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Kleine Postgeschichten 029
Ein ungewöhnlich behandelter Expressbrief in den Postverein

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Rekommandation bar bezahlt, die Expressgebühr nicht vorausbezahlt. Eine Rekommandation war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zwingend vorgeschrieben.

Eine Expresszustellung in den Großstätten ist sehr außergewöhnlich, da in Berlin tagsüber mindesten 6-9 Zustellungen erfolgten. Vermutlich hatte der Empfänger mit der Post ein Abkommen Eilige Postsendungen sofort zuzustellen.

Die Rekommandationsgebühr ist in diesem Fall nicht durch Frankomarken erlegt sondern vermutlich bar bezahlt worden.

Beförderung: DRESDEN 17.  April 1866 nach BERLIN (preußischer Postbezirk) 17. April 11 Uhr Vormittags
Entfernung: 3. Taxrayon (>20 Meilen)
Gewicht: < 1Loth für einfachen Brief
Gebührenberechnung: nach den Bestimmungen des Artikels 26 des Postvereins-Vertrages und nach § 18 des "Reglements für den Postvereinsverkehr" vom 18. August 1860:
Briefporto =  3 Ngr. (bezahlt)
Expressgebühren =  3 Sgr. vom Empfänger zu zahlen auf Rückseite taxiert
Rekommandation   =  2 Ngr.  bar bezahlt, und quittiert und die Rekommandation unterstrichen