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Kleine Postgeschichten 021
Wertbrief aus dem ehemals Thurn und Taxisschen Postbezirk
Während der kurzen Periode vom 1. Juli 1867 bis zum 31. Dezember 1867 unterstand der ehemals Thurn und Taxisschen Postbezirk der Preussischen Post. Als Folge des gewonnen Deutsch-Deutschen Krieges 1866 zwang Preussen Thurn und Taxis zu diesem Schritt.


Als Beispiel für die Bekanntgabe der Übernahme durch die Preussische Post

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Wertbriefe wurden grundsätzlich nach Tarifen der Fahrpost bearbeitet. Die Frankierung von Wertbriefen war erst seit dem 1.11.1866 möglich (Generale Nr. 6265 vom 27.Oct. 1866 die Frankierung von Fahrpostsendungen betreffend)

Laut dem vom 1.1.1861 bis 31.12.1867 gültigen Postvereins-Vertrag setzten sich das Gewichts- und Entfernungsporto und Wertporto wie folgt zusammen:

Gewichts- und Entfernungsporto
Grundsätzlich: pro 4 Meilen und pro Pfund = 1/6 Sgr..
Mindesttaxe bis 8 Meilen = 2 Sgr., über 8 bis 16 Meilen = 3 Sgr., über 16 bis 24 Meilen = 4 Sgr., über 24 bis 32 Meilen = 5 Sgr.

Wertporto
bis 50 Thaler  und bis 12 Meilen = 1/2 Sgr. , über 12 bis 48 Meilen = 1 Sgr., über 48 Meilen = 2 Sgr..


Einfacher Wertbrief in den Postverein

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Beförderung: Greiz 23.10. 1867  nach Grünhainichen bei Zschopau (Köngl. Sächsischer Postbezirk)
Gewicht: 1 4/10 Loth = < 1 Pfund = niedrigste Gewichtsstufe
Wert: 26 Thaler 4 Sgr. = niedrigste Wertstufe

Frankoberechnung:  
Fahrposttaxe (über 8 < 16 Meilen) 3 Sgr.
Wertgebühr (bis 50 Thaler) ½ Sgr.

=

 3 ½ Sgr.
Frankiert mit = 3 Sgr. + 6 Pfg. da es 5 Pfg. nicht gab.