vorbereiten der Ausstellungsblätter, der Transport der Sammlungen, das Versicherungsrisiko etc. – all das ist alles andere als selbstverständlich. Wir wissen das zu schätzen und haben unseren Ausstellern als kleines Dankeschön ein Gratis-Exemplar der Festschrift zukommen lassen.

 

Heinrich MIMBERG, Angelo TERUZZI, Neumitglied Adriano BERGAMINI,
Klaus WEIS und Giovanni NEMBRINI vor den Rahmen des DASV-Salons.

Als ideale Ergänzung zum DASV-Salon lud die von unserem Vorstandsmitglied Michael DICK hervorragend gestaltete Non-Stopp-Powerpoint-Präsentation in einem gesonderten Sitzbereich zum Verweilen ein. Auch diese Initiative mit Anschaffung eines extra großen Bildschirms darf als gelungen betrachtet werden und bietet Optionen für die Zukunft. In unmittelbarer Reichweite befand sich darüber hinaus der DASV-Stand mit gemütlichen Sitzbereich und kostenlosen Kaltgetränken im Angebot.

Dieter MICHELSON sagt hin und wieder: „der DASV sei so etwas wie die Royal Philatelic Society London von Deutschland“. Es gibt sicherlich einige Parallelen, aber ehrlich gesagt möchten wir uns nicht auf eine Ebene mit der Royal stellen, denn uns fehlt ein Hauptquartier wie die No. 41 Devonshire Place. Der DASV hat also eigentlich gar kein richtiges Zuhause. Der Vereinssitz ist nominell in Frankfurt, faktisch beim Präsidenten. Unsere „Spielwiese“ ist und bleibt hoffentlich noch lange Zeit in Sindelfingen, wo die alljährlich stattfindende „Postgeschichte live“ im Rahmen der Briefmarkenbörse eine hervorragende Plattform bietet. Das war auch in diesem Jahr der Fall und wir konnten die erwartet guten Rahmenbedingungen für die gebotene Darstellung diverser Bausteine zum DASV-Jubiläum vorfinden.

Der „Große Festabend des DASV“ stellte sich in diesem Jahr etwas anders dar, als es die meisten von uns aus der Vergangenheit gewohnt sind. Bei Einlass in den Festsaal wurden die Gästen aus Nah und Fern von Ehrenpräsident Heinz OHLER mit Gattin und von meiner Frau Sabine und mir persönlich begrüßt. Dazu wurde für den Einstieg in diesen besonderen Abend ein Gläschen Sekt angeboten. Die Freude über das persönliche Wiedersehen – hier mit dem Ehepaar Renate und Christian SPRINGER zeigt das nebenstehende Foto auf eindrucksvolle Weise.

 

Den internationalen Charakter der Veranstaltung belegen die zahlreichen Gäste aus Belgien, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Ungarn.

 

Patrick MASELIS, der Präsident des Club de Monte-Carlo und designierte Präsident der Royal Philatelic Society London machte ebenso seine Aufwartung wie nach dem Jahre 2012 wieder einmal eine starke Delegation der Associazione Italiana di Storia Postale mit ihrem Vizepräsidenten Frederico BORROMEO, Lorenzo CARRA und dem „frischgebackenen“ A.I.E.P.-Präsidenten Dr. Thomas MATHÁ.

 

Den deutlich mehr als 110 Gästen war schon durch die besondere Tischordnung Rechnung getragen: zwei parallel gestellte lange Tafeln, flankiert von jeweils drei runden 10er-Tischen vermittelten eine bis dato nicht gekannte Raumsituation. Am Ende der Tafeln fand sich der Platz für das Rednerpult und die musikalische Unterhaltung.

Weitere Impressionen zum DASV-Festabend:

   

     

    

Festansprachen und Grußworte von Uwe DECKER für den BDPh, Dr. Hadmar FRESACHER für Österreich, Hans SCHWARZ für die Schweiz und Patrick MASELIS für die RPSL und das Harfenduo „Harpalando“, deren Spiel den würdigen Rahmen der Veranstaltung förderte.

Neben der Anwesenheit so vieler verdienter Freunde, altbekannter wie auch neuer Mitglieder aus dem In- und Ausland war es eine ganz besondere Freude, unsere Ehrenmitglieder Ute BRUNNERT, Dr. Heinz JAEGER, unseren langjährigen Sekretär Dieter HUTTERER und unseren Ehrenpräsidenten Heinz OHLER begrüßen zu dürfen. Die Präsenz all der genannten wie auch der nicht genannten Personen zeigt den besonderen Stellenwert des DASV und die hohe Akzeptanz der aktuellen Vereinsentwicklung.

   

Ein gut gelaunter Thomas HÖPFNER moderierte den DASV-Festabend in einer sympathisch gekonnten Art und Weise. Das Bild rechts zeigt Georges SCHILD nach der wichtigen Ehrung mit der SAVO-Plakette 2016 für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Postgeschichte, insbesondere für die tiefgreifende Forschung zur Kriegsgefangenenpost vom Siebenjährigen Krieg bis zum zweiten Weltkrieg und zu den Schweizer Ganzsachen, für diesbezügliche Publikationen und Sammlungen.

 

Die selten verliehene Prof. Dr. Hans A. Weidlich-Plakette 2016 ging an Patrick MASELIS, den Präsidenten des Club de Monte-Carlo und designierten Präsidenten der Royal Philatelic Society London sowohl in seiner Eigenschaft als internationale Führungskraft der Philatelie, für herausragende Leistungen bei der Erforschung der Philatelie und Postgeschichte Belgiens inklusive Kolonien, wie auch für seine wirksame und umfassende Förderung der Postgeschichte. Das mit einem persönlichen Geschenk verbundene Dankeschön galt dem Laudator Dieter MICHELSON, der bereits die Laudatio zu der im Jahre 2014 an Chris KING verliehene Prof. Dr. Hans A. Weidlich-Plakette verfasst hatte.

 

Ein Dankeschön in Form eines attraktiven DASV-Tellers ging an Christoph GÄRTNER für die arbeitsintensive, hauseigene Realisierung und das generöse Sponsoring des 504 Seiten starken Grundlagenwerkes „Die Umgestaltung des deutschen Postwesens zwischen der Französischen Revolution (1792) und dem Wiener Kongress (1814/1815)“ des bekannten Autors und Vorphilatelie-Experten Horst DIEDERICHS, welches den Teilnehmern des DASV-Festabends zur Erinnerung an eine denkwürdige Veranstaltung  als Geschenk mit auf den Weg gegeben wurde.

 

 

 

Ein augenscheinlich rundum zufriedenes „Präsidentenpaar“ wird diesen außergewöhnlichen Abend sicherlich noch lange in Erinnerung behalten – ebenso wie die beiden Projektleiter der Messe Sindelfingen Martina KAISER und Jan BILLION (hier am Präsidententisch). Wie in der Fachpresse bereits festgestellt war diese Veranstaltung der gesellschaftliche Höhepunkt der Briefmarkenbörse Sindelfingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der DASV-Festabend wurde im Übrigen von der professionellen Fotografin Kerstin STEINER begleitet. Das Ergebnis kann auf der DASV-Website unter „75 Jahre DASV“ über den Link http://dasv-postgeschichte.de/coppermine/thumbnails.php?album=1 betrachtet werden. Da ist bestimmt das ein oder andere nette Souvenir für unsere Gäste dabei.

Auch das von mir bereits seit Jahren geleitete Symposium der „Postgeschichte live“ avancierte einmal mehr zu einer DASV-Veranstaltung. Trotz des zeitgleich stattfindenden A.I.E.P.-Kongresses – bei dem DASV-Mitglied Thomas MATHÁ zum neuen Präsidenten ge-wählt wurde – fanden sich zeitweise über 50 Gäste ein, um den kompetenten Vorträgen von Hans-Michael KRUG, Georg MEHRTENS und Paul WIJNANTS aufmerksam zu folgen. Die starken Besucherzahlen und die ungebrochen gute Qualität der Vorträge belegen die Bedeutung des Symposiums als wichtigen Baustein der „Postgeschichte live“. Die Vielfalt der behandelten Themen geben neue Impulse und Anregungen, selbst wenn sich der Gast nicht sofort mit seinem eigenen Sammelgebiet in einem Vortrag wiederfindet.

Die „Internationalen deutschen Meisterschaften der Postgeschichte“ brachten einen „Posthorn-Segen“ für DASV-Mitglieder. Allen mehr oder minder Erfolgreichen meinen Glückwunsch. Das Niveau der Exponate war hoch und den Ambitionen dieser Veranstaltung würdig. Die Ergebnisse sind im weiteren Rundbrief nachzulesen.

Um die Auswahl und die Vergabe des mit 250.– € dotierten DASV-Literaturpreises kümmerte sich erstmals hauptverantwortlich DASV-Vizepräsident Thomas HÖPFNER. Als Ressortleiter der Bundesstelle Ausstellungswesen und internationaler Juror hat sich Thomas HÖPFNER für diese Aufgabe geradezu prädestiniert.

Die Wahl fiel in diesem Jahr auf das hervorragend gelungene Werk „Österreichische und ungarische Posteinrichtungen in den Donaufürstentümern 1782 – 1880 Band II: Konsulatsposttarife, Auslandsposttarife (1836, 1844, 1851) je mit internationalen Korrespondenzen, Postverträge, DDSG, Lloyd“ von Dr. Gertlieb GMACH, welches sicherlich in Bälde zur Standardliteratur dieses Sammelgebietes gehören wird.

 

Bei dem im Rahmen der Briefmarkenbörse in Sindelfingen erstmals ausgerichteten Literaturwettbewerb der Arbeitsgemeinschaften im Rang 1 erzielte der DASV eine Gold-Medaille für die DASV-Rundbriefe der Jahrgänge 2014/2015 und Großgold mit Ehrenpreis – sprich den Klassensieg – für das DASV-Postvertragsprojekt. Eine erneute Bestätigung für die hervorragende Arbeit der Verantwortlichen, denen ich an dieser Stelle hierzu ausdrücklich gratulieren möchte. Im Bild von links Rudolf BUSCHHAUS und Michael LENKE bei der Ehrung durch Ausstellungsorganisator Alfred SCHMIDT für die DASV-Website www.postvertraege.de.

Die im Zusammenhang mit dem DASV-Jubiläum initiierte Sponsoring-Aktion brachte bis dato 8.606,60 €. Die Jubiläumsaktivitäten konnten somit finanziert werden. Der Überschuss wird voraussichtlich zu großen Teilen in das Postvertragsprojekt investiert werden.

Mein persönliches Ziel wurde zwar nicht ganz erreicht, aber das Ergebnis kann sich in jedem Fall sehen lassen. Bemerkenswert finde ich insbesondere die Vielzahl der Sponsoren, die für die Solidarisierung und die Identifizierung unserer Mitglieder mit den Ambitionen unseres Vereins sprechen. Bei den Spendern handelt es sich um die nachfolgend genannten DASV-Mitglieder oder verbundenen Organisationen, bei denen ich mich auf diesem Weg nochmals ausdrücklich bedanken möchte. Als kleines Dankeschön wurde auch hier ein Gratis-Exemplar der Festschrift überlassen.

Vielleicht findet sich ja noch der ein oder andere generöse Zeitgenosse. Sollte die fünfstellige Schwelle erreicht sein, werde ich nochmals berichten.

Ihr
Klaus Weis
Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.

Frühjahrstreffen des Deutschen Altbriefsammler-Vereins in Berlin vom 6. bis 9. April 2017

Das nächste Frühjahrestreffen des DASV inklusive Mitgliederversammlung wird am verlängerten zweiten Aprilwochenende in Berlin stattfinden. Für die Organisation haben sich unsere Mitglieder Hans-Joachim BÜLL und Karlfried KRAUß zur Verfügung gestellt.

Unser Mitglied Dr. Veit DIDCZUNEIT – Abteilungsleiter Sammlung im Museum für Kommunikation in Berlin – hat dafür gesorgt, dass die Mitgliederversammlung im Museum für Kommunikation stattfinden kann. Eine persönliche Führung durch das ehrwürdige Haus, der Besuch der Bundeshauptstadt verbunden mit einem attraktiven und sehenswerten Programm sollte Anreiz genug für eine Teilnahme am Frühjahrestreffen sein.

Tagungsort der Mitgliederversammlung ist das Museum für Kommunikation Berlin, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin-Mitte.

Gemeinsame Unterkunft:
Hotel NH Berlin-Mitte, Leipziger Str. 106-111, 10117 Berlin
Tel.: 030/30203760
nhberlinmitte@nh-hotels.com
www.nh-hotels.com
Zimmer-Reservierung bis zum 15.2 2017 – unter Reservierungs-Nummer: 22.625.652
Reservierungen per E-Mail: reservierungen@nh-hotels.com oder Tel. 030/22380233
Übernachtung 1. Tag 127 Euro, jeder weitere Tag 109 Euro mit Frühstück
Tiefgarage im Hotel, je Tag 22 Euro
Anreise mit der Bahn: vom Hauptbahnhof mit S-Bahn (S5, S7) Richtung Ahrensfelde
oder Strausberg bis Friedrichstraße, dann mit U-Bahn in Richtung Alt-Mariendorf (U 6) bis Stadtmitte.
Das Hotel liegt nur 3 min. Fußweg vom Museum für Kommunikation entfernt - in der Nähe der U-Bahnstation Stadtmitte.
Programm  
Donnerstag, 6. April Anreise, Hotel ab 15.00 Uhr
  19.00 Uhr: Abendessen im nh-Hotel, Restaurant des Hotels
Freitag, 7. April Vormittag „Auf Berlin-Tour“, Historische Schiffstour ab Friedrichstr./Spree-Ufer, Anlegestelle der Reederei Winkler Berlin
Fahrt durch das historische Berlin, Abfahrt 10.15 Uhr, Dauer etwa 1 Stunde,
Getränke und Imbiss an Bord, es wird original Berliner Currywurst gereicht (Fahrtkosten 14,50).
  14.00 bis 16.00 Uhr: Museum für Kommunikation, Leipziger Str. 16.
Führung durch das Museum von unserem Mitglied Dr. Veit Didczuneit
  19.00 Uhr: Abendessen, Festabend im Restaurant Reinhard’s, Nikolaiviertel, Poststraße 28 in Berlins historischer Mitte.
Sonnabend 8. April 9.00 Uhr: DASV-Mitgliederversammlung
Museum für Kommunikation, Leipziger Str. 16, 10117 Berlin-Mitte
Ablauf entsprechend der Tagesordnung, anschließend zwei Vorträge:
  • Karlfried Krauß: Postverbindung Russland – Preußen im 18./19. Jahrhundert
  • Wolfgang Bauer: Die großen Hermesköpfe Griechenlands und ihre Frankaturen 1861 bis 1867
  Partnerprogramm: Stadtführung durch Berlins Mitte.
  19.30 Uhr, Entrecôte, Schützenstr. 5, 10117 Berlin-Mitte, Am Checkpoint Charlie. Das gemütliche französische Restaurant bietet eine gute Küche zu noch „normalen“ Preisen für Berlin und ist in nicht allzu weiter Entfernung vom Hotel, im langsamen Schritt in 10 min. erreichbar.
Sonntag, 9. April 10:00-12:00 Uhr Besuch des Alten Museums am Lustgarten mit der Antikensammlung. (Pergamonmuseum: Pergamonaltar geschlossen, Baumaßnahmen bis 2020)

Damit unser Mitglied Hans-Joachim Büll rechtzeitig planen kann, melden Sie sich bitte verbindlich zu den Veranstaltungen bis spätestens 10. März 2017 mit Angaben der Personenzahl an, bei:  Hans-Joachim Büll, Karl-Liebknecht-Str. 9, 10178 Berlin, Tel. 030/2413168, joachim.buell@outlook.de

Erfolge des DASV im BDPh-Literaturwettbewerb

BDPh-Literaturwettbewerb der Arbeitsgemeinschaften im Rang 1 in Sindelfingen 2016: Gold-Medaille für die DASV-Rundbriefe der Jahrgänge 2014/2015 und Großgold mit Ehrenpreis (Klassensieg) – für das DASV-Postvertragsprojekt www.Postvertraege.de – ein erneuter Beweis für die hervorragende Qualität der Forschungsergebnisse innerhalb des DASV und deren Umsetzung in Publikationen.

