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Kleine Postgeschichten 027
Vierfacher gewöhnlicher Frankobrief „Muster ohne Wert“ aus Sachsen nach Dänemark (Herzogtum Schleswig)

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Beförderungsweg: LEIPZIG (Oberpostamt) nach TONDERN (Kgl.  Dänischer Postbezirk - Herzogtum Schleswig) vom 17.  V. 1859.  über HAMBURG (Kgl.  Dän.  Oberpostamt).
Entfernungsprogression: von HAMBURG und BÜCHEN mehr als 10 geographische Meilen entfernt lagen
Gewichtsprogression: von Loth zu Loth incl.
Frankoberechnung:
Nach der Verordnung Nr. 1168 vom 26.  I. 1854, "Die Portotaxe für Briefe und Fahrpostsendurigen nach und aus Dänemark betreffend". 
Deutsch - Österreichischen Vereinsporto   = 4 x 3 Ngr.   =   12 Ngr.
dänischen Franko = 4 x 2 Ngr. = 8 Ngr.

Gesamt Franko

  = 20 Ngr.
Begründung warum das ermäßigte Franko für Warenmuster keine Anwendung fand:
Mit dem vorliegenden Brief wurde ein Warenmuster befördert.  Gleichwohl konnten die ermäßigten Portosätze für die Versendung von Warenproben nicht in Anspruch genommen werden.  Die geht aus dem Wortlaut der nachfolgenden Vorschrift der Verordnung Nr. 1168 hervor.  "Warenproben und Muster welche der Zollverhältnisse wegen nur bis zum Gewichte von 45 Grammen (3 Loth incl.) mit der Briefpostbefördert werden dürfen, zahlen bis zum Gewichte von 1 Loth incl. das einfache Porto und von 2 - 3 Loth incl. das doppelte Briefporto.  Diese Portomoderation tritt jedoch nur dann ein, wenn die Warenproben und Muster auf erkennbare Weise verpackt sind, und der denselben angehängte Brief nicht mehr als 15 Grammen oder 1 Loth incl. wiegt.  Ist der Brief schwerer, so unterliegt die ganze Sendung der gewöhnlichen Brieftaxe'.

Der 'FRANCO"- Stempel auf der Adressseite ist dänischer Herkunft.  Die Taxvermerke kennzeichnen den außervereinsländischen Portoanteil von 8 Ngr., den die Kgl.  Dänische Postverwaltung bezog.