Postgeschichte Live 2016

Im Internationalen Wettbewerb Postgeschichte Live 2016 habe unsere DASV-Mitglieder folgende hervorragenden Ergebnisse erreicht:

Gruppe 1: (Postgesch. Sammlungen vor Gründung des Weltpostvereins mit Vormarkenzeit)

  • Wruck, Rolf-Dieter: Portugal – South Atlantic 1798 – 1877 – Goldenes Posthorn

Gruppe 2: (Postg. Sammlungen vor Gründung des Weltpostvereins ohne Vormarkenzeit)

  • Bergamini, Adriano: The Austrian Post in Hungary 1850–1867 – Goldenes Posthorn
  • Teruzzi, Angelo: Postal relationship between Kingdom of Italy and Austrian Empire 1861–1875 – Silbernes Posthorn
  • Fürbeth, Robert: Die postalische Einigung Deutschlands (Die ersten Jahre des Deutsch-Österreichischen Postvereins) – Bronzenes Posthorn

Gruppe 3: (Postgeschichtliche Sammlungen nach Gründung des Weltpostvereins)

  • Schild, Georges: Die polnische Armee nach ihrer Niederlage und die Entstehung des 2. Polnischen Armeekorps – Silbernes Posthorn

Gruppe 4: (Stempelstudien, Marcophilatelie)

  • Kimmel, Kurt: The Postmarks and Cancellations of Ceylon (1815 –1893) – Goldenes Posthorn
  • Weis, Klaus: Die Entwicklung der Ortsstempel im späteren Großherzogtum Baden 1723–1871 – Silbernes Posthorn
  • Knapp, Arnim: Die Entwicklung der Sächsischen Postaufgabe- und Entwertungsstempel bis zum Ende der Sächsischen Posthoheit am 31. Dezember 1867 – Bronzenes Posthorn

Gruppe 5: (Regionale und Heimatsammlungen)

  • Mimberg, Heinrich: Von/über nach Nidda – Goldenes Posthorn
  • Reith, Dr. Wolfgang: Postgeschichte Saarbrücken von den Anfängen bis zur Großstadt 1909 – Silbernes Posthorn
  • Leuthard, Rolf: Postgeschichte Kanton Solothurn (bis 1882) – Bronzenes Posthorn

Gruppe 7: (Postgeschichtliche 1-Rahmen-Sammlungen)

  • Dorr, Elmar: Postgeschichte der ungarischen Tauchboot-Briefe nach Nord- und Südamerika während des 1. Weltkriegs – Goldenes Posthorn
  • Huber, Karl: Die verschiedenen Portobeträge im Auslag-Stempel der Kantonalpost Zürich – Silbernes Posthorn
  • Selig, Heinz: Postverkehr der Displaced Persons 1945-1948 – DP-Post am Beispiel des „Lagers Meerbeck“ – Bronzenes Posthorn

Gruppe 8: (Postgeschichtliche Literatur)

  • Giribone, P./Vollmeier, P.: Le Armate Francesi in Italia (1792 - 1814) – Storia postale e Catalogazione – Goldenes Posthorn

In der Jury der Postgeschichte Live waren tätig:

  • Dénes Czirók, (Jurypräsident)
  • Dr. Helmut Seebald
  • Dr. Eckart Bergmann
  • Dr. Gerald Heschl
  • Dr. Wolf Heß
  • Claude Montandon
  • James van der Linden
DASV-Salon bei der LUBRAPEX 2016 in Viana do Castelo / Portugal

Die Geschichte begann bei der „AISP International 2014“ anlässlich der Briefmarkenmesse „Milanofil“ in Mailand. Damals entstand der persönliche Kontakt zu Pedro VAZ PEREIRA, dem Präsidenten des portugiesischen Philatelistenverbandes. Aus einer anscheinenden „fixen Idee“ wurden schnell Fakten: Eine kleine, aber feine Delegation mit portugiesischen Spitzenphilatelisten folgte meiner Einladung zur „Postgeschichte live 2015“ in Sindelfingen und setzte dort eine denkwürdige Marke mit dem Gewinn zahlreicher Posthörner.

Der geplante Gegenbesuch ließ nicht lange auf sich warten. Die LUBRAPEX – eine traditionsreiche, niveauvolle bilaterale Rang-1-Ausstellung zwischen Brasilien und Portugal – feierte heuer ihr 50-jähriges Jubiläum. Neben den beiden „Stamm-Verbänden“ waren auch Deutschland und Italien als Gastländer im Wettbewerb vertreten.

In einem gesonderten Salon konnte der DASV seine Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Die gleichzeitige Präsenz des BDPh brachte zwar eine Art „Konkurrenzsituation“ im Hinblick auf potenzielle Aussteller, doch konnten alle Beteiligten mit einvernehmlich gefundenen Lösungen zufrieden sein. Trotz der zeitnahen FIP-Weltausstellung in New York war es Thomas HÖPFNER gelungen, für den DASV ein respektables Team aufstellen, welches geeignet war, die Bandbreite und die Qualität des Sammelinteresses der Vereinsmitglieder gut zu präsentieren. Unser ausdrücklicher Dank gilt in diesem Zusammenhang den nachfolgend aufgeführten Ausstellern, welche weder Kosten noch Mühen gescheut hatten, ihre Exponate für den DASV nach Portugal zu bringen oder bringen zu lassen:

  • Dr. Martin CAMERER (D) „Briefpostverkehr zwischen den Deutsch-Österreichischen Postvereinsgebieten und den Elbherzogtümern Schleswig, Holstein und Lauenburg 1850 – 1867 “
  • Dr. Wolf HEß (D) „Cuba – The „Triangular Trade“ / Historical considerations on the early National Transatlantic ship connections 1764 to GPU“
  • Dr. Thomas MATHÁ (I) „International Mail transiting the Italian Peninsular (1815 – 1852)“
  • Friedrich MEYER (D) „Postal History of Bremen – Letters from 1868 to 1875“
  • Hotze WIERSMA (NL) „Postal development in rural areas in the Netherlands before 1850“
  • Rolf WRUCK (D) „Portugiesische Schiffspostverbindungen von 1798 bis 1877“

Der anlässlich der LUBRAPEX 2016 veranstaltete FEPA-Kongress führte eine Vielzahl hochrangiger Landesvertreter aus ganz Europa inklusive des aktuellen Präsidenten José Ramón MORENO nach Viana do Castelo. Der starken brasilianischen Delegation gehörte u.a. auch Dr. Klerman WANDERLEY LOPES aus Rio de Janeiro an. So ergab sich völlig unerwartet eine gute Gelegenheit, unser Mitglied aus Südamerika einmal persönlich kennenzulernen. Die nunmehr auch mit einigen brasilianischen Postgeschichtlern geknüpften Kontakte werden eine Bereicherung für das DASV-Netzwerk sein, ohne gleich Ambitionen zu entwickeln, in nächster Zeit auch einmal über den „großen Teich“ fliegen zu wollen. Im Hinblick auf persönliche Präsenzen fühlen wir uns nach wie vor im europäischen Raum gut aufgehoben und wollen die Ausrichtung des DASV auch keineswegs übertreiben.

Der im Rahmen der Rang-1-Ausstellung verliehene Sonderpreis des DASV – eine sehr ansprechend gestaltete, von Heinrich MIMBERG gestiftete Jugendstil-Silberschale (mit Gravur) – ging an Francesco MELONE aus Italien für sein Exponat „Naples“. Das alles überragende Exponat kam aus Brasilien – Everaldo SANTOS zu den Schifffahrtslinien nach Südamerika von 1764 bis zum Beginn des UPU.

 

Neben einer hochklassigen LUBRAPEX 2016 wurde den persönlich anwesenden Ausstellern der Aufenthalt an der Atlantikküste mit sonnigen, relativ warmen und vor allem regenfreiem Wetter versüßt. Einfach ohne jeden Zeitdruck in den Tag hineinzuleben, in einem Straßencafe einen landestypischen Vino Verde zu schlürfen, durch die engen historischen Gassen von Viana do Castelo zu schlendern oder bei einem Ausflug das wichtigste Exportgut von Porto etwas näher kennenzulernen – all das macht große Lust auf eine Rückkehr irgendwann in diesem Leben. Philatelie-Tourismus lohnt sich meistens …

Weingarten, im Mai 2016
Klaus Weis, Präsident des DASV

DASV-Ehrenmitgliedschaft für Paolo VOLLMEIER

Die Mitgliederversammlung hat beim Frühjahrestreffen in Hildesheim 2016 beschlossen, dem hochverdienten und in Fachkreisen überaus prominenten und beliebten Vorphilatelie-Experten für sein herausragendes postgeschichtliches Lebenswerk und seine besonderen Verdienste um den Deutschen Altbriefsammler-Verein e.V. die Ehrenmitgliedschaft anzubieten. Paolo VOLLMEIER reagierte hierauf in einem persönlich gehaltenen Brief auszugsweise wie folgt: „… Eine Ehrenmitgliedschaft im DASV nehme ich gerne an. Das freut mich ganz besonders! …

Klaus Weis, DASV-Präsident

Nachlese Sindelfingen 2015

Liebe Freunde der Postgeschichte,

Sindelfingen 2015 in kurzen Worten: die Portugiesen kamen, sahen und sie siegten. Pedro VAZ PEREIRA hielt Wort und brachte die Postgeschichte-Elite der alten Kolonialmacht zur „Postgeschichte live“. Eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht. Selten bekommt man in Deutschland derlei Exponate zu Gesicht. So gingen zahlreiche – insbesondere goldene – Posthörner nach Portugal. Ich kann mich nicht erinnern, wann letztmals ein Gastland derart „abgeräumt“ hat. Meinen Glückwunsch hierzu wie selbstverständlich auch an alle übrigen Posthorngewinner und Kandidaten aus Nah und Fern.

Mit großer Zufriedenheit konnten wir feststellen, dass das Niveau der „Internationalen Deutschen Meisterschaft der Postgeschichte“ dieser Bezeichnung würdig ist und die schon einige Jahre zurückliegende „Durststrecke“ nachhaltig ad acta gelegt werden konnte. Solche hochklassigen Wettbewerbsausstellungen sind das „Salz in der Suppe“, zugleich Inspiration und Motivation zur Umsetzung neuer Impulse und sei es nur für eigene Sammelambitionen.

Der DASV hat hierzu einen maßgeblichen Beitrag geleistet. Er ist und bleibt unbestrittenes Zugpferd der „Postgeschichte live“. Das Netzwerk funktioniert ausgezeichnet und die wachsenden internationalen Kontakte bringen Synergieeffekte für alle beteiligten Parteien.

Als idealer „Meeting-Point“ für fachliche Diskussionen hat sich die „Lounge“ im DASV-Stand bereits seit einigen Jahren etabliert. Hier ließ sich auch heuer in angenehmer Atmosphäre verweilen oder wie im unteren Bild am Beispiel von Dr. Thomas MATHÁ und Dr. Martin CAMERER neueste Forschungsergebnisse austauschen.

 

 

Die Energie eines Pedro VAZ PEREIRA ist selbst im Foto links deutlich zu spüren. Solche Freundschaften tragen Früchte. Wir werden die Freundschaft so gut wie möglich pflegen und Ende April 2016 zu einem Gegenbesuch bei der „LUBRAPEX 2016“, einer hochklassigen multilateralen Ausstellung in Portugal aufwarten.

 

 

 

Durch die Aktivitäten am DASV-Stand konnten drei neue Mitglieder geworben werden. Im Namen des Vorstandes heiße ich Louise NILLE aus Dudelange in Luxemburg, Rolf-Dieter WRUCK aus Braunschweig, Donald DECORTE aus Gent in Belgien wie auch alle anderen „Neuen“ in unserer ambitionierten Mitgliedergemeinschaft sehr herzlich willkommen.

Der erstmalige Ausflug mit einem vollbesetzten Charter-Bus zur Gaststätte „Culinarium“ in Altdorf hat sich gelohnt. Der Name hat gehalten, was er suggeriert. Ein vorzügliches Essen und zufriedene Gesichter bei dieser ersten DASV-Abendveranstaltung waren ein guter Auftakt für kurzweilige und harmonische Begegnungen innerhalb unseres internationalen Mitgliederkreises. Gäste aus Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Österreich, Portugal der Schweiz und Ungarn haben uns hierbei die Ehre gegeben. Für jeden Teilnehmer der portugiesischen Delegation gab es bei dieser Gelegenheit das phantastisch illustrierte Buch von Alan HOLYOAKE über die beiden ersten Briefmarken der Welt – sicherlich ein schönes Souvenir.

Ehepaar SCHILD beim Gästebuch-Eintrag mit Horst WARNECKE

Das internationale Symposium der „Postgeschichte live“ konnte einen Rekordbesuch verzeichnen und den steigenden Trend des Interesses bestätigen: mehr als 60 Besucher – eine wahrlich respektable Anzahl.

PGL-Symposium: (von links) die Referenten Arnim KNAPP, Dr. Wolf HEß, Pedro VAZ PEREIRA und Klaus WEIS.

Der Vortrag von Arnim KNAPP zur Ballonpost aus dem belagerten Paris nach Sachsen brachte ebenso eine vollkommen neue Thematik ins Symposium wie die in Deutsch (!) vorgetragenen Ausführungen von Pedro VAZ PEREIRA zur portugiesischen Postgeschichte.

Im Besucherraum erste Reihe (v. l.) Kurt KIMMEL, James VAN DER LINDEN, Prof. Dr. Mark BOTTU, Donald DECORTE und das portugiesische Zwillingspaar Eduardo und Luis BARREIROS.

Die bereits im Vorjahr von Dr. Wolf HEß behandelten Schiffsverbindungen nach Kuba erfuhren heuer ihre Fortsetzung. Es ist beabsichtigt, die Referate in einem der kommenden Rundbriefe zu publizieren mit Ausnahme des Vortrages zu den Schiffsverbindungen nach Kuba. Dieses meines Wissens im deutschsprachigen Raum noch nicht publizierte Postgeschichte-Thema soll in einem Buch ausführlich aufgearbeitet werden. Dr. Wolf HEß ist bekannt für seine sachkundige Ader und ich denke, wir dürfen schon heute voller Vorfreude auf das neue Werk sein. Ich selbst werde es jedenfalls erwerben …

 

Der DASV-Festabend ist der DASV-Festabend: hier trifft man sich in altbewährter Tradition mit gewohntem Stil und das ist auch gut so. Ein Glas Sekt für jedermann vom Personal des Hauses an den Tisch gebracht. Ein Toast auf die portugiesischen Gäste und auf den DASV. Ausreichend zu essen und zu trinken, jede Menge Gelegenheit zu interessanten Gesprächen mit angenehmen und kompetenten Gleichgesinnten (im Bild rechts Erich FRÜTEL und Wilma DROEMONT), die man in dieser Häufung sicher nicht bei jedem philatelistischen Event trifft. Eine Spitzen-Veranstaltung wie die „Postgeschichte live“ braucht einen solchen Festabend. Das war auch heuer wieder das einhellige Urteil der Anwesenden …

 

Das diesjährige Highlight des DASV-Festabends war die Ehrung von Friedrich PIETZ aus Nürnberg mit der SAVO-Plakette. Die herausragenden Verdienste und postgeschichtlichen Forschungsergebnisse des meinerseits gerne als „Vorphila-Papst“ bezeichneten Experten wurden in prägnanter und gelungener Art und Weise durch die Laudatio von Dr. Joachim HELBIG dargestellt und gewürdigt. Postgeschichtler wie Herr PIETZ sind bei ihren Erklärungen in der Lage, die zu besprechenden Sachverhalte derart gut zu vermitteln, dass das „Kopfkino“ hierzu gerne der Phantasie seinen Lauf lässt und an sich eher schwer zu verstehende Themen im wahrsten Sinne des Wortes anschaulich werden. Vor seiner Sachkunde habe ich jedenfalls großen Respekt und bin sehr dankbar dafür, dass es Menschen mit einer solchen Begeisterungsfähigkeit für unser geliebtes Hobby gibt …

 

Im Rahmen des Festabends verlieh BDPh-Vizepräsident Alfred SCHMIDT den „Vespermann-Gedächtnis-Preis“ an den DASV. Diese hohe deutsche Auszeichnung ist bestimmt für besondere philatelistische Leistungen von Arbeitsgemeinschaften. Im Falle des DASV wurde hierdurch  unter anderem das Engagement für die postgeschichtlichen Tage in Sindelfingen gewürdigt, bei denen der Verein seit vielen Jahren als Motor und Zugpferd fungiert. Die Initiierung und Pflege internationaler Verbindungen zu gleichgesinnten Organisationen aus dem europäischen Ausland, das vielbeachtete Postvertragsprojekt und last but not least die exzellenten DASV-Rundbriefe, welche die Forschungsarbeit der Mitglieder dokumentieren, waren darüber hinaus wesentliche Faktoren für die nach den Worten von Alfred SCHMIDT „längst überfällige Preisvergabe“ …

Die Abschluss-Veranstaltung – die Vergabe der goldenen, silbernen und bronzenen Posthörner – wurde zur „Stunde der Portugiesen“ …

 

Der in diesem Rahmen verliehene (mit 250.- € dotierte) Literaturpreis des DASV ging an das Werk „Die Neuerungen der Norddeutschen Post 1868 bis 1871“ von Eckehard GÜNTHER und Ingo VON GARNIER. Dazu gab es noch eine außergewöhnliche Zugabe: die Publikation wurde darüber hinaus mit dem Sonderpreis des portugiesischen Verbandes ausgezeichnet – einem hochwertigen Porzellanteller mit einem sehenswerten historischen Motiv. Das Foto zeigt den stolzen Preisträger in der Bildmitte.
Mit den besten Wünschen zum neuen Jahr.
                                      

Klaus Weis
Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.

 

DASV-Mitgliederversammlung am 9.4.2016

Einladung zur DASV-Mitgliederversammlung
mit Frühjahrstreffen in Hildesheim vom 7. bis 10. April 2016

2015 war Hessens Landeshauptstadt Wiesbaden Gastgeber der DASV-Mitgliederversammlung und 2016 erwartet uns Hildesheim, die Stadt des Tausendjährigen Rosenstocks und Niedersachsens kleine, aber feine „Kulturhauptstadt“ – seit 1985 UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt.

Das Van der Valk Hotel **** am Marktplatz (Fußgängerzone) ist vom Bahnhof (ICE-Anschluss) bequem zu Fuß (max. 15 Minuten) oder mit dem Stadtbus (Linie 1 Richtung Himmelsthür / dann ab Haltestelle Schuhstraße durch die Judenstraße in 3 Minuten zum Marktplatz) zu erreichen. Es bietet hinter historischen Fassaden moderne Superior-Zimmer (25 qm) – als DZ 108 €, als EZ 92 € pro Nacht mit reichhaltigem Frühstücksbuffet / Minibar mit alkoholfreien Getränken und WLAN-Anschluss kostenlos – bei Anreise mit dem PKW – Parkmöglichkeit nur in der Tiefgarage unter dem Hotel für 9,50 € pro Tag / Navi Eingabe „Jakobistraße“.
Die Zimmer können bis zum 7. Februar 2016 unter dem Stichwort „DASV“ abgerufen werden. Sofern nach dem Stichtag noch Zimmer zur Verfügung stehen, können diese zu den gleichen Konditionen gebucht werden.
E-Mail an hildesheim@valk.com oder reservierung@hildesheim.valk.com
Telefon: 05121-300600. Internet: www.vandervalk.de/hildesheim

Vorläufiges Programm

  Donnerstag, 7. April 2016
  Individuelle Anreise (Möglichkeiten s.o.)
19:00 Uhr  Gemeinsames Abendessen im „Gasthaus im Brühl“
  Freitag, 8. April 2016
10:00 Uhr Stadtführung „Hildesheim zum Kennenlernen“ - ca. 2 Std. *
anschließend Individuelle Mittagspause
14:30 Uhr Domführung – ca. 1 Std. **
anschließend Spaziergang zurück zum Hotel mit Blick auf die Dinge links und rechts des Weges ***
und kurzer Kaffeepause auf der „Insel“
(* - ***kostenlose Angebote der Gästeführerin Ingrid Schwoon)
19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen im „Knochenhaueramtshaus“ –  direkt neben dem Hotel
  Samstag, 9. April 2016
9:00 - 17:00 Uhr DASV-Mitgliederversammlung
im Auktionshaus Veuskens, Max-Planck-Str. 10 mit Philatelistischem Vortragsprogramm
Büll, Hans-Joachim: „Nachrichtendienst des Deutschen Ordens im Preußenland“
Schwoon, Hans-Joachim: „Die Post im Fürstentum Hildesheim
Lütgens, Rainer:   Die Flugpioniere: „Marga von Etzdorf – Die tragische Fliegerin" und „Hans Bertram – Flug in die Hölle“
10:30 Uhr  Partnerprogramm: Besuch und Führung im Stadtmuseum
12:15-12:45 Uhr kostenloses Orgelkonzert im Dom
anschließend Individuelle Mittagspause und Zeit zur freien Verfügung
19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen im Hotel
  Sonntag, 10. April 2016
  Nach dem Frühstück Abreise oder – eigentlich ein Muss –
10:30 Uhr Besuch und Führung im neuen Dommuseum - ca. 1 Std.

Anmeldungen

Damit unser Mitglied Hans-Joachim Schwoon rechtzeitig planen kann, melden Sie sich bitte verbindlich zu den nachfolgend aufgeführten Veranstaltungen (bis spätestens 10. März 2016) mit Angabe der Personenzahl an bei:

Hans-Joachim Schwoon, Ostpreußenstr. 27, 31139 Hildesheim
E-Mail: hanschwoon@web.de
Telefon: 05121-26 40 03 - Mobil: 0178 136 57 78

  Donnerstag, 7. April 2016
19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen im Gasthaus im Brühl
  Freitag, 8. April 2016
10:00 Uhr Stadtführung „Hildesheim zum Kennenlernen“ – ca. 2 Std.
14:00 Uhr Domführung – ca. 1 Std.
anschließend Spaziergang zum Hotel mit Blick auf die Dinge rechts und links des Weges
  und einer kurzen Kaffeepause auf der „Insel“
19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen im „Knochenhaueramtshaus“– direkt neben dem Hotel
  Samstag, 9. April 2016
10:30 Uhr Partnerprogramm Besuch und Führung im Stadtmuseum
19:00 Uhr Gemeinsames Abendessen im Hotel
  Sonntag, 10. April 2016
10:30 Uhr Besuch und Führung im Dommuseum – ca. 1 Std.

Die Anmeldungen sind verbindlich, da die Führungen rechtzeitig kostenpflichtig gebucht werden müssen.

Änderungen vorbehalten!

LUBRAPEX 2016 in Viana do Castelo/Portugal

Ausstellungen: Bei der LUBRAPEX 2016 in Viana do Castelo / Portugal wird es einen DASV Salon geben!

Entgegen der Meldung im Rundbrief 504 werden wir nicht am Rang 1 Wettbewerb teilnehmen, sondern einen DASV Salon außerhalb des Wettbewerbs haben. Interessenten sollten sich möglichst bald bei Thomas Höpfner (Email t.hoepfner@t-online) melden.

Die Ausstellung wird vom 26. April bis 1. Mai 2016 in Viana do Castelo stattfinden. Interessenten an einem "Rahmenprogramm" können sich ebenfalls bei Thomas Höpfner melden.

 

Internationale Briefmarkenbörse Sindelfingen 2015

Die „Internationale Briefmarkenbörse Sindelfingen“ bietet
auch in diesem Jahr wieder den Rahmen für attraktive eigene Veranstaltungen des DASV oder für solche, an denen sich der DASV maßgeblich beteiligt. Ich möchte Sie hierzu gerne einladen und kann Ihnen nur empfehlen, persönliche Eindrücke zu Postgeschichte auf hohem Niveau zu sammeln und Gelegenheiten zu persönlichen Begegnungen wahrzunehmen. Schlendern Sie durch den Profi-Bereich und prüfen Sie die Angebote des Handels und der Auktionatoren. Lassen Sie sich durch die Ausstellungsexponate im Wettbewerb um das „Goldene Posthorn“ und bei den fachkundigen Vorträgen im Symposium für Postgeschichte inspirieren und mit fundiertem Wissen beeindrucken. Den DASV-Stand finden Sie wie üblich in der Verlängerung des „Posthorn-Wettbewerbs“ im ersten Obergeschoss der Messehalle. Gerne laden wir Sie hier zum Verweilen auf ein Glas Sekt oder ein Glas Wasser ein …

ACHTUNG ► Der traditionelle „Abend der Begegnung – im Kreise des DASV und seiner Freunde“ findet dieses Jahr wie folgt statt:

Donnerstag, den 29. Oktober 2015, ab 19.00 Uhr
im „Culinarium“ in 71155 Altdorf, Alemannenstraße 2,
Tel.
07031 608300

Interessenten für diesen Abend wenden sich bitte zeitnah persönlich per Mail an mich unter praesident@dasv-postgeschichte.de. Das Restaurant ist für seine gute Küche bekannt und liegt ca. 16 km von der Messe Sindelfingen entfernt. Wir werden uns darum kümmern, dass ab 18.30 Uhr ausreichend Taxis zur Verfügung stehen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

In diesem Jahr dürfen wir erstmals eine Delegation portugiesischer Spitzenphilatelisten in Sindelfingen begrüßen, die von unserem Mitglied Pedro VAZ PEREIRA – dem Präsidenten des Portugiesischen Verbands FEDERAÇAO PORTUGUESA DE FILATELIA – angeführt werden wird. Pedro VAZ PEREIRA wird es sich zudem nicht nehmen lassen, persönlich als Referent im Symposium der „Postgeschichte live“ zu fungieren.

Es wird uns eine große Ehre und eine besondere Freude sein, sowohl den Donnerstagabend im „Culinarium“ als auch den

DASV-Festabend
am Freitag, den 30. Oktober 2015, ab 19.30 Uhr
im Hotel Mercure (Einlass ab 19.00 Uhr)

gemeinsam mit unseren Freunden aus Portugal zu begehen.

Einladung zum Festabend

„Festabend des DASV mit der
FEDERAÇAO PORTUGUESA DE FILATELIA – Gäste willkommen“

am

Freitag, den 30. Oktober 2015,
um 19.30 Uhr
(Einlass ab 19.00 Uhr)

im

Hotel Mercure,
71065 Sindelfingen, Schwertstr. 65 (direkt an den Messehallen)

Internationales kalt / warmes Buffet, zu bezahlen mit der Abendzeche. In Anbetracht der begrenzten Teilnehmerzahl sind telefonische Reservierungen an Frau SCHRÖDER vom Hotel Mercure in Sindelfingen (Tel. 07031 / 6196-129) bis spätestens zum 23. Oktober 2015 erwünscht.

Klaus Weis, Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.

 

Ausstellungserfolge

Die European Championship for Thematic Philately (ETCP) fand vom 7. bis 9. Mai 2015 in Essen statt. Die Veranstaltung mit FIP Patronat wurde von der Europhilex in London aus Platzgründen nach Essen ausgelagert und zeigte vom 13. bis 16. Mai 2015 in London nur noch die Gewinner Exponate der einzelnen Klassen. Das internationale Juryteam der ETCT wurde von BDPh-Vizepräsident Alfred Schmidt geleitet. Von deutscher Seite waren noch Dr. Joachim Maas und Dr. Wolf Heß in der Jury vertreten.

EUROPHILEX-STAMP in London, FEPA-Ausstellung, 13.-16. Mai 2015. In der Jury waren tätig: Dr. Wolf Hess RDP (Vize-Präsident); Thomas Höpfner, Eleve.

Erläuterung: GG Großgold, G Gold, GV Großvermeil, V Vermeil, GS Großsilber.

Die Ergebnisse unserer Mitglieder:

Hackmey, Joseph: Classic Switzerland 97, GG
Maselis, Patrick: The Medallion Issue of Belgium (1849-1863) 96, GG
Schindler, Werner: The Austrian Post in the Levante – 200 years of Habsburg interests in the Orient 96, GG
Jaretzky, Rolf-Dieter: Peru. The Classic Issues with large blocks, the errors, platings etc. 96, GG
Heck, Peter: The Netherlands - Postmarks, from the first to 1813-14 95, GG
Mathà, Thomas: International letter mail crossing the Italian peninsula 1815-1852 93, G
Mentaschi, Mario: Letter mail from and to the old Italian states beyond France and Austria, 1850-1870 96, GG
Krauß, Karlfried: Prussia as the Main Link of the Russian-Polish Mail with the West 95, GG
Meyer, Friedrich: Bremen Mail 95, GG
Schewe, Michael: Königreich Sachsen: Friedrich-August-Ausgabe 94, G
Bauer, Wolfgang: Destinations and Combination Frankings Large Heads of Greece 1828–1875 93, G
Knapp, Arnim: Ganzsachen im Königreich Sachsen 93 G
Stoermer, Georg: The Perkins Bacon years 91 G
Briese, Jürgen:    Die frühe postgeschichtliche Entwicklung in Belgien 90, G
Baurecht, Günter: Der Innerösterreichische Postkurs und das innerösterreichische Postamt in Venedig 90, G
Brunke, Ulrich: The Post Office of Wolfenbüttel (Duchy of Brunswick) – Postal History Collection 1807-1867 86, LV
Droemont, Wilma: Départements conquis 1792–1815 85, GV
Hans Wilderbeek: Stamps and postal relations of the Duchy of Brunswick until the end of its postal independence in 1868 86, GV
Boettger, Lars: The Great War and its postal consequences for Luxembourg, 1914-1919 85, GV
Lavagnino, Luca: Le bureau de poste aux lettres de Coni pendant l'administration française (1801-1814) 80, V
Selig, Heinz: Die Aufnahme des Postverkehrs in Schaumburg nach der Besetzung 1945 78, GS
Literatur  
Wiersma, Hotze: Postmarks and Post Offices in the Netherlands until 1872; Volumes 1&2 90, G
Boettger, Lars:  Handbuch zur Besetzung von Luxemburg im 1. Weltkrieg 1914 – 1918 und der alliierten Besetzung 83, V
Knapp, Arnim: Rundbriefe der Forschungsgemeinschaft Sachsen e.V. 83, V
Heinrich Köhler: Edition D’Or vol XLIII: Prussia – the Rolf Dieter Jaretzky collection 82, V
Heinrich Köhler: Edition D’Or vol XLI: Sleswig – from Danish Duchy in 1625 to the Plebiscite in 1920 – the Christopher: King collection 82, V
Mimberg, Heinrich: Thurn und Taxis-Mitteilungen 81, V
Springer, Renate: Der Sammler und Prüfer Walter Artur Opitz 1877–1968 76, GS

Übergabe der Urkunden an die Groß-Gold-Gewinner: Francis Kiddle (Jury Chairman),
Klaus-Dieter Jaretzky und Bill Hedley (Chairman Organisation); Friedrich Meyer, Peter Heck

Patrick Maselis, Francis Kiddle mit Karlfried Kraus (Medaillen im Doppelpack) und Werner Schindler.
(Fotos: EUROPHILEX-STAMP)

Den erfolgreichen Ausstellern herzliche Glückwünsche

9.-12. April 2015 Mitgliederversammlung mit Frühjahrstreffen in Wiesbaden

Liebe Freunde der Postgeschichte,

die Mitgliederversammlung in Wiesbaden hat einen neuen Vorstand gewählt. Thomas HOEPFNER ist neuer DASV-Vizepräsident, BDPh-Präsident Uwe DECKER scheidet aus dem DASV-Vorstand aus, ansonsten bleibt alles beim Alten. Die sechs- bzw. neunjährige Zugehörigkeit der meisten Vorstandsmitglieder zeigt die Integrität innerhalb dieses Gremiums und der allgemeine Wille für eine nochmalige Kandidatur war auch für mich ausreichende Motivation für eine weitere Amtszeit. Im Namen meiner Vorstandskollegen möchte ich mich bei Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen und das klare Votum bedanken.

Das Frühjahrestreffen in Wiesbaden im April 2015 war eine in jeder Hinsicht gelungene Mischung aus Mitgliederversammlung, philatelistischem Nachmittag und touristischen Aspekten. Die Trennung der beiden erstgenannten Bausteine ermöglichte für die mit Partnern angereisten Teilnehmer eine abwechslungsreichere Gestaltung und vor allem für die Mitgliederversammlung zeitliche Optionen.

Die Auftaktveranstaltung am Freitagmorgen brachte den aus Nah und Fern angereisten Gästen Gelegenheit für ein erstes Kennenlernen der  hessischen Landeshauptstadt.  Eine hochengagiert geleitete Stadtführung vermittelte der Gruppe bei strahlendem Sonnenschein tiefgreifende Informationen, welche selbst eingefleischten Wiesbaden-Kennern bis dato teilweise verborgen geblieben waren. Die Attraktionen der Kurstadt machten Lust auf mehr, wozu sich in den folgenden Tagen noch ausgiebig Gelegenheit ergeben sollte …

Beste Rahmenbedingungen für den philatelistischen Nachmittages wie auch für die Mitgliederversammlung bot das ortsansässige Auktionshaus Heinrich KÖHLER in seinen firmeneigenen Räumlichkeiten.

Nach einer gerade erfolgreich bewerkstelligten Auktion hatte man im Hause KÖHLER noch allerhand zu tun. Vor diesem Hintergrund konnte bei einer Führung durch die „heiligen Hallen“ doch allerlei Wissenswertes zur Auktionsabwicklung, aber auch zur Philosophie der EDITION D’OR, zur renommierten Köhler-Kartei und noch einiges mehr in Erfahrung gebracht werden. Für die freundliche Aufnahme und Unterstützung wie auch für „Bewirtung“ und die ein oder andere Annehmlichkeit an dieser Stelle nochmals mein Dankeschön an Dieter und Birgit MICHELSON, Karl LOUIS und Tobias HUYLMANS.
 
Der Vortrag von Renate SPRINGER zu Kurfürst Christian II von Sachsen gewährte exzellent recherchierte Einblicke in die Beförderung der Post um 1600 und darüber hinaus einen selbst gebackenen „kulinarischen Appetithappen“ nach einem Kochbuch aus dem Jahre 1611. Ein jeder, der diesen Vortrag im wahrsten Sinne des Wortes genossen hat, wird sich sicherlich noch lange Zeit daran erinnern.

BPP Hansmichael KRUG faszinierte mit seinem Spezialthema Brustschilde und führte dabei in bekannt kompetenter Manier sowohl zu traditionellen wie auch postgeschichtlichen Aspekten dieses reizvollen Sammelgebietes aus. Der zweite Bundesprüfer der Runde – Tobias HUYLMANS (im Bild rechts) – „zeigte“ sich erstmals im DASV-Kreis und komplettierte die Vortragsveranstaltung mit sachdienlichen Erläuterungen zum Prüfwesen.

In annähernd fünf Stunden wurden die Tagesordnungspunkte der Mitgliederversammlung intensiv diskutiert und besprochen. Nach der Entlastung des Vorstandes wurde Dr. Hans-Bernhard RHEIN zum neuen Kassenprüfer gewählt. Dem nunmehr ausgeschiedenen Hartmut FLÖTER gilt ebenso wie den wiedergewählten Herren Hans-Joachim SCHWOON und Eberhard LAUTSCH mein Dank für ehrenamtliche Unterstützung unseres Vereins.

Eine besondere Freude war es für mich, dass mehrere langjährige Mitglieder der Einladung von Sekretär Dr. CONZELMANN (jeweils recht im Bild) nach Wiesbaden gefolgt sind. So bekam ich Gelegenheit nicht nur unseren Ehrenpräsidenten Heinz OHLER (mittleres Bild), sondern auch den SAVO-Plakettenträger Albert REINHARDT (links oben) wie auch unser aus der Schweiz angereistes Mitglied Arnold GRIMM (rechts oben) für eine 40-jährige Mitgliedschaft sowie Eberhard LAUTSCH (links unten) und SAVO-Plakettenträger Joachim BÜLL (rechts unten) für eine 25-jährige Treue zum DASV persönlich zu ehren.

Der krönende Abschluss war der samstägliche Ausflug in den Rheingau zum Schloss Vollrads. Nach einer hochinformativen „Schlender-Weinprobe“ und Führung durch eines der ältesten Weingüter der Welt ging es zum 3-Gänge-Menü im stilvollen Ambiente. Gesellige Freundschaft und eine angeregte Unterhaltsamkeit prägten auch hier das Bild eines DASV-Treffens, für dessen generalstabsmäßige, vorbildliche Organisation ich mich an dieser Stelle nochmals bei unserem Mitglied Peter HECK sehr herzlich bedanken möchte.

Informationen zu kommenden DASV-Veranstaltungen:

Das DASV-Frühjahrestreffen 2016 wird vom 07. bis 10. April in Hildesheim stattfinden. Um die Organisation wird sich Hans-Joachim SCHWOON nebst Ehefrau kümmern.

Vom 27. bis 29. Oktober 2016 möchten wir bei der „Postgeschichte live“ in Sindelfingen das 75-jährige Bestehen des DASV in gebührender Form feiern. In diesem Zusammenhang sind unterschiedliche Aktivitäten und Präsentationen auf einer Sonderfläche in den Messehallen Sindelfingen vorgesehen.

Weingarten, im April 2015
Ihr                                                  
Klaus Weis

„Postgeschichte live“ in Sindelfingen 2014

Liebe Freunde der Postgeschichte,

rhythmisches, immer lauter werdendes Klatschen wie bei einem Popkonzert, im Anschluss noch eine spontane „Autogrammstunde“. Was war passiert?

Es ereignete sich am 23. Oktober 2014, am überaus gut besuchten gemeinsamen Abend des DASV mit der Royal Philatelic Society London im Rahmen der „Postgeschichte live“ in Sindelfingen.

„Mr. Penny black“ Alan HOLYOAKE erläuterte in einem erstklassigen Vortrag die Geschichte der beiden ersten Briefmarken der Welt. Der sympathische und leidenschaftliche Brite begeisterte die wohl mehr als 100 Gäste mit seinen Ausführungen in englischer Sprache. Im unmittelbaren Anschluss daran erhielt jeder Teilnehmer der Veranstaltung ein äußerst ansprechendes Büchlein mit den Abbildungen aus dem Grand-Prix-Exponat von Alan HOLYOAKE geschenkt, welches für diesen Abend neu aufgelegt und dankenswerterweise von Dieter MICHELSON ins Deutsche übersetzt worden war.  Eine großzügige Geste des „Philatelie-Promis“, ein tolles „Souvenir“ und eine gute Grundlage zur Nachbereitung.

Ein immer gut gelaunter Alan HOLYOAKE bei der Überreichung eines DASV-Tellers und im Bild unten bei seinem hervorragenden Vortrag zu den beiden ersten Briefmarken der Welt. Ein gelungener Startschuss zu den folgenden Höhepunkten…

Wahrlich eine „Sternstunde der Philatelie“. Wer dabei war, wird dieses Highlight wohl kaum vergessen können. Wer nicht, wird seine Abwesenheit sicherlich bedauern.

 

 

 

Die persönliche Anwesenheit von Chris KING, Präsident der Royal Philatelic Society London, bot Gelegenheit diesen ausgezeichneten Postgeschichtler und eine herausragende Führungskraft der internationalen Philatelie vor einem idealen Auditorium mit der nicht häufig verliehenen Prof. Dr. Hans A. Weidlich-Plakette zu ehren. Chris KING wusste im Vorfeld nichts von der geplanten Ehrung. Als dann Dieter MICHELSON in der Laudatio die besonderen Leistungen von Chris KING darstellte, war die Überraschung offensichtlich gelungen …

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine gelungene Überraschung war der unangekündigte Besuch von Günther STELLWAG, dem Obmann des Österreichischen Philatelistenklubs Vindobona, der im Vorjahr erstmals seine Aufwartung gemacht hatte – frei nach dem Motto: einmal Sindelfingen, immer Sindelfingen. Lieber Günther, wir haben uns sehr über Deinen Besuch gefreut …

Die Abendveranstaltung mit der Royal Philatelic Society London lässt sich sicherlich mit gutem Gewissen als einer der Höhepunkte in der Geschichte des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V. bezeichnen. In diesem Zusammenhang wurde mir von verschiedenen Seiten bescheinigt, dass der DASV „ganz oben angekommen wäre“.


Birthe KING, Günther STELLWAG, Klaus WEIS, Dieter MICHELSON und Chris KING.

Philatelie oder internistische Fachthemen? Dr. Robert NECHWATAL u. Dr. Martin CAMERER.

Festabend des DASV Sindelfingen 2014

Der traditionelle freitägliche Festabend des DASV fand in diesem Jahr mit freundlicher Unterstützung des Auktionshauses Heinrich KÖHLER Wiesbaden statt. Dieses bis dato einmalige Sponsoring soll auch künftig einen dem Niveau dieser Veranstaltung gerecht werdenden Rahmen gewährleisten und auf der anderen Seite die DASV-Vereinskasse für andere Aktivitäten schonen. Wir würden uns freuen, wenn hierzu der ein oder andere Verantwortliche eines Auktionshauses o.ä. Interesse bekunden würde. Sprechen Sie mich bitte direkt an. Wir sind offen für Ihre Vorschläge …

Internationales Flair, eine Vielzahl philatelistischer Größen von Weltrang, ranghoher Funktionäre, Juroren auf FIP-Ebene, prominente Sammler und leidenschaftliche Postgeschichtler. Ein illustrer Kreis, der sich am Festabend des DASV ein Die persönliche Anwesenheit von Chris KING, Präsident der Royal Philatelic Society London, bot Gelegenheit diesen ausgezeichneten Postgeschichtler und eine herausragende Führungskraft der internationalen Philatelie vor einem idealen Auditorium mit der nicht häufig verliehenen Prof. Dr. Hans A. Weidlich-Plakette zu ehren. Chris KING wusste im Vorfeld nichts von der geplanten Ehrung. Als dann Dieter MICHELSON in der Laudatio die besonderen Leistungen von Chris KING darstellte, war die Überraschung offensichtlich gelungen … „Stelldichein“ gab. Nach Alberto BOLAFFI in 2012 war es in 2014 Joseph HACKMEY, der dem DASV als derzeit wohl bedeutendste Sammler der Welt die Ehre gab. In Anbetracht der gleichzeitigen Präsenz von Alan HOLYOAKE und weiteren prominenten Sammlern der RPSL zweifellos ein weiteres Highlight in der Vereinsgeschichte.

Höhepunkt des DASV-Festabends war die Verleihung der SAVO-Plakette an Dr. Ernst BERNARDINI aus Greifenburg in Österreich, einem früheren Obmann der „Vindobona“. Dr. Hadmar FRESACHER würdigte in einer charmant vorgetragenen Laudatio die Verdienste dieses prominenten Postgeschichtlers. Insbesondere wegen seiner hervorragenden Forschungs- ergebnisse zum österreichischen Tarifwesen hatte sich Dr. Ernst BERNARDINI für diese sehr begehrte Auszeichnung prädestiniert. Absolut bemerkenswert ist die tolle Form dieser doch schon einige Jahre im Ruhestand weilenden Persönlichkeit. Für 2015 ist vorgesehen, dass Dr. Ernst BERNARDINI das Symposium der „Postgeschichte live“ mit interessanten Ausführungen zu Ergebnissen seiner Studien bereichern wird …

In der Zeit nach Sindelfingen habe ich mir hin und wieder die Frage gestellt inwieweit das Geschehene noch zu toppen sein könnte oder ob man nicht aufhören soll, wenn es am Schönsten ist? Fragen, welche man sich nicht abschließend beantworten sollte. Es kann und es wird nicht immer so sein wie in diesem Jahr, aber darauf kommt es nicht wirklich an. Die DASV-Veranstaltungen haben einmal mehr die Chance persönlicher Begegnungen auf allerhöchstem Niveau geboten und das werden sie auch in Zukunft tun. Das ist das vornehme Mandat des DASV bei der „Postgeschichte live“ in Sindelfingen …

Symposium der „Postgeschichte live“ Sindelfingen 2014

Die Themen der Vorträge beim Symposium der „Postgeschichte live“ waren dem Besuch der Royal Philatelic Society London geschuldet und hatten demzufolge starken Bezug zu Großbritannien bzw. zu dessen Kolonialreich.

Referenten und Leiter des PGL-Symposiums auf dem Podest. Von links: Dr. Wolf HEß, Dieter MICHELSON, Nigel CHANDLER und Klaus WEIS, im Vordergrund James VAN DER LINDEN.

Nigel CHANDLER aus Großbritannien hielt sich mit seinen Ausführungen zu „Tobago“ doch recht kurz, so dass der Vortrag von Dieter MICHELSON zur Postreform in Irland für einige Interessierte zu früh begann. Diese hatten in der Tat etwas verpasst, denn der ansonsten eher als Berufsphilatelist bekannte Ire trat erstmals „in den Ring“ und bestand seine „Feuertaufe“ mit Bravour. Hierzu nochmals mein Kompliment und an all diejenigen, welche aufgrund des früheren Beginns nicht den ganzen Vortrag verfolgen konnten meine Entschuldigung.

Dr. Wolf HEß (neben Dieter MICHELSON der zweite Repräsentant der Royal Philatelic Society London in Deutschland) unterhielt das erneut besucherstarke Auditorium in gewohnt gekonnter Manier zu den spanischen Schiffsverbindungen nach Kuba. Eine Fortsetzung unter Berücksichtigung weiterer Schifffahrtslinie ist im kommenden Jahr vorgesehen …

Mein abschließender Dank zum PGL-Symposium gilt insbesondere Frau KAISER und Herrn FLAISCH von der Messe Sindelfingen für die reibungslose Gewährleistung optimaler Rahmenbedingungen und Heinrich MIMBERG für seine fortwährende Unterstützung.

Alle Vorträge des PGL-Symposiums werden wie gewohnt in einem der kommenden Rundbriefe zur Nachbereitung ansprechend publiziert werden …

DASV – Regionaltagung in Luzern 5.9 bis 7.9.2014

Bei herrlichem, sommerlichem Wetter startete das Regionaltreffen mit einer Stadtführung durch Max BRACK. Grundlage und Orientierungshilfe war der Stadtplan des Martin Martini von 1597. Gelegentlich wurde auch „moderneres“ Kartenmaterial von Franz Xaver Schumacher von 1790 zu Rate gezogen. Zusammen mit den kenntnisreichen Erläuterungen unseres Stadtführers konnte man sich ein umfassendes Bild über die Entwicklung von Luzern machen. Der Autor dieser Zeilen hat selten eine so  spannende Führung erlebt. Interessenten können die alten Karten auch beim Staatsarchiv Luzern herunterladen.

Am Abend traf man sich zum Nachtessen und Fachsimpeln bei einem landestypischen Speisenangebot. Schon das Studium der Speisekarte in Schwyzerdütsch war eine Herausforderung für einen Mann vom Niederrhein. Dank der Übersetzung durch  Peter Suter wurde diese Hürde gemeistert und der weitere Abend verlief schwungvoll.

Zu den Vorträgen am Samstag trafen dann weitere Teilnehmer ein, vorwiegend Mitglieder des DASV – aber auch einige „freie“ Postgeschichtler. Dank gebührt dem Auktionshaus RÖLLI – SCHÄR AG, das die professionellen Tagungsräume zur Verfügung stellte. Darüber hinaus bereicherte der Geschäftsführer von Rölli, Herr Peter SUTER, das Treffen mit seinem spannenden Vortrag über die Postgeschichte im Fricktal, dem Grenzgebiet am Rhein mit den Hauptpostorten Rheinfelden, Stein und Laufenburg. Neben vielen seltenen bis einmaligen Stempeln zeigte Peter SUTER auch einige postgeschichtlich äußerst interessante Briefe, die Anlass zu lebhafter Diskussion gaben.

Rudolf BUSCHHAUS erläuterte einige Briefe zum Thema der Incoming Mail Schweiz. Neben Fragen zur Desinfizierungspraxis in der Schweiz während der Cholerajahre 1831/32 regte besonders ein Brief aus 1800 mit einer Brieferöffnung am Gotthard Pass zum Disput an. Ein mehrseitiges Handout mit u.a. Tarifen zum vorphilatelistischen Postverkehr Frankreich – Schweiz begleitete den Vortrag. Einige hier entwickelte Lösungsansätze führen vermutlich zu neuen Erkenntnissen.

Während die beiden ersten Vorträge die Zeit der Vorphilatelie und Klassik behandelten, demonstrierte Hans HAEFELI, wie spannend moderne Postgeschichte sein kann. Mit Begeisterung und eindrucksvollem Wissen erklärte er den Postverkehr (schweizerischer) Soldaten in Korea mit der Heimat. Diese Soldaten sind nach dem Koreakrieg 1950/53 ab 1.August 1953 bis heute als neutrale Beobachter in Panmunjeon an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea stationiert.

Einmal in Fahrt gekommen, wurden die Gespräche über die Philatelie und Postgeschichte nach dem Ende der Vorträge in einem angrenzenden Kaffeehaus fortgeführt, bis man sich mit Partnern zu einem gemeinsamen Nachtessen auf dem historischen Raddampfer „Unterwalden“ traf. Bei herrlichstem Wetter den Sonnenuntergang auf dem See zu bewundern, in angenehmer Runde zu speisen und zu klönen war der krönende Abschluss dieser Veranstaltung.

Für einen überregionalen Verein wie den DASV sind solche regionalen Treffen mit einer Kombination von Informationsangebot und persönlichem Erfahrungsaustausch einfach das Salz in der Suppe. Wenn dann wie hier noch ein stimmiges Rahmenprogramm geboten wird, kann sich jeder ärgern, der nicht dabei war. Dank gebührt Max BRACK als Initiator für die hervorragende Planung und Durchführung dieses Regionaltreffens. Das Ergebnis lässt auf eine Wiederholung hoffen.

Rudolf Buschhaus

 

Gebannt lauschen Hans Haefeli – sein Hinterkopf ist gerade noch hinter
Rudolf Buschhaus zu ahnen, Hans Pfäffli, Hubert Bögli, Ueli Heiniger und Hans Scheibler
dem Referenten Peter Suter im Vordergrund

10 Jahre St. Pölten - Transpölten 2014

Es ist fast 15 Jahre her, da taten sich der legendäre Hermann Hader, der niederösterreichische Arzt Hubert Nemec und der Kärntner Unternehmer Günter Baurecht zusammen, um gemeinsam über ein Symposium nachzudenken. Vor allem das große Rätsel „Transitpost“ sollte mit Hilfe von Kapazitäten wie James van der Linden entschlüsselt werden.

Nach weiteren fünf Jahren hatte sich die Runde erweitert und der Plan konnte in die Tat umgesetzt werden: „Transpölten“ – eine Wortschöpfung von Hubert Jungwirth – ward geboren. Noch krabbelte das Neugeborene irgendwo in St. Pölten herum, aber schon bald fand es seine endgültige Heimat in Wilhelmsburg, südlich der Niederösterreichischen Landeshauptstadt. Mit unermüdlichem, aufopfernden und die eigenen Nerven wenig schonendem Einsatz brachte es das Duo Nemec/Baurecht 2014 auf stolze zehn „Transpölten“-Seminare.

Die DASV-Teilnehmer obere Reihe: Klaus Schöpfer, Josef Adam, Dr. Thomas Mathà (leider etwas verdeckt), Dr. Gerald Heschl, Gerhard Zeltner, Dr.
Herbert Kühn, Werner Schindler, Andreas Grünewald, Hubert Jungwirth, Dr. Robert Fecher, Rudolf Buschhaus, Walter Klinger, Heribert Kaufmann, Dr. Heinrich Stumvoll, Robert Egger, Dr. Hubert Nemec, Axel Schramek. Untere Reihe: Dr. Andreas Myskiw, Friedrich Pietz, Günter Baurecht, Klaus Weis, James Van der Linden.

Das Programm in diesem Jahr war einem Jubiläum würdig. Schon traditionell führte Friedrich Pietz ein. Diesmal beschäftigte er sich mit den Estafetten von der kaiserlichen Reichspost bis zur bayrischen Staatspost. Unter Estafetten versteht man Schreiben, die mittels Extrapost durch einen eigenen Postreiter oder Boten möglichst rasch befördert wurden. Die Postmeister mussten dafür eigens Pferde zur Verfügung stellen.

Der Franke zeigte dabei Auszüge aus seiner Sammlung, die mehr schon einem Archiv gleicht. Briefe, Formulare und Quittungen bekam das staunende Publikum zu sehen. Ist man schon stolz, wenn man in seiner Sammlung vielleicht ein oder zwei solcher Stücke findet, so zeigte Pietz, was es alles gibt. Etwa eine kaiserliche Estafette vom Reichstag oder die Einladung zu einem Ballonstart mittels Estafette aus dem Jahr 1786. Den Schluss bildete ein Kapitel zur Personenbeförderung mittels Extrapost.

In die Geschichte der Postgeschichte führte der Ungar Denes Czirok. Bevor er sich seinem Thema, den Auslandsbriefen aus Ungarn bis 1850, stellte, präsentierte er den Vorfahren aller ungarischer Postgeschichtler: Bela Terfi. Der ehemalige ungarische Minister war in den 30er-Jahren Gründungsmitglied des SAVO und konnte eine Sammlung von 3000 ungarischen Vorphila-Briefen sein Eigen nennen. Davon ging genau ein Stück ins Ausland. Damit demonstrierte Denes Czirok, wie selten Briefe aus der ungarischen Reichshälfte ins Ausland waren. Im Verhältnis dazu legte er eine Unmenge an Auslandsbriefen vor, beschränkte sich aber zunächst auf die Altdeutschen Staaten, Frankreich und Großbritannien. Im nächsten Jahr wartet der zweite Teil mit den italienischen Staaten und dem Osmanischen Reich.

Der Großmeister der europäischen Postgeschichte, James van der Linden, entführte das Auditorium in seine unmittelbare Heimat, das heutige Belgien. Nicht nur geographisch, auch zeitlich begab er sich in sein „Kerngebiet“: die Zeit der frühen Taxis. Aufgrund neuester Forschungsergebnisse konnte er beweisen, dass die Taxis nicht die ersten Postmeister im Dienste des Kaisers waren. Allerdings übernahm Franz von Taxis als erster das Amt des Generalpostmeisters. Auch handelte Franz von Taxis entgegen der bisherigen Meinung nicht alleine. Nicht weniger als fünf Mitglieder der Familie wurden bereits 1508 in Flandern genannt, dazu gab es noch jede Menge anderer Postreiter. James van der Linden skizzierte die wechselvolle Geschichte der Taxis in Brüssel, die vor allem unter den Kriegen des französischen Sonnenkönigs Ludwig XIV massiv zu leiden hatten. Schlußendlich mussten sie Brüssel verlassen und kamen über Frankfurt nach Regensburg, wo ja heute noch die Fürsten von Thurn und Taxis residieren.

Ebenfalls in die kriegerische frühe Neuzeit im Norden und Osten der Monarchie geleitete Fritz Puschmann. Es gibt in Österreich wohl keinen Zweiten, der nicht nur mit Material, sondern vor allem mit umfassendem Wissen so tief in die Postgeschichte der habsburgischen Länder eintauchen kann. Diesmal startete Puschmann bei der Schlacht von Mohacs im Jahre 1526. Durch die Niederlage des ungarischen Königs fielen Böhmen und Teile Nordungarns an die Habsburger. Briefe von Kaiser Ferdinand I aus den neu erworbenen Gebieten sowie sämtlicher ungarsicher Hofpostmeister bis zum Ende des 17. Jahrhunderts machten den Anfang. Die Zeit der Stempel wurde mit der größten geschlossenen Sammlung der berühmten Adler-Posthorn-Stempel Galiziens eingeleitet, mit den Bogenstempeln abgerundet, bevor es in die Markenzeit ging. Mehrfach-, Bunt- und Mischfrankaturen wechselten sich in einer Vielzahl und Qualtität ab, dass man fast vergessen konnte, wie selten diese Gebiete sind. Das Sahnehäubchen bildeten DDSG- und extrem seltene Russland-Briefe.

Mit diesem Höhepunkt war der erste Tag jedoch noch nicht abgeschlossen. Der „Festabend“ brachte zunächst auch Ehrengäste wie den Präsidenten des VÖPH, Mag. Anton Tettinek, der Vindobona, Bgm. Günter Stellwag und den Präsidenten des DASV, Kurt Weis, der während des gesamten Seminars anwesend war. Den beiden Initiatoren von „Transpölten“, Günter Baurecht und Dr. Hubert Nemec wurde das Goldene Ehrenzeichen des Verbandes verliehen. Präsident Tettinek hob in seiner Laudatio die großen Verdienste um die österreichische Postgeschichte hervor.

Launig wurde es dann vor dem eigentlichen Hauptakt: In gewohnt humorvoller Weise präsentierte Hubert Jungwirth Gedichte, in denen er die zehn Jahre „Transpölten“ Revue passieren ließ. Pointiert skizzierte er die Eigentümlichkeiten und Launen der Teilnehmer sowie die Mühen der Organisatoren. Begleitet wurde er vom jüngsten „Transpöltener“, Dr. Robert Fecher, der gekonnt die Gitarre zu irischen Weisen zupfte.

Den eigentlichen Höhepunkt des Symposiums bildete die Präsentation des Buches: Jeder Teilnehmer – und die einzige TeilnehmerIN – verfasste einen philatelistischen Lebenslauf, präsentierte einen Lieblingsbeleg und schrieb einen Fachartikel. Auf mehr als 300 Seiten entstand so ein Kompendium des gesammelten postgeschichtlichen Wissens von „Transpölten“. Es ist in seiner Breite und Tiefe ein Meisterwerk, das in keiner ernsthaften philatelistischen Bibliothek fehlen sollte.

Der zweite Tag widmete sich einem besonders schwierigen Thema der Postgeschichte: der Schweiz. Jeder, der schon einmal einen Vorphila-Brief in oder durch die Schweiz interpretieren musste, weiß über die Plage mit den unzähligen Taxvermerken. Wie sich im Vortrag von Andreas Grünewald zeigte, geht es aber eingefleischten Schweiz-Spezialisten nicht besser. Obwohl die Aktenlage bei den Eidgenossen unvergleich besser ist als in Österreich, hat sich noch kaum jemand die Mühe gemacht, diese aufzuarbeiten. Die wechselnden Posthoheiten in den Kantonen, die unterschiedlichen Währungen und die bewussten Verzögerungen (um mehr Porto zu kassieren) erleichtern es nicht gerade, Licht ins Dunkel zu bringen. Fazit: Die Schweiz ist und bleibt kompliziert. In manchen Gegenden ist die postgeschichtliche Landkarte der Schweiz noch gänzlich weiß.

Wie „Transpölten“ zeigte, beschäftigen sich aber zusehends mehr Forscher mit dem benachbarten Alpenland. Hubert Nemec outete sich als Graubünden-Experte. Auch sein Vortrag war der gelungene Beweis dafür, dass selbst die Post eines einzigen Kantons nicht so einfach ist. Die Schweiz hatte – zumindest postalisch – immer schon stur einen sehr eigenen Weg beschritten. Die Geschichte der Fussacher Boten und ihr Kampf um die Post mit den Taxis und den Österreichern, die Paßverbindungen nach Chiavenna machen diesen Kanton aber besonders spannend.

Dass man sich auch nördlich des Weißwurst-Äquators mit der Schweiz beschäftigt, bewies eindrucksvoll Rudolf Buschhaus. Er zeigte die unterschiedlichen Gewichtsprogressionen und daraus resultierenden Taxveränderungen anhand der Schweizer Incoming Mail. Besonders beeindruckend war die Dichte der Brasilien-Belege, die er mit den unterschiedlichsten Leitwegen zeigen konnte.

Den Abschluss des Symposiums bildete ein Vortrag über die Feld- und Militärpost in Tirol während der französisch-bayrischen Besetzung. Robert Egger zeigte Briefe von Andreas Hofer und anderen Tiroler Freiheitshelden gemeinsam mit Schreiben Napoleons und französischer Generäle. Friedlich reihten sich in die Palette auch Unmengen von Briefen mit dem seltenen „KB Feldpost“-Stempel der bayrischen Truppen in Salzburg und Tirol. Es gibt wohl keinen größeren Bestand an Feld- und Militärpost vom Ersten Koalitionskrieg bis zum Wiener Kongress auf österreichischem Gebiet.

Mit diesem postgeschichtlichen Feuerwerk ging „Transpölten 2014“ zu Ende. Viele fuhren mehrfach bereichert nach Hause: Einmal durch das gewonnene Wissen, dann durch den intensiven Austausch und das Fachsimpeln mit Gleichgesinnten und nicht zuletzt durch manch schönen Fund im schier unendlichen Mater.

Gerald Heschl

 

Frühjahrstreffen in Hamburg 24.-27.4.2014

Hamburg WappenSonne satt am verlängerten Wochenende in Hamburg. So kamen auch die Philatelisten beim touristischen Programm mit hochinteressanten Stadt- und Fleet-Rundfahrten voll auf ihre Kosten.

Das durch Dieter FULLRICH bestens organisiertes Treffen lockte lange nicht mehr oder erstmals gesehene Mitglieder und Gäste in die Hansestadt – eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht. Die freundlicherweise seitens der Eheleute SCHWANKE im gleichnamigen Auktionshaus zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten boten einen hervorragenden Rahmen sowohl für die gut besuchte Mitgliederversammlung (MV) als auch für die philatelistischen Vorträge am Nachmittag.

 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung brachte zwei wesentliche Entscheidungen: zum Einen die Beauftragung des Vorstandes zur Abwicklung der Übernahme der DASV-Bibliothek durch den Briefmarkenklub Hannover und zum Anderen die Erhöhung des Mitgliedsbeitrages ab 2015 auf 60.- €. Somit wird Sie die Mitgliedschaft künftig einen Euro mehr im Monat kosten.

Mitgliederversammlung

Vor dem Hintergrund der Kassenberichterstattung und den künftigen Aktivitäten des DASV kam der für den Vorstand überraschende Antrag zur Erhöhung des Mitgliederbeitrages aus der Mitgliederversammlung. Wegen gestiegener Versandkosten, ungesicherter jedoch zur Haushaltskonsolidierung unverzichtbarer Einnahmen aus dem Rundsendedienst, in Rede stehender Investitionen für das Postvertragsprojekt, geplanten Zuschüssen für DASV-Regionaltreffen und nicht zuletzt dem bevorstehenden Jubiläum zum 75-jährigen Bestehen des DASV in 2016 anlässlich der „Postgeschichte live“ in Sindelfingen entschied sich die MV für eine signifikante Erhöhung des Beitrages, um den Vorstand bei der Umsetzung notwendiger Vorhaben die Planungssicherheit und die erforderlichen Mittel in die Hand geben zu können. Der Vergleich mit den zum Teil deutlich höheren Beiträgen für die Mitgliedschaften bei anderen führenden philatelistischen Vereinigungen im In- und Ausland sollte unter Berücksichtigung des Leistungsspektrums des DASV möglichen Zweiflern die wünschenswerte Akzeptanz vermitteln.

Ein langer Entscheidungsfindungsprozess im Vorfeld und die hinreichend innerhalb der MV vorgenommene Interessenabwägung zu unterschiedlichen Relevanzen führten zum angestrebten klaren Votum: Der Vorstand des DASV wurde beauftragt, die Weichen für die gewünschte Übernahme der DASV-Bibliothek durch den Briefmarkenklub Hannover zu stellen. Der Bestand des DASV soll noch im Jahre 2014 innerhalb der faktisch schon gemeinsam geführten Bibliothek formell integriert werden. Lediglich einige wenige Bücher von nostalgisch-ideeller Bedeutung für den DASV sollen aus dem Bestand herausgelöst werden und im DASV-Archiv ihren künftigen Platz finden. Für Eigentumsübergang und wirtschaftliche Verfügungsberechtigung soll ein noch zu bestimmender marktgerechter Wertausgleich erfolgen, eine ideelle Teilhabe wie auch ein Vorkaufsrecht und die (Fern-) Ausleihe gegen Kostenersatz weiterhin gewährt werden. Summa summarum eine für die besonderen Verhältnisse des DASV sinnvoll und zeitgerecht erscheinende Lösung, bei dem der Fortbestand der Bibliothek garantiert zu sein scheint …

DASV Plakette an Rudolf Buschhaus

Anlässlich der Mitgliederversammlung in Hamburg fand auch ein Wechsel im Vorstand statt: Rudolf BUSCHHAUS ist aus dem nominellen Vorstand des DASV ausgeschieden, um sich künftig weiterhin intensiv um Pflege und Fortschritt des DASV-Postvertragsprojektes zu kümmern. Für seine Initiative, die Umsetzung und die nachhaltige Betreuung dieses imageträchtigen Projektes wurde Rudolf BUSCHHAUS im Rahmen der MV mit der DASV-Plakette 2014 ausgezeichnet. Neuer (vorläufig kommissarischer) stellvertretender Schriftleiter ist Michael DICK aus Wuppertal. Durch diese Personalie dürfen wir uns zukünftig insbesondere eine Belebung der DASV-Website erhoffen …

Das Herbsttreffen 2014 wird – fast schon obligatorisch – anlässlich der postgeschichtlichen Tage in Sindelfingen ausgerichtet werden. Dabei wird es zu einem besonderen Treffen mit Vertretern der Royal Philatelic Society London kommen, zu dem sich auch der aktuelle Präsident Chris KING angesagt hat. Als Veranstaltungsort für das nächste Frühjahrestreffen in 2015 inklusive Mitgliederversammlung und Vorstandswahlen wurde die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden ausgewählt. Seitens des Auktionshauses Heinrich Köhler wurde dem DASV hierzu bereits die Unterstützung zugesagt.

Der philatelistische Nachmittag brachte drei interessante Vorträge mit Bezug zu Hamburg:

In einem hochkompetenten gemeinsamen Vortrag von Heinrich MIMBERG und Dr. Heinrich CONZELMANN wurden neue Erkenntnisse zur bis dato wohl nicht allzu sehr bekannten „amerikanischen Postexpedition in Hamburg“ dargelegt. Thomas HOEPFNER referierte im Anschluss „Von klugen Kaufleuten, Abenteurern und Desperados“ und Organisator Dieter FULLRICH ergänzte das breite Spektrum der unterschiedlichen hoheitlichen Postdienste in der Hansestadt mit seinen Ausführungen zum „Schwedischen Postamt in Hamburg“.


Da war sicherlich für jeden Hamburger-Freund etwas dabei und so kamen die Teilnehmer inklusive einiger Gäste zweifellos auf ihre Kosten zumal das Auktionshaus Schwanke in großzügiger Weise für Speis und Trank gesorgt hatte …

 

 

 

 

 

Die Abendveranstaltungen führten schließlich zu vielen angenehmen Unterhaltungen und Anbahnungen bzw. Vertiefungen freundschaftlicher Kontakte. Darüber hinaus boten sie die Plattform zu weiteren besonderen Ehrungen:

Renate SPRINGER
Die deutsche Vorzeige-Philatelistin Renate SPRINGER (RDP) ist nunmehr 50 Jahre lang Mitglied im DASV und „zog somit mit ihrem ebenso beliebten Ehemann Christian in puncto Mitgliedschaft gleich“. Ihnen, liebe „SPRINGERS“ nochmals an dieser Stelle herzlichen Dank für die Treue und ihr Engagement für den DASV.

Zudem konnte der aus Dänemark angereiste Erling BERGER für seine besonderen Verdienste um das DASV-Postvertragsprojekt in Hamburg persönlich mit der DASV-Plakette 2013 ausgezeichnet werden …

Erling Berger

Klaus Weis

21.-23.03.2014 : Milanofil 2014 - Zur „AISP International 2014“

Mailand war die Reise in jeder Hinsicht wert – so das einhellige Urteil aller Beteiligten des DASV am Vergleichswettbewerb mit den Vertretern der befreundeten „Associazione Italiana Di Storia Postale“ vom 21. bis 23. März 2014 in Mailand. Inspiriert von der Teilnahme an der Vorzeigeveranstaltung „Postgeschichte live“ in Sindelfingen 2012 ist es unseren italienischen Freunden ohne Zweifel gelungen, mit dieser Pilot-Veranstaltung den „Geist von Sindelfingen“ nach Mailand zu tragen. Hierzu möchte ich stellvertretend für alle Beteiligten dem Präsidenten der AISP Angelo SIMONTACCHI und dem Organisator Bruno CREVATO-SELVAGGI ganz herzlich gratulieren.

 

 

 

 

Die ersten vier Plätze gingen an Mitglieder des DASV, wobei das „goldene Pferdchen“ unserem Mitglied Angelo TERRUZZI (als Teilnehmer des AISP) zugestanden wurde. Neumitglied Hansmichael KRUG und Dr. Martin CAMERER durften sich ebenfalls über diese besondere Auszeichnung in Silber bzw. Bronze freuen – meinen Glückwunsch hierzu. Bemerkenswert war das hohe Niveau der Ausstellung, bei der beispielsweise ein international bereits wiederholt mit FIP-Großgold prämiertes Exponat noch nicht einmal unter die Kandidaten kam.


Das goldene Pferdchen für Angelo TERRUZZI


Das silberne Pferdchen für Hansmichael KRUG


Das bronzene Pferdchen für Dr. Martin CAMERER

Neben dem Wettbewerb und der Messe durfte das Team des DASV nebst zahlreicher Begleitung eine vorbildliche Gastfreundschaft erfahren, welche insbesondere bei insgesamt drei gemeinsamen Abendveranstaltungen mit regionaltypischem Essen und Weinen zum Ausdruck kam.

Hansmichael KRUG, Friedrich MEYER, Thomas HOEPFNER, Peter HECK, Dr. Heinrich CONZELMANN,
Dr. Jürgen GLIETSCH, Dr. Martin CAMERER, Dr. Gertlieb GMACH, Arnim KNAPP
es fehlt Dr. Claude MONTANDON

Die Chance zur Pflege bzw. Anbahnung bereichernder individueller Kontakte und der Gedankenaustausch auf einem hohen postgeschichtlichen Niveau sind „Win-Win-Situationen“, welche zwangsläufig bei der Teilnahme an solchen Veranstaltungen entstehen. Wenn ein Angelo TERRUZZI und ein Dr. Martin CAMERER sich „persönlich finden“ und zu gemeinsamen publizistischen Aktivitäten verabreden, dann darf man sicherlich gespannt sein, was in der Folge daraus wachsen wird …

 

 

 

Mein besonderer Dank gilt Arnim KNAPP und Friedrich MEYER, den Kommissaren auf der Seite des DASV. Ihr habt eine „schlagkräftige Truppe“ zusammengestellt, die sich sehen lassen konnte. Bedanken möchte ich mich auch bei allen DASV-Ausstellern und nicht zuletzt bei den DASV-Juroren James VAN DER LINDEN und Dr. Gerald HESCHL. Ich denke, ich spreche im Namen alle, wenn ich behaupte, dass es sich gelohnt hat …

 

 

 

 

 

Für die Möglichkeit, den DASV mit einem eigenen Stand kostenfrei bei der „Milanofil“ präsentieren zu können, möchte ich mich bei unseren italienischen Freunden nochmals ausdrücklich bedanken.

Klaus Weis

Einladung zur Mitgliederversammlung am 23.04.2014

Im Namen des Vorstandes möchte ich alle Mitglieder des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V. fristgerecht zur Mitgliederversammlung am

Samstag, den 26. April 2014, um 9.00 Uhr,
im Auktionshaus Schwanke in 20457 Hamburg, Kleine Reichenstraße 1

sehr herzlich einladen. Nutzen Sie die Gelegenheit und diskutieren Sie persönlich mit den (Vorstands-)Mitgliedern über die Belange unseres Vereines.


Tagesordnung

1. Begrüßung und Eröffnung
Genehmigung des Protokolls zur Jahreshauptversammlung 2013 in Marburg
(nachzulesen im Rundbrief 497)
2. Berichte des Vorstandes
3. Berichte der Kassenprüfer
3.1 für den Schatzmeister
3.2  für den Rundsendedienst
4. Entlastung der Vorstandsmitglieder
5. Beschlussfassung über den Mitgliedsbeitrag für 2015
6. Ehrungen
7. Festlegung von Tagungsorten

 

7.1  Herbsttreffen 2014
7.2  Frühjahrestreffen 2015
8. Beschlussfassung zur Kostenstelle DASV-Bibliothek
9. Anträge
10. Verschiedenes

Anträge zur Tagesordnung richten Sie bitte bis zum 1. April 2014 schriftlich an Klaus Weis, Bruchsaler Str. 10, 76356 Weingarten.

Erfolgreiche Postgeschichte live Sindelfingen 2013

Das Gesamtpaket der „Postgeschichte live“ im Rahmen der „31. Internationalen Briefmarken-Börse Sindelfingen“ hat auch im Oktober 2013 wieder ausgezeichnet funktioniert. Dem Projektleiter Jan BILLION und seinem Team wie auch allen im Hintergrund stehenden Helfern möchte ich im Namen des DASV Danke sagen und ein großes Kompliment machen – der Wohlfühlaspekt war nicht nur aus meiner Sicht ausgesprochen hoch. Als besonders angenehm haben viele Besucher u.a. auch den erstmals so eingerichteten „Lobby-Bereich“ in der „gastronomischen Ecke“ beim „Forum Mauritius“ mit großzügigen Sitzmöglichkeiten wahrgenommen.

Für die Mitglieder und Freunde des DASV begann das offizielle Programm am Donnerstagabend mit dem Festakt zum „80. Geburtstag der SAVO“:
Durch einen interessant gestalteten gemeinsamen Vortrag zur „Frühgeschichte der SAVO“ ist es Dr. Gerald HESCHL und Heinrich MIMBERG hervorragend gelungen, die Wurzeln des DASV hinreichend darzustellen und die völkerverständigende Interessengemeinschaft der Altbriefsammler (insbesondere in der schwierigen Zeit des NS-Regimes) vor das geistige Auge jedes einzelnen Zuhörers zu führen. Mit den weiteren Ausführungen zu den frühen Jahren des DASV fand die Zeitreise eine wissenswerte Abrundung …

Eine große Bereicherung (nicht nur dieser Veranstaltung) waren wieder einmal die persönlichen Kontakte. Für alle Beteiligten ist es eine große Freude, wenn „alle Jahre wieder“ gern gesehene Mitglieder (selbst aus dem nicht unmittelbar benachbarten Ausland) wie z.B. Fred  GOATCHER aus Großbritannien die Strapazen der Anreise nicht scheuen, um uns die Ehre zu erweisen. Das zeigt den hohen Stellenwert des DASV und der „Postgeschichte live“ – eine in Mitteleuropa kaum vergleichbare Konstellation.
Bereits am Anreisetag hatten sich viele Freunde aus Österreich und der Schweiz „informell“ in der „Schwippe“ des Hotels „Mercure“ getroffen. Ein vielversprechender Auftakt, welcher auch in der Folge den hohen Erwartungen standhalten sollte … 

PGL 2013Im Rahmen der „Postgeschichte live“ 2013 hatte der Österreichische Philatelistenklub Vindobona mit seinem Obmann Günther STELLWAG (im Bild rechts) dem DASV erstmals offiziell die Aufwartung gemacht. Unsere vertrauten Freunde vom Kärntner Philatelistenklub mit ihrem Obmann Dr. Hadmar FRESACHER (im Bild links) wie auch von der Schweizerische Vereinigung für Postgeschichte mit ihrem Präsidenten Dr. Claude MONTANDON waren ebenfalls meiner Einladung gefolgt und hatten ihr Kommen nicht bereut.
An alle Freunde aus Österreich und der Schweiz an dieser Stelle noch einmal mein aufrichtiges Dankeschön für Euren Besuch. Es hat sich für alle beteiligten Parteien gelohnt und für mich selbst war es eine besondere Freude …

Neben den gesellschaftlichen Höhepunkten sind der Ausstellungswettbewerb um die „Internationale deutsche Meisterschaft der Postgeschichte“ und das Symposium die wesentlichen Merkmale der „Postgeschichte live“. Beide hochkarätigen Veranstaltungen darf man als durchaus gelungen ansehen, wenngleich nicht jeder Aussteller mit seinem Ergebnis zufrieden war. Die großen „Abräumer“ bei den zu vergebenden Posthörnern waren dennoch unsere Freunde aus der Schweiz und Österreich. Hierzu meine Gratulation.

PGL 2013Das mit Martin GASSER aus der Schweiz, James VAN DER LINDEN aus Belgien und Werner SCHINDLER aus Österreich topbesetzte PGL-Symposium fand große Beachtung. Sage und schreibe rekordverdächtige 56 (!) interessierte Besucher erinnerten an die Glanzzeiten vergangen geglaubter Zeiten. Ein eindrucksvolles Signal an die „Totengräber“ oder die „Totredner“ der Philatelie.

Der diesjährige Mix der Symposiumsvorträge hatte alles, was Postgeschichte ausmacht: Ein blickfelderweiterndes, neue Wege der post- und zeitgeschichtlichen Dokumentation weisendes Referat von Werner SCHINDLER zu Verhältnissen im Osmanischen Reich, ein auf intensiver Eigenforschung basierendes Spezialthema zu innerschweizerischen Postrouten von Martin GASSER und „Tarif-Kultur“ vom Feinsten von James VAN DER LINDEN zu französischer Portoverrechnung.

PGL Symposium

von links Dr. Hadmar Fresacher – Obmann des Kärtner Philatelistenklubs, Günther Stellwag - Obmann der Vindobona, Klaus Weis - DASV-Präsident, Dr. Claude Montandon - Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Postgeschichte

Eine der Höhepunkte der „Postgeschichte live“ war sicherlich der „deutsch-österreichisch-schweizerische Festabend des DASV“. Die gutbesuchte, seit vielen Jahren etablierte Veranstaltung war wiederum Anziehungspunkt für nationale und internationale Gäste, hochrangige Funktionäre wie auch Geschäftsführer und Inhaber bedeutender in- und ausländischer Auktionshäuser. Kurzum ein angemessenes Auditorium, um eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Postgeschichtler im europäischen Raum zu verleihen – die SAVO-Plakette des DASV:

SAVODie SAVO-Plakette 2013 ging an unser Mitglied Horst DIEDERICHS aus Ottobrunn (im Bild rechts). Seine aufwandsintensiven archivalischen Recherchen führten zu vielfältigen Forschungsergebnissen und herausragenden Publikationen vor allem über das braunschweigisch-lüneburgische Postwesen. Horst DIEDERICHS ist dabei – ich zitiere den Laudator Friedrich NÖLKE (Bildmitte) – auch dorthin gegangen wo es weh tut“ …

Sifi 2014Die Schweizer Delegation (im Bild am DASV-Stand) hatte viele gute Gründe, ihre tollen Erfolge bei der „Internationalen deutschen  Meisterschaft der Post-geschichte“ gebührend zu feiern: Hubert BÖGLI (1. von links) „Goldenes Posthorn“ Gruppe 1, Martin GASSER (Referent im PGL-Symposium, 3. von links) „Goldenes Posthorn“ Gruppe 4, Ivo BADER (Vize Zentral Präsident des Verbandes Schweizer Philatelisten-Vereine, in der Bildmitte) „Bronzenes Posthorn“ Gruppe 4 und Hans HÄFELI (3. von rechts) „Goldenes Posthorn“ Gruppe 5.
Die Herren BÖGLI, BADER, HÄFELI wie auch Joos DÜNKI (der Schweizer Kommissar, im Bild ganz rechts) konnten ebenso wie der Obmann der Vindobona Peter STELLWAG als neue DASV-Mitglieder gewonnen werden. Weitere Neumitglieder sind der bekannte Philatelist und „Brustschilde-Experte“ Hansmichael KRUG, der neue Beisitzer im Bundesvorstand und Neuverantwortliche für das Ausstellungswesen im BDPh Thomas HÖPFNER und Paul WIJNANTS (RPSL, AEP etc.) aus Belgien. Der DASV ist stolz auf diesen „Zuwachs“ und wünscht allen Neuen ein herzliches Willkommen im erlauchten Kreis der DASV-Mitgliedergemeinschaft.

Nicht vergessen möchte ich auch allen anderen DASV-Mitgliedern besonders zu gratulieren, welche bei der „Internationalen deutschen Meisterschaft der Postgeschichte“ im Rahmen der „Postgeschichte live“ eines der so begehrten Posthörner gewonnen haben: zum „Goldenen Posthorn“ Klaus EITNER (Gruppe 2), Dr. Jürgen GLIETSCH (Gruppe 3), Patrick MASELIS (Gruppe 6), zum „Silbernen Posthorn“ Werner SCHINDLER (Gruppe 1), Heimo TSCHERNATSCH (Gruppe 3), Michael LENKE (Gruppe 5), Arnim KNAPP (Gruppe 6), zum „Bronzenen Posthorn“ Ralph BERNATZ (Gruppe 1) und Lars BÖTTGER (Gruppe 6). Selbstverständlich gilt auch allen Kandidaten mein besonderer Glückwunsch. Dieser Status sollte Ansporn sein und nicht als Enttäuschung verstanden werden.

Nochmals zurück zur „Postgeschichte live“: Der Literaturpreis des DASV ging in 2013 an unser Mitglied Dr. Thomas MATHÁ für seine Dokumentation über die post- und zeitgeschichtliche Ausstellung „Die alte Post in Bozen“, an der sich auch unser Mitglied Hubert JUNGWIRTH maßgeblich beteiligt hatte.

Im September 2012 hatte ich mir  im Merkantilmuseum in Bozen selbst ein Bild über diese richtungsweisende Ausstellung machen können, welche sich an den neusten museumspädago-gischen Aspekten orientierte und in hervorragender Weise die Brücke von Postgeschichte zu Zeitgeschichte schlagen konnte – eine ausgezeichnete Werbung für die Philatelie.

Schon heute freue ich mich auf die „Postgeschichte live“ in 2014, bei der die Royal Philatelic Society of London zu Gast sein wird und voraussichtlich erstmals Einrahmen-Exponate in den Wettbewerb und das „Goldene Posthorn“ gehen werden …

Klaus Weis
Präsident

Der DASV gratuliert dem neuen BDPh-Vorstand

Auf dem Philatelistentag 2013 vom 11.-13.10. wurde ein neuer BDPh-Vorstand gewählt.

Der DASV freut sich über drei seiner Mitglieder im Vorstand des BDPh:

  • Präsident: Uwe Decker (Vizepräsident des DASV)
  • Vizepräsident: Alfred Schmidt
  • Beisitzer: Thomas Höpfner

Wir wünschen dem neuen Vorstand viel Erfolg und ein gutes Händchen bei seiner schweren Arbeit.

Offizielles Programm des DASV für Sindelfingen 2013
Donnerstag, 24. Oktober 2013
16.00 Uhr 1. Führung durch die Wettbewerbsausstellung der „Postgeschichte live“ – den „Internationalen Deutschen Meisterschaften der Postgeschichte“.
Treffpunkt am DASV-Stand im Obergeschoss der Messehalle beim „Forum für Sammler“, Ansprechpartner Friedrich MEYER (DASV).

19.00 Uhr

„80. Geburtstag der SAVO“ – gemeinsamer Abend des DASV mit dem Österreichischen Philatelistenklub Vindobona, dem Kärntner Philatelistenklub und der Schweizerischen Vereinigung für Postgeschichte.
Geschlossene Gesellschaft, regionales Kalt-Warm-Buffet, anschließend gemeinsamer Vortrag Dr. Gerald HESCHL und Heinrich MIMBERG zur „Frühgeschichte der SAVO“.
Hotel Mercure (Raum Odeon), Ansprechpartner Klaus WEIS (DASV).

 

Freitag, 25. Oktober 2013

10.30 Uhr

2. Führung durch die Wettbewerbsausstellung der „Postgeschichte live“ – den „Internationalen Deutschen Meisterschaften der Postgeschichte“.
Treffpunkt am DASV-Stand im Obergeschoss der Messehalle beim „Forum für Sammler“, Ansprechpartner Friedrich MEYER (DASV).

13.00–16.30 Uhr

Symposium der „Postgeschichte live“ mit internationalen Referenten:

  • Werner SCHINDLER (A) „Die Österreichische Post im Osmanischen Reich – Briefe erzählen Geschichte(n)“
  • Martin GASSER (CH) „Die Postroutenstempel der Schweiz“
  • James VAN DER LINDEN (B) „Portoverrechnungen Frankreichs mit den europäischen Vertragsländern 1817–1849“

Messehalle Obergeschoss, „Forum Mauritius“, Ansprechpartner Klaus WEIS (DASV).

19.30 Uhr

„Deutsch-Österreichisch-Schweizerischer Festabend des DASV“
Offizieller Festabend des DASV im Rahmen der Postgeschichte live mit einem internationalen Kalt-Warm-Buffet, Einlass ab 19.00 Uhr.
Hotel Mercure (großes Restaurant zweite Etage),
Ansprechpartner Frau Schröder vom Hotel Mercure (Tel. 07031 6196-129)

 

Samstag, 26. Oktober 2013

11.30 Uhr

Verleihung der „Posthörner“ zur Wettbewerbsausstellung der „Postgeschichte live“, im Anschluss Verleihung des DASV-Literatur-Sonderpreises.
Messehalle Obergeschoss „Forum für Sammler“.
Postgeschichte live Sindelfingen 2013

Das Symposium der „Postgeschichte live“ findet in Sindelfingen am Freitag, den 25. Oktober 2013 in den Messehallen Sindelfingen, 1. OG im „Forum Mauritius“ statt.

Programmablauf:

  • 13.00 bis 13.15 Uhr
    Eröffnung und Einführung (Klaus WEIS)
  • 13.15 bis 14.00 Uhr
    Werner SCHINDLER (A – Bad Schallerbach)
    "Die Österreichische Post im Osmanischen Reich - Briefe erzählen Geschichte(n)“
  • 14.15 bis 15.00 Uhr
    Martin GASSER (CH – Lenzburg)
    „Die Postroutenstempel der Schweiz“
  • 15.15 bis 16.00 Uhr
    James VAN DER LINDEN (B – Battice)
    „Portoverrechnungen Frankreichs mit den europäischen Vertragsländern 1817 - 1849"
  • 16.00 bis 16.30 Uhr
    Schlussdiskussion und Resümee (Klaus WEIS)
5. Einsteigerseminar für Vorphilatelie – 19.-21.4.2013 – Zell am Moos

19.-21.4.2013 – Zell am Moos, Dorferwirt am Westufer des Irrsees

Zum dritten Mal in Folge fand dieses Seminar am Irrsee mit mehr als 30 angemeldeten Teilnehmer/innen  statt. Es nahmen 12 Mitglieder des DASV teil, sowie interessierte Philatelist/innen aus Österreich und Deutschland. Traditionell begann das Seminar inoffiziell bereits am Freitag. Es wurden im Vorfeld stundelang bis spät in die Nacht hinein Belege gesichtet, Wissen ausgetauscht und Interpretationen betreffend „schwieriger“ Briefe diskutiert.

Die Seminarteilnehmer/innen wurden pünktlich am Samstag um 09.30 von Herrn Dir. Hubert JUNGWIRTH und Herrn Günter BAURECHT begrüßt. Zur Freude aller Anwesenden waren der Präsident des Verbandes Österreichischer Philatelistenvereine (VÖPh) Mag. Anton TETTINEK und als Teilnehmer der Leiter des Referates Gesamtphilatelie Dr. Wolfgang WEIGEL anwesend. Dies zeigt welche Bedeutung diesem Seminar beigemessen wird und drückt eine hohe Form der Wertschätzung aus. Herr Hubert Jungwirth wurde vom Präsidenten mit der Ehrennadel um die Verdienste der Österreichischen Philatelie ausgezeichnet.  Beide Vertreter des VÖPh überbrachten Grußworte und somit war das Seminar eröffnet.

Nachdem im Vorjahr über die europäische Transitpost referiert worden war, stand heuer das österreichische Postwesen im Zentrum der Vorträge. Referent Günter Baurecht führte die Teilnehmer/innen behutsam – es waren heuer neben bereits „erfahrenen“ Vorphilatelist/innen auch einige Neueinsteiger beim Seminar -  in die Paar´sche Erblehenspost ein. Johann Babtist von Paar trat in den Dienst Erzherzog Karls und wurde 1564 Hofpostmeister in Graz. Er wurde  1573 zum obersten Postmeister für ganz Innerösterreich ernannt. 1596 erfolgte die Verleihung des innerösterreichischen Hofpostmeisteramtes durch Ferdinand II als erbliches Lehen an Johann Babtist von Paar. Die Briefe waren selten taxiert (Franko- und Portovermerke) und es ist davon auszugehen, dass nur wenige Briefe einen Taxierungsvermerk aufweisen. Frühe Taxierungen sind um 1622 bekannt.

Johann Christoph von Paar kaufte 1622 das Wiener Hofpostamt von Jakob Magno und wurde damit oberster Hofpostmeister von Wien. Hans Christoph von Paar erhielt 1622 den erblichen Lehensbrief von der Hofkanzlei über das oberste Hofpostmeisteramt. Damit waren die Paars zuständig für die Organisation des Postwesens der österreichischen Erblande, dem Erzherzogtum Österreich, dem Königreichen Ungarn, Böhmen und den inkorporierten Provinzen mit Ausnahme von Schlesien. Nur Tirol, Vorarlberg und die Vorlande blieben unter Taxis-Hoheit. Am 7. Mai 1661 kam es zu einem Schiedsspruch von Kaiser Leopold I über die Brieftaxen. Die Taxen in den habsburgischen Gebieten betrugen: 3 Kreuzer für den einfachen Brief, 6 Kreuzer für den doppelten Brief, usw., Briefe mit 6 Kreuzer sind bereits selten, Briefe mit 9 Kreuzer sehr selten und höhere Taxen sind sehr, sehr selten. Diese Taxen galten bis 1722. Briefschreiber hatten zwei Möglichkeiten die Briefgebühr zu entrichten: Portobriefe – Der Empfänger zahlt die Gebühr -  und Frankobriefe – Der Absender zahlt die Gebühr. Auf Auslandsbriefen findet sich häufig die Bezeichnung ½ Franko, damit ist ein grenzfrankierter Brief gemeint. Die Gebühr bis zur Grenze musste in der Paar´schen Periode im Voraus bezahlt werden.

1680, 29. Mai, Aulendorf-Linz - Nachsendebrief vom Graf von Königsegg in Aulendorf (Württemberg) über die Böhmerwaldroute nach Prag. Der Brief wurde auf der Strecke Aulendorf nach Rötz (Retz) von der Reichspost Thurn und Taxis befördert, es wurde jedoch keine Taxe angeschrieben. In Retz übernahm die Paar´sche Post den Weitertransport bis Prag. In Prag wurde der einfache Brief mit „3“ Kreuzer Porto für Retz-Prag belastet. Der Brief wurde nicht zugestellt, sondern nach Wien weitergeleitet. In Wien neuerlich Porto von „3“ Kreuzer für Prag Wien, wiederum keine Zustellung und Weiterleitung nach Linz. In Linz wurde noch einmal ein Porto von „3“ Kreuzer für Wien-Linz angesetzt. Es ist anzunehmen, dass der Empfänger in Linz 9 Kreuzer bezahlte.

Erst 1722 kam es zur  Inkammerierung (Verstaatlichung)  der Post. Die Paars verloren die habsburgische Erblehenspost nach fast 100 Jahren, blieben jedoch oberste Postmeister als höchste Beamte. Es wurde die Seltenheit von handschriftlichen Postformularen und Rezepissen vor 1700 hingewiesen.

Herr Jungwirth referierte über die alte Tiroler Post. Als Gründungsjahr der Tiroler Post ist die Eröffnung einer durchgehenden Post zwischen Mecheln bei Brüssel und Innspruck anzusehen. Das Tiroler Postwesen unterstand den Tiroler Taxis und wurde erst 1769 von der k.k. Post abgelöst. 1777 wurden die vorderösterreichischen Posten an die Reichspost verpachtet. 1806 besetzte Bayern Tirol und übernahm das Postwesen. 1810 wurde Tirol in einen illyrischen, einen bayrischen und einen italienischen Teil aufgeteilt.

Weiters wurden die Grundbegriffe der Vorphilatelie allen Teilnehmerinnen – entweder als Wiederholung oder als Einstieg – nähergebracht und besonders Taxkorrekturen, Botenbriefe, Halbfrankobriefe an gebührenbefreite Empfänger und Parteibriefe ab 1722 besprochen und Ex-Offo-Briefe vor (-31.5.1817) und nach der Halbfrankozeit und der Begriff Portofreiheit und Pauschalierung diskutiert. Zu den Begriffen Pauschalierung, journalisierte Briefe, und Portofreiheit wurde ein geeigneter Einstieg angeboten, allerdings bedarf es noch einiger Seminare und Quellensuche um eine vertiefende Klärung zu ermöglichen.

Ich möchte mich bei Herrn Baurecht und Herrn Jungwirth bedanken, die wieder viel Zeit investierten, ein ausgezeichnetes Seminar hielten und ein informatives Skriptum erzeugten. Dadurch gelang die  Festigung und Vertiefung der vorphilatelistischen Grundbegriffe und es wurde ein wesentlicher Beitrag für bevorstehende Analysen und Klärungen vieler offener Fragen geleistet. Danke, Danke, Danke!

Die Unterbringung beim Dorferwirt am Westufer des Irrsees bot - trotz schlechter Witterungssituation - ein angenehmes Ambiente und trug entsprechend zum Gelingen des Seminars bei. Erst am letzten Tag zu Mittag konnte die Terrasse bei Sonnenschein genutzt werden. Ich freue mich schon auf weitere Seminare in den kommenden Jahren.

Die zwölf “DASV´ler“  von links nach rechts: Dr Heinrich Stumvoll, Heribert Kaufmann, Josef Adam , Paul Kainbacher, Dipl.Ing. Andreas Grünewald, Alex Schramek, Mag. Walter Klinger, Günter Baurecht (Referent), Dr. Andreas Myskiw, Dr. Robert Fecher, Dir. Hubert Jungwirth (Referent), Dr. Martin Auinger.

Walter Klinger, wr.klinger@aon.at, Spillern © 2013

Mitgliederversammlung 2013 vom 05. bis 07. April 2013 in Marburg

Das DASV-Frühjahrestreffen 2013 wird in einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Forschungsgemeinschaft Sachsen vom 05. bis 07. April 2013 im Ringhotel Bellevue in 35096 Wolfshausen bei Marburg stattfinden.

Hotel-Restaurant-Café Bellevue
Hauptstr. 30, 35096 Wolfshausen bei Marburg. Tel. 06421/7 90 90, Fax 06421/79 09 15
Internet: www.bellevue-marburg.de
E-Mail: info@bellevue-marburg.de

Hotel-Restaurant-Café Bellevue

Hinweis: Sie erreichen das Hotel jetzt über die neue Zufahrt „Weimar (Lahn)-ROTH“.
Folgen Sie bitte nach dem Abfahren der Beschilderung nach Wolfshausen. Sie werden auf die Parallelstraße zur B3 geleitet und erreichen Wolfshausen durch die neue Unterführung am Ortsrand.
Wichtig: Bitte nicht nach Navigationssystem fahren. Die neue Straßenführung ist in den meisten Systemen noch nicht verfügbar. Bitte beachten Sie die Eingabe in Navigations-systeme Ziel: Hauptstraße 30, 35096 Weimar (Lahn)-Wolfshausen.

Anfahrt

Programm:

  • Freitag 5. April 2013
    Anreise, Abendessen im Hotel, ca. 19:00 Uhr, Speisen nach Karte
  • Samstag 6. April 2013
    - 9:00 Uhr Tagungsbeginn
    - DASV Formalien bis ca. 12:00 Uhr
    - Mittagspause bis 14:00 Uhr
    - Ab 14.00 Uhr gemeinsame Vorträge DASV und FG-Sachsen
      1. „Stempelentwicklung im Churfürstentum und Königreich Sachsen“
      2. „Der landgräflich hessen-darmstädtische und herzoglich
         sachseneisenachische Samtwagen-Kurs“, Vortrag von Heinrich Mimberg, DASV
    - Persönliche Philagespräche und Börse
    - Gemeinsamer Festabend im Hotel ca. 19:00 Uhr, Sektempfang und Menü (Buffet)

    Damenprogramm: ca. 9:30 Uhr Ausflug nach Marburg mit eigenen PKWs, Kulturprogramm
  • Sonntag 7. April 2013
    Vormittag: Gemeinsame Stadtführung in Marburg (wenn Bedarf besteht) oder Wanderung durch die Altstadt auf das Marburger Landgrafen-Schloss (wer Lust hat) oder Besuch des Mathematikum in Gießen Öffnungszeiten 10:00 bis 19:00 Uhr (Wenn Führungen stattfinden?)

Mitgliederversammlung am 6.4.2013 um 9:00 Uhr

Tagesordnung

  1. Begrüßung und Eröffnung Genehmigung des Protokolls zur Jahreshauptversammlung 2012 in München (nachzulesen im Rundbrief 494)
  2. Berichte des Vorstandes (nachzulesen in diesem Rundbrief)
  3. Berichte der Kassenprüfer
    3.1  für den Schatzmeister
    3.2  für den Rundsendedienst
  4. Entlastung der Vorstandsmitglieder
  5. Beschlussfassung über den Mitgliedsbeitrag für 2014
  6. Ehrungen
  7. Festlegung von Tagungsorten
    7.1  Herbsttreffen 2013
    7.2  Frühjahrestreffen 2014
  8. DASV-Bibliothek
  9. Anträge
  10. Verschiedenes
Postgeschichte live in Sindelfingen

Die „Postgeschichte live“ im Rahmen der 30. Internationalen Briefmarkenbörse in Sindelfingen hat in diesem Jahr in einem besonderen Maße ihren Stellenwert als wichtigste postgeschichtliche Veranstaltung im mitteleuropäischen Raum unter Beweis gestellt. Der Besuch bzw. die Teilnahme einer starken italienischen Delegation der befreundeten „Associazione Italiana Di Storia Postale” (AISP) hatte einen überaus positiven Einfluss auf verschiedenste Veranstaltungen. Für die Initiative und das „Strippenziehen“ im Hintergrund darf ich mich an dieser Stelle sehr herzlich bei unserem Mitglied Dr. Thomas MATHÁ aus Bozen bedanken:

Messehalle

Die Sonderschau mit musealen Exponaten von Alberto BOLAFFI zur Entwicklung der Schriften und der Kommunikationsgeschichte war schlicht und ergreifend atemberaubend. Ich habe mich dabei ertappt wie ich mit offenem Munde dastand, als mir der Inhaber des traditionsreichen und namhaften italienischen Briefmarkenhandels- und Auktionshauses höchstpersönlich die an sich selbsterklärend beschriebenen Preziosen nahebrachte. Ein für mich unvergesslicher Augenblick …

Bei den internationalen deutschen Meisterschaften der Postgeschichte war der Glanz der „glorreichen alten Zeiten“ zu spüren. Die Teilnehmer der AISP warteten hier mit Spitzenexponaten auf und die Jury unter Leitung unseres Mitgliedes Dr. Gerald HESCHL aus Pörtschach hatte Schwerstarbeit zu leisten, da in jeder Klasse leider nur ein „goldenes Posthorn“ vergeben werden kann. Zahlreiche Posthörner wanderten so verdientermaßen nach Italien – es sei unseren Freunden von der AISP herzlich gegönnt …

Der im Rahmen der Posthornvergabe verliehene – mit 250.- € dotierte – Sonderpreis für Literatur ging heuer an das „Museo di Tasso e della Storia Postale“ in Cornello Camerata für das dreisprachige Werk „I TASSO E LE POSTE D‘EUROPA“. Somit kann der DASV erstmals das ehrenwerte Engagement einer gemeinnützigen Einrichtung für Postgeschichte unterstützen.

Mit Paolo ZAVATTONI aus Mailand war die AISP auch im Symposium der „Postgeschichte live“ bestens vertreten. Ebenso sympathisch wie kompetent reihte sich dieser Vortrag nahtlos in die exzellenten Referate der DASV-Mitglieder Dr. Martin CAMERER aus Würzburg und Georg MEHRTENS aus Bremen ein. Rundum zufriedene Gesichter und wohlwollender Applaus von zeitweise bis zu über 50 Zuhörern im Symposium. Um dem unerwartet großen Platzbedarf gerecht zu werden, mussten sogar die Sitzgelegenheiten aus dem Juryraum herhalten …

DASV-Stand

Auch die Neugestaltung des DASV-Standes wurde gut angenommen. Gerade die klare Trennung zwischen der obligatorischen „Verkaufsecke“ und dem Präsentations- bzw. Kommunikationsbereich mit einer gemütlichen Sitzgruppe lud zum Verweilen ein und führte bei dem ein oder anderen Gläschen Sekt oder Wasser zu interessanten Gesprächen wie auch zum Gewinn neuer Mitglieder ...

DASV-Abend

… und da waren ja auch noch die Abendveranstaltungen: der erste intensivere Kontakt zwischen den Mitgliedern der AISP und des DASV hatte sich bereits am Donnerstagabend in der alteingesessenen Gaststätte „Zum Hirschen“ in Sindelfingen ergeben. Mit ca. 50 Gästen war dieser gemütliche Abend weit mehr als ein „Warm up“ …

DASV-Abend

Am gemeinsamen, internationalen Festabend des DASV mit der „Associazione Italiana Di Storia Postale” (AISP) und der „Royal Philatelic Society London” (RPSL) gab es ebenfalls ein „volles Haus“. Es war schon ein – im wahrsten Sinne des Wortes – bewegender Moment, als sich über 100 Gäste im Saal aus eigenem Antrieb erhoben, um einem Toast auf die „Royal“ zu folgen und mit einem Gläschen Sekt anzustoßen …

DASV-Abend

v.l. Klaus Weis (DASV-Präsident), Brian Trotter (Präsident RPSL),
Angelo Simontacchi (Präsident AISP), Alberto Bolaffi

Die persönliche Anwesenheit der amtierenden Präsidenten der „Royal Philatelic Society London“ – Brian TROTTER – wie auch des amtierenden Präsidenten der „Associazione Italiana Di Storia Postale“ – Angelo SIMONTACCHI – in Verbindung mit der Anwesenheit zahlreicher prominenter Philatelisten und Postgeschichtler wie auch der Inhaber namhafter Briefmarkenauktions- und Handelshäuser verlieh dem DASV-Abend eine ganz besondere Note, um nicht zu sagen einen eigenen philatelistisch-gesellschaftlichen Glanz. Ein hervorragender Rahmen, um den Präsidenten des DASV zum Ehrenmitglied der AISP zu ernennen – eine weitere Stärkung der guten Beziehung zwischen diesen beiden wichtigen postgeschichtlichen Vereinigungen, für welche ich mich aus meiner Sicht nur nochmals ganz herzlich bedanken kann.

DASV-Abend

Mein Fazit zu Sindelfingen 2012: eine rundum gelungene, von unserem Mitglied Projektleiter Jan BILLION und seinem Team bestens organisierte „Postgeschichte live“, bei der sich der DASV und seine Mitglieder zuhause gefühlt haben. Gerne werde ich mich auch in Zukunft für die gute Sache und den Standort Postgeschichte in Sindelfingen engagieren …

Dem erfreulichen Mitgliederzuwachs von Sindelfingen folgte in Mainz der Mitgliedsantrag des Chefredakteurs der SBZ, Hans SCHWARZ. Die Mitgliedergemeinschaft ist stolz darauf, neben dem Präsidenten der AISP Angelo SIMONTACCHI und dem „Sieger aller Klassen“ von Sindelfingen Angelo TERRUZZI nun einen weiteren prominenten Autor in seinen Reihen aufnehmen zu dürfen. All den Genannten wie auch den Nichtgenannten „Neuen“ ein herzliches Willkommen im DASV …

Klaus Weis
Präsident

Österreich - Ein Eldorado der Postgeschichte

Auf Initiative unserer Mitglieder G. Baurecht, H.Jungwirth und Dr.H.Nemec fanden wieder zwei hochklassige Seminarwochenenden in Österreich statt.

20. bis 24. April Einsteigerseminar für Vorphilatelie

Die Titulierung dieser Veranstaltung am Irrsee als Einsteigerseminar ist Understatement pur. Die Krönung einer vierteiligen Seminarreihe behandelte folgende Themen:

  • G. Baurecht - Die Anfänge der europäischen Transitpost bis 1800
  • H. Jungwirth - Allgemeines zur Transitpost nach dem Wiener Kongress & Transitpost aus dem Westen und dem Süden

Den Referenten gelang es sowohl das Verständnis für die Entwicklung der grenzüberschreitenden Post zu vermitteln, als auch Taxierungen an praktischen Beispielen transparent zu machen.


Die Referenten und Organisatoren G.Baurecht und H.Jungwirt


Die Teilnehmer am Irrsee

Für die Möglichkeit in diesem Rahmen das Projekt Postverträge des DASV vorstellen zu können bin ich den Organisatoren dankbar. Dank dem Beitritt dreier neuer Mitglieder zu unserem Verein für internationale Postgeschichte stellten wir mit 13 DASV - Mitgliedern bei 25 Teilnehmern die knappe Mehrheit.

Besonderer Dank gilt den Herren Baurecht und Jungwirth, die sich auch noch bereit erklärten im nächsten Jahr wieder eine Seminarreihe zu den Grundlagen der Vorphilatelie zu starten. Nur durch solche lobenswerten Initiativen kann es uns gelingen, neue Interessenten für unser faszinierendes Hobby zu gewinnen. 

17. bis 20. Mai Transpölten

An diesem verlängerten Wochenende trafen sich wiederum 24 Freunde der Postgeschichte aus ganz Europa, um die hochkarätigen Vorträge zu hören, zu diskutieren und sich in freundschaftlicher Runde wohl zu fühlen.

Das Seminarprogramm:

  • F. Pietz - Die Entwicklung des Frachtfuhrwesens Teil 2
  • H. Haslauer - Salzburg am Ende seiner über 1000 Jahre währenden Eigenständigkeit
  • M. Amplatz - Französische Militärpost in Italien
  • H. Jungwirth - Von den neu regulierten Postkursen der südwestlichen Monarchie und den 33 Maßnahmen zu ihrer Beschleunigung
  • F. Puschmann - Die Paarsche Post 1624 - 1722
  • R. Egger - Die Zeit der bayerischen Besetzung in Österreich Teil 1
  • J. van der Linden - Historische Grundlagen des Postverkehrs Belgien - Österreich bis 1875
  • H. Stumvoll - Venedig als Transitort (15. - 18. Jhdt.) Teil 1

Ein solch geballte Ladung postgeschichlichen Wissens zum "Mitnehmen" ist außergewöhnlich und eine Bereicherung für jeden Teilnehmer. 

Einen Vortrag möchte ich aus meiner Sicht besonders erwähnen. Schon als H. Stumvoll nicht nur das normale Glas Wasser vor seinen Rednerplatz stellte - sondern eine ganze Karaffe, ahnte ich "Schlimmes". Der dann folgende Vortrag (natürlich in herrlichem österreichischen Dialekt) in einem Mordstempo stellte alleine meine Aufnahmefähigkeit auf eine schwere Probe. Sein Humor gepaart mit Begeisterung, Fachwissen und tollen Belegen war eines von vielen Highlights. Seine besonderen Bezüge zur "Erotik in der Postgeschichte" sollen mir für meine zukünftigen Vorträge ein Ansporn sein.

Diese lebendige Veranstaltungsreihe der Organisatoren G.Baurecht und Dr.H.Nemec hat sich einen Spitzenplatz in der europäischen Postgeschichtsszene erobert und alle Teilnehmer freuen sich schon auf das nächste Jahr.

Text von Rudolf Buschhaus - Fotos von Dorothea Haslauer


Die siebzehn Mitglieder des DASV in Transpölten


Auch der kulinarische und gesellige Teil kommt nicht zu kurz

Frühjahrstagung 2012 des DASV in München

Liebe Freunde der Postgeschichte,

München war die Reise wert, ein gelungenes Frühjahrestreffen ist viel zu schnell wieder Vergangenheit – die Erinnerung bleibt.

Das (verlängerte) Wochenende in der bayrischen Landeshauptstadt hatte alles, was man sich von einer erfolgreichen Veranstaltung erwarten darf: gute Rahmenbedingungen für die Zusammenkunft der Postgeschichtler, eine sachdienlich agierende Mitgliederversammlung mit sinnvollen Diskussionen und guten Anregungen für die Initiativen des DASV, ein interessantes Ausflugsprogramm und vor allem einen abwechslungsreichen Festabend mit hohem Unterhaltungswert …

Bei den Neuwahlen gab es keine Überraschungen: Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes wurde der Präsident wiedergewählt. Den geschäftsführenden Vorstand wird der neugewählte DASV-Vizepräsident Uwe DECKER komplettieren. Mit Heinrich MIMBERG wurde auch der zweite Kandidat ohne Gegenstimme als neuer Schriftleiter gewählt.

Ansonsten bleibt alles beim Alten. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit meinem „Wunschvorstand“.

Als wesentliches Ergebnis aus der Mitgliederversammlung soll auf den allgemeinen Wunsch hin das Postvertrags-Projekt im Hinblick auf die Steigerung des Bekanntheitsgrades forciert werden. Darüber hinaus soll ein dauerhaftes Konstrukt zur (finanziellen) Förderung desselben geschaffen werden …

Der „philatelistische Nachmittag“ sah ein anspruchsvolles Vortragsprogramm, welches an zwei Tagen stattfand. Am Freitag erwies uns unser bekanntes Mitglied, der Vorphila-Experte Dr. Joachim HELBIG aus Aschheim, bereits zum zweiten Mal (nach Hechingen 2010) die Ehre und eröffnete mit seinen hochinteressanten Ausführungen zum Thema “Das Archiv Menz in Bozen“. Hierbei wurde deutlich, welch intensiver Forschungsbedarf gerade zu den frühen Tagen postalischer Dienstleistungen auch heute noch besteht …

Am Samstagnachmittag wusste zunächst Jochen HEDDERGOTT aus München mit seinem Thema “Forwarding Agents aus Asien über Suez“ mit spektakulärem Originalmaterial zu beeindrucken und mit seinem tiefgründigen Fachwissen in jeder Hinsicht zu überzeugen. Arnim KNAPP ergänzte – ebenfalls auf hohem Niveau – mit den Themen “Briefe in die Levante, den Balkan und den vorderen Orient“ sowie “Vorstellung eines bedeutenden Stückes der Sachsen-Philatelie unter postgeschichtlichen und sozialen Aspekten betrachtet“.

Den Festabend kann man getrost als „Highlight“ bezeichnen. Den würdigen Aspekt erfüllte zum Einen die Ehrung von James VAN DER LINDEN für 40 Jahre DASV-Mitgliedschaft. Der allseits bekannte „Postgeschichte-Promi“ war eigens zu diesem Anlass aus Belgien angereist und dabei erfreulicherweise von Michael AMPLATZ begleitet worden. Der DASV ist stolz darauf, solch herausragende Postgeschichte-Persönlichkeiten als Mitglieder in seinen Reihen zu haben. Das persönliche Kommen verleiht der Sache allerdings einen eigenen Stellenwert, denn hier geben und unsere Mitglieder die Ehre. 2010 kam Paolo VOLLMEIER, 2011 Dieter JARETZKY, heuer war es James VAN DER LINDEN …

Teil II des festlichen Aspektes machte die Ehrung des scheidenden DASV-Vizepräsidenten Arnim KNAPP mit der SAVO-Plakette 2011 aus, deren Laudatio ich persönlich verfasst habe. Der sichtlich gerührte Experte der sächsischen Postgeschichte reiht sich nunmehr in die Liste großer Namen als verdienter Träger dieser besonderen Auszeichnung ein.

Beim samstäglichen Festabend im „typisch bayrischen Ambiente“ durfte natürlich auch der Spaßfaktor nicht zu kurz kommen. „Mann des Abends“ war in diesem Zusammenhang ein rechtes Mannsbild aus Bayern wie es im Buche steht. Unser Mitglied Georg KEMSER aus Lenggries, nebst Gattin, war ein absoluter Hingucker: Landestracht, Lederhose und stramme „Waderln“. Die Jugendtrachtengruppe seiner Heimatgemeinde Lenggries begeisterte mit „Schuhplattlern“ und verlieh dem Festabend eine ungewöhnlich originelle Form, welche auch in der „Anzugsordnung“ nicht weniger Teilnehmer ihren Ausfluss fand. Alles Weitere bleibt das Geheimnis derer, welche persönlich anwesend sein durften …

Summa summarum ein überaus zufriedenstellendes Frühjahrestreffen, welches wieder die Chance auf (neue) Begegnungen brachte. Bereits am Freitag hatten sich einige Mitglieder des Münchner Briefmarkenclubs zu uns gesellt und darüber hinaus durfte ich unseren neugewählten Kassenprüfer Hans-Joachim SCHWOON aus Hildesheim (nebst Gattin) wie auch die wegen langjähriger Mitgliedschaft zu ehrenden Dr. Gerd BRINKMANN aus Dettingen (für 40 Jahre) und Robert VAN DEN BONGARDT aus Grainau (für 25 Jahre) einmal persönlich kennenlernen.

Ganz besonders hat es mich zudem gefreut, dass unser philatelistisch-prominentes Mitglied Fritz HEIMBÜCHLER aus München – trotz eines gesundheitlichen Handicaps – durch einen kurzen Besuch uns doch noch die Ehre hat geben können …

Abschließend möchte ich mich noch bei Arnim KNAPP und Heidemarie JONCKER-KNAPP für die Organisation eines erfolgreichen Frühjahrestreffens München 2012 bedanken …

Erste Hinweise zu Sindelfingen 2012:
Die postgeschichtlichen Tage in Sindelfingen scheinen zu einem überaus attraktiven Treffen zu wachsen. Mit heutigem Stand kann ich Ihnen berichten, dass das Symposium der Postgeschichte live wieder in meinen Händen liegt und ich Ihnen hierzu sicherlich ein interessantes Vortragsprogramm werde anbieten können. Diese Veranstaltung wird ebenso wie der Festabend des DASV am Freitag, den 26. Oktober 2012 stattfinden. Für den Festabend haben sich schon jetzt Vertreter unseres italienischen Schwestervereins – der AISP – wie auch der Royal Philatelic Society London (mit ihrem amtierenden Präsidenten Brian TROTTER) angesagt. Interessierten Teilnehmern empfehle ich schon heute, beide Termine zu „setzen“ und sich frühzeitig um das Notwendige zu kümmern …

Zu weiteren Auszeichnungen des DASV:
Die Ehrung unseres Mitgliedes Erling BERGER aus DK-Fredensborg mit der DASV-Plakette 2011 für seine herausragende Mitarbeit am DASV-Postvertragsprojekt wird leider nicht im Rahmen eines Festabends stattfinden können. Die Plakette wird anlässlich einer persönlichen Treffens von Rudolf BUSCHHAUS übergeben werden.

Weingarten, im Mai 2012
Klaus Weis

27.10.2011 Messe Sindelfingen

27.10. bis 29.10.2011 - wieder mit postgeschichtlichem Symposium und einem Informationsstand des DASV und vieler weiterer Arbeitsgemeinschaften. In diesem Rahmen findet auch das Herbstreffen des DASV statt.

Achtung: Donnerstag bis Samstag

Das diesjährige PGL-Symposium wird am Freitag, den 28.10.2011, zwischen 13.15 und 17.00 Uhr im „Forum Mauritius“ (wie gehabt) im 1. OG der Messehalle mit folgendem Programmverlauf stattfinden:

13.15 bis 13.30 Uhr Eröffnung und Einführung

13.30 bis 14.15 Uhr Vortrag von Friedrich MEYER (D-Heilbronn):  „England über Bremen – der erste  Postvertrag des Königreichs Hannover mit dem Ausland“

14.30 bis 15.15 Uhr Vortrag von Hubert JUNGWIRTH (A-Gries am Brenner):  „Reisen mit der k. k. Fahrpost“

15.30 bis 16.15 Uhr Vortrag von Dr. Thomas MATHÁ (I-Bozen):  „Transitpost Altdeutsche Staaten und Schweiz nach Süditalien 1815-1852"

16.30 bis 16.45 Uhr Kurzvortrag von Rudolf BUSCHHAUS (D-Duisburg): „Das Projekt Postverträge des Deutschen Altbriefsammlervereins e.V. (DASV)“

16.45 bis 17.00 Uhr Schlussdiskussion

Leitung des Symposiums: DASV-Präsident Klaus WEIS. Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos.

3. Regionaltreffen des DASV im Westen

Am 25. Juni 2011 fand am Niederrhein unser 3. Regionaltreffen statt. Von 10:00 bis gegen 19:00 beschäftigten wir uns mit der Postgeschichte und den alten Briefen. Unsere Hauptthemen waren

Ratinger Postgeschichte 1276 - 1809 (Dr. Friedrich Ahrens)

Der dt.- franz. Krieg 1870 / 71

Postgeschichte im Klever Land

Erste Seestempel in den Niederlanden

 

Viele weitere Beiträge, die Diskussion über unsere Schätze und das freundschaftliche Gespräch machten wieder den Reiz dieses Treffens im privaten Umfeld aus.

Die Bewirtung übernahm in gewohnter Weise die Ehefrau des Gastgebers Rudolf Buschaus. Die letzten Gäste des anschließenden Grillabends verließen die Terrasse im Morgengrauen.

Transpölten 2011

So macht Postgeschichte einfach Spass!

Vom 2. - 5. Juni fand in Wilhelmsburg bei St. Pölten das 6. Seminar für europäische Transitpost statt - von Hubert Jungwirth dereinst griffig "Trans - Pölten" getauft. Das postgeschichtliche Seminarprogramm war am Freitag und Samstag. Die Liste der Vorträge zeigt das breite Spektrum der Themen, die Referenten sprechen für sich.

  • F. Pietz - Fuhrmannsbriefe Teil 1
  • G. Heschl - Triest - Overland mail
  • H. Kühn -  Die Militärgrenze Teil 2
  • M. Amplatz - Courier de Rome (von den Anfängen bis Napoleon)
  • J. Van der Linden - Der Streit zwischen der Familie Paar und Thurn und Taxis
  • F. Puschmann - Die Grazer Stadtpost
  • T. Matha - Briefpost im Transit durch Altitalien 1815 - 1852
  • H. Kaufmann - Der Postverkehr zwischen Konstantinopel und Wien in der 1. Hälfte des 19. Jhdt.
  • K. Schöpfer - Das österreichische Postsystem und die Veränderungen durch die italienische Einigung 1859 - 1862

Transpölten 2011

Transpölten 2011

Die gute Stimmung, die freundschaftlichen Kontakte und die vielen Fachgespräche veranlassten die meisten Teilnehmer sowohl einen Tag früher anzureisen, als auch bis Sonntag zu bleiben. Die gute und aufmerksame Bewirtung und die zwanglosen gemeinsamen Mahlzeiten bildeten einen schönen Rahmen für die vielen Stunden angeregter Diskussionen über alte Briefe, schöne Sammlungen und die Fußballkunst der Österreicher.

Die Veranstalter G. Baurecht, H. Jungwirth und Dr. H. Nemec haben hier einen tollen Cocktail der Postgeschichte kreiert und es hat einfach Spaß gemacht, dabei zu sein.

Rudolf Buschhaus

Gemeinsame Frühjahrstreffen des DASV und der FORGE Sachsen

Bei herrlichem Wetter trafen wir uns mit unseren Freunden diesmal in Celle. Die Nachtwächterführung durch die sehr gut erhaltene Altstadt am Freitag endete in einer urigen Kneipe. Gelernt haben wir, dass das Celler Wappen blau - weiß ist, wie bei den Bayern - nur nicht so kleinkariert.

Die Hauptversammlung am Samstag Vormittag behandelte die Regelarien zügig. Lebhafte Diskussionen über die zukünftige Einbindung unseres Vereins in Verbände prägten diese HV.

Der Nachmittag gehörte den interessanten postgeschichtlichen Vorträgen über die eigentlich gar nicht existierende Feldpost von Braunschweig und die sächsische Bahnpost im Transit. Fachsimpeln, alte Briefe und einige gute Anregungen zur zukünftigen Gestaltung von Ausstellungen begleiteten den Nachmittag.

Beim gemeinschaftlichen Festabend wurde Dieter Jaretzky für 50 Jahre Mitgliedschaft im DASV geehrt.

Jaretzki 50 Jahre im DASV/Vortrag

Geprägt von den freundschaftlichen Kontakten und der guten Stimmung (besonders in der Damenriege) freuen wir uns alle auf das nächste Frühjahrstreffen in München.

 

Mitgliederversammlung 2011

Frühjahrstreffen 2011 des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.

und unserer Freunde von der

Forge SACHSEN

15. – 17. April 2011 im Tryp Hotel, Fuhrberger Straße 6, 29225  Celle

Freitag, 15. April

  • bis 16 Uhr Anreise der Teilnehmer, Eintreffen im Hotel
  • 17.30 Uhr Begrüßungsveranstaltung im Hotel
  • 19.00 Uhr Gemeinsames Abendessen im Hotel
  • 20.00 Uhr Stadtführung mit dem Celler Nachtwächter
  • Anschließend Gemütliches Beisammensein im Tryp Hotel

Sonnabend, 16. April

  • 9:30 Mitgliederversammlung des DASV (Tagesordnung s. u.)
  • 12.30 Uhr Mittagspause
  • 14.00 Uhr Postgeschichtlicher Nachmittag mit  Vorlagen und Besprechungen von Belegen, (bitte interessante Briefe mitbringen), Zeit zum Klönen und Stöbern in den Rundsendeauswahlen des DASV  - dazwischen

Postgeschichtlicher Vortrag von Rolf-Dieter Jaretzky:

„Besonderheiten der Braunschweiger Feldpost“

  • 19.00 Uhr Festabend im Tryp Hotel
  • Rahmen- (Damen-) Programm: 10.00 Uhr ab Hotel mit einer Stadtführung

Sonntag, 17. April

  • Vormittags Individueller Besuch des Bomann-Museums, Schlossplatz 7
    oder des Celler Schlosses, Schlossplatz 1, Öffnungszeiten 10 – 17 Uhr

Zur Einstimmung auf Celle der Link zur Städteseite: www.celle-tourismus.de

Nachtwächter

Einladung zur Mitgliederversammlung 2011

Im Namen des Vorstandes möchte ich alle Mitglieder des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V. fristgerecht zur Mitgliederversammlung am

Samstag, den 16. April 2011, um 09.30 Uhr,
im Tryp Hotel in 29225 Celle, Fuhrberger Straße 6

sehr herzlich einladen. Nutzen Sie die Gelegenheit und diskutieren Sie persönlich mit den (Vorstands-)Mitgliedern über die Belange unseres Vereines.

Tagesordnung

  1. Begrüßung und Eröffnung 
    Genehmigung des Protokolls zur Jahreshauptversammlung 2010 in Hechingen 
    (nachzulesen im Rundbrief 486)
  2. Berichte des Vorstandes (nachzulesen im Rundbrief)
  3. Berichte der Kassenprüfer
    3.1  für den Schatzmeister
    3.2  für den Rundsendedienst
  4. Entlastung der Vorstandsmitglieder
  5. Beschlussfassung über den Mitgliedsbeitrag für 2012
  6. Ehrungen
  7. Festlegung von Tagungsorten
    7.1  Herbsttreffen 2011
    7.2  Frühjahrestreffen 2012
  8. Anträge
  9. Verschiedenes (Postvertrags-Projekt, Arbeitsgruppen, Aktuelles aus dem VPhA u.a.)

Anträge zur Tagesordnung richten Sie bitte bis zum 01.04.2011 schriftlich an Klaus Weis, Bruchsaler Str. 10, 76356 Weingarten.

Weingarten, im Februar 2011

Klaus Weis
Präsident des Deutschen Altbriefsammler-Vereins e.V.

„Internationales“ Regionaltreffen des DASV im Westen

Am Samstag den 22. Januar 2011 trafen sich neun engagierte Teilnehmer in Duisburg - Rheinhausen. Die interessanten Themen lockten trotz winterlicher Temperaturen auch drei Niederländer und je einen Belgier und Schwaben an den Rhein. Der Gastgeber, Rudolf Buschhaus, legt Wert auf die Feststellung, dass der linksrheinische Teil von Duisburg sich nicht als Ruhrgebiet fühlt, sondern seine Wurzeln am linken Niederrhein hat.

Von 10.00 bis 18:00 wurden viele Aspekte der Postgeschichte in Symposiumqualität behandelt.  Neben Vorträgen und Sammlungsvorlagen spielte die Diskussion über interessante Briefe einen weiteren Schwerpunkt. Die behandelten Themen lauteten:

  • Postrouten und Postdienste im Raum Kleve / Wesel / Emmerich vor 1800
  • Briefe von Spanien nach Genua im 18. Jahrhundert
  • Postverkehr und Postgeschichte Brasilien – Schweiz
  • Französische Taxzahlen – Stempel im grenzüberschreitenden Postverkehr
  • Postbeziehungen Russland – Preußen dargestellt an interessanten Briefen
  • Einige Knacknüsse zum Auslandspostverkehr des Norddeutschen Postbezirks
  • Das Speditionsunternehmen Württenberger in Bremen und die Paketpost nach den USA

Das Abendessen beendete zwar den offiziellen Teil, jedoch waren die postgeschichtlichen Themen so vielfältig, dass die Runde sich erst gegen 22:00 auflöste. Wie lange der Schwabe durchgehalten hat wird nicht verraten.

Im Sommer wird es bestimmt das nächste Treffen am Niederrhein geben und nachdem mehrere Teilnehmer ihr Interesse für die napoleonische Zeit  bekundeten, steht das Schwerpunktthema eigentlich schon fest. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl sollten neue Interessenten sich frühzeitig bei Rudolf Buschhaus melden